> > Der Suizid des Kronprinzen erschütterte das Vertrauen in die habsburgische Monarchie. Zita,
Ottos Mutter und Ehefrau des letzten Kaisers Karl, beharrte in ihren
letzten Lebensjahren Historikern gegenüber darauf, dass Rudolf und Mary
Vetsera in Mayerling nicht vom Kronprinzen selbst getötet worden seien,
sondern „politischen Meuchelmördern zum Opfer gefallen“ seien, wie das
deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seinem Kurznachruf zu Zitas Tod 1989 berichtete.[29] Nach Meinung Zitas sei Rudolf „Opfer eines politisch motivierten Mordanschlags“ einer ausländischen Verschwörung
gewesen, weil er sich nicht an einer Verschwörung zum Sturz Kaiser
Franz Josephs habe beteiligen, sondern diese habe aufdecken wollen.[30] Auftraggeber sei nach Zita der französische Staatsmann Georges Clemenceau gewesen.[31]Brigitte Hamann, selbst Autorin einer Rudolf-Biografie, bezeichnete diese Aussagen im Jahr 2005 als „gezielte Vernebelungstaktik.“[32] < <
Kommentar:
(Aktuelle) Urheberin einer Mordkomplott-Hypothese ist Kaiserin Zita, Gemahlin des letzten österreichischen Kaisers Karl. Wikipedia nennt dagegen eine an OFFIZIÖSEN ÖSTERREICHISCHEN Archiven orientierte Autorin einer Rudolf-Biographie, welche diese Mordkomplott-Hypothese ablehnt - siehe: Hamann, Brigitte: Rudolf. Kronprinz und Rebell - München-Zürich: Piper 1989, 2.Aufl.
Jedoch ist eine Mordkomplott-Hypothese STATISTISCH weitaus näherliegender als die bisherige geradezu EXTRAVAGANT-phantastische Hypothese des DOPPELSELBSTMORDES "aus Liebe".
Ich habe EXAKT EIN EINZIGES BUCH gefunden, in welchem eine MORDKOMPLOTT - HYPOTHESE zumindest NICHT AUSGESCHLOSSEN wird, ein Buch aus Ungarn von einem Ungarn, das zuerst in der ehemaligen DDR kursierte, zunächst jedoch nicht im "freien Westen":
Bart, Istvan: Rudolf, der unglückselige Kronprinz - Berlin(Ost): Verlag der Nation 1990 und Budapest: Scholastica 2000 - ungarischer Originaltitel: A boldogtalan sorsu Rudolf tronörökös, Budapest: Helikon 1984, Reprint Budapest 2017
Das Buch von Istvan Bart ist meines Erachtens geradezu AUSGEZEICHNET, weil es auch den operettenhaften Schmäh von Rudolfs Leben und Umgebung nachzeichnet.
Wikipedia sagt dagegen viel direkter: Rudolf hatte das promiskuitive Sexualverhalten österreichischer k.u.k. Offiziere, und auch dessen Folgen, nämlich die Geschlechtskrankheit Gonorrhoe (eine Minderheit vermutet: Syphilis), war ein Militär-Alkoholiker welchen Grades auch immer, und wurde von seinen Ärzten zugrunde gerichtet mit "Kokain-Zäpfchen", "Morphium-Zäpfchen" und "opiumhaltigem Gurgelwasser". Als Rudolf 1889 im Alter von 31 zu Tode kam, war er in militärischem Sprachgebrauch - mehr oder weniger - "dienstuntauglich". Wikipedia deutet auch "Hospitalismus" an, was ich so verstehen möchte, daß die "Atmosphäre und das übersteigerte Gehabe bei Hofe" psychopathologische Tendenzen annehmen konnte, denn ich würde auch die Lebensweise der Mutter Rudolfs, der Kaiserin Elisabeth, als nicht ganz normal bezeichnen.
Klammer auf: Rudolf war bestimmt zu einem SOLDATEN - aber seine Militärkommandos waren weitestgehend REPRÄSENTATIV, denn man munkelte, daß er noch nicht einmal ein Bataillon TATSÄCHLICH im Alltagsdienst kommandieren konnte. Seine klar erkennbaren wissenschaftlichen und schriftstellerischen Begabungen wurden dagegen insbesondere von seinem Vater, Kaiser Franz Joseph I., abgelehnt. Seine Fähigkeit zu STRATEGISCHER ANALYSE führte ausserhalb des Mainstreams und konnte in kaiserlichen Regierungskreisen allenfalls Kopfschütteln auslösen - war aber möglicherweise ein zusätzlicher Grund, um ihn prophylaktisch zu ermorden. Klammer zu!
So, da haben wir also eine AUSSAGE oder BEHAUPTUNG einer ehemaligen KAISERIN, die vorwiegend AUSGELACHT wird, obwohl meine Sammlung von Indizien - besonders bei Autor Istvan Bart - eine MÖGLICHKEIT von MORDKOMPLOTT NICHT AUSSCHLIESST. Ich habe aber Verständnisschwierigkeiten, warum Kaiserin Zita GEORGE CLEMENCEAU als AUFTRAGGEBER ausdrücklich nennt, denn Clemenceau war um 1889, als Rudolf sterben mußte, noch weit von seiner späteren politischen Bedeutung entfernt, mußte sogar, wenn ich richtig verstanden habe, um 1889 einen "gewissen Karriereknick" ausbügeln. Anders gesagt; Ich bezweifle, ob Clemenceau 1889 SCHON IN EINER AUSREICHEND HOHEN POSITION angekommen war, um ein MORDKOMPLOTT im Ausland überhaupt in Auftrag geben zu können und durchzuführen.
Mir ist auch ein eventuelles MOTIV für ein Mordkomplott des Georges Clemenceau gegen die kaiserliche Familie in Wien NICHT DEUTLICH. Zwar gibt es eine Burbonengruft im damals österreichischen Slovenien - in Novi Gorizi = Neu-Görz (Franziskanerkloster Konstanjevica) , zwar hat der letzte legalistische französische Thronprätendent, Henri V., im österreichischen Exil gelebt, war aber schon 1883 verstorben - JEDOCH gab es, soweit ich aktuell verstehen kann, KEINE AKTUELLE GEFAHR einer RESTITUTION der Monarchie in Frankreich von Wien aus für Clemenceau!
Nein, ich hätte als HINTEMÄNNER eines Mordkomplotts EHER getippt auf ENGLÄNDER - unter anderem weil wir einen gut erforschten Mordfall unter Beteiligung des damals neu gegründeten britischen Auslandsgeheimdienstes Kenntnis haben, nämlich vom Mord an Rasputin im Jahre 1916 - sozusagen als Auftakt der russischen Revolution MIT REGIMEWECHSEL im darauffolgenden Jahr 1917. Wir habe in diesem Mordfall auch ein STRICKMUSTER: Da ist erstens ein gelangweilter russischer Hocharistokrat und Geldbaron, der Fürst Felix Jussupow, der aus seiner Studienzeit in Oxford einen englischen Bekannten hat, der später als britischer Geheimagent in Russland wieder auftaucht. Felix Jussupow war - für meinen ländlichen Hausgeschmack - schon ein bischen nekrophil-dekadent und hatte als eine Art "geliebten Protegee" den Großfürsten Dimitrij, der mit dem Zaren direkt verwandt war.
Anders gesagt: Ich würde erwarten, daß wir in einem MORDKOMPLOTT gegen Rudolph von Österreich - gemäß Kaiserin Zita - GANZ ÄHNLICH einen FRANZÖSISCHEN AGENTEN bräuchten, der den gelangweilten oder rebellischen HOCHADEL INFILTRIERT, und zwar auf eine Art und Weise, daß das KAISERHAUS DIREKT ANGEZIELT werden kann. Anders gesagt: Ich hätte bislang eher erwartet, daß UNGARISCHE VERSCHWÖRER mit Kontakten zu FREIMAURERISCHEM und ESOTERISCHEM Underground durch eine BESEITIGUNG RUDOLFS die KONTINUITÄT der österreichischen Dynastie ERSCHÜTTERN hätten können, wobei ich aber nicht sehe, daß durch Rudolfs Tod ein REGIMEWECHSEL ohne weiteres möglich gewesen wäre, denn die Geschichte zeigt, daß sogar ein ZWEITER THRONFOLGER-MORD - Franz Ferdinand 1914 - die österreichische Thronfolge NICHT UNTERBROCHEN hat, jedenfalls bis zu Kaiser Karl, wo es dann einen REGIMEWECHSEL gibt - aber nicht durch Mordkomplott, sondern durch das Ende des Ersten Weltkrieges.
Damit sind wir dann bei meinem sehr überraschenden Bücher-update von Ostern 2025, denn seit diesem Update würde ich den Ersten Weltkrieg verknüpfen mit BRITISCHEN WELTMACHTPLÄNEN - welche als THEORETISCHE GRUNDLAGE die Schriften und AKTIONEN des Herrn Cecil Rhodes hatten - 1889 Gründung des Cecil Rhodes "Round Table (Circle)" - Rhodes Scholarships (in Oxford) ab 1902 -, welche sozusagen folgerichtig von gleich ZWEI englischen Königen AUFGEGRIFFEN wurde, nämlich Eduard VII (1901-1910) und George V (1910-1936). Die damalige MACHTLOGIK war ungefähr: Wenn man etwas ändern will, braucht man einen KRIEG. Sogar Bismark hat so gedacht und FOLGERICHTIG 1871 den Krieg gegen Frankreich ANGEZETTELT, um zuhause das Preussische Kaiserreich überhaupt erst gründen zu können - das heißt: alle Widerstände dagegen "kriegsbedingt" auszuräumen. Wenn man aber etwas GANZ GROSS ändern will, braucht man einen GANZ GROSSEN KRIEG - nämlich den Ersten Weltkrieg - für den man schon die FORTSETZUNG in einem ZWEITEN WELTKRIEG vorausgeplant hat - wie man heute HISTORISCH BEWEISEN kann - siehe unter anderem Befehl des Oberkommandieren der Reichswehr, General von Seeckt, in 1925, mit einer 20-Mann-Gruppe die neue deutsche Wehrmacht zu PLANEN, die danach bis 1938 in 4 Rüstungsprogrammen aufgerüstet worden war, so daß sie PÜNKTLICH in 1939 antreten konnte. (Die Dokumente dazu wurden 1997 von den Amerikanern an Deutschland zurückgegeben und liegen aktuell im Militärarchiv in Freiburg/Brsg.)
Zwischenstopp: Ich bin mir voll bewusst, was ich gerade gesagt habe. Ich sagte soeben, dass der Erste Weltkrieg ANGEZETTELT wurde von Cecil Rhodes und König Eduard VII und George V. und deren Kamerillas. Mir ist aber klar, daß niemand auf die Idee käme, sie deshalb GENAUSO WIE DIE DEUTSCHEN NAZIS nach 1945 vor ein NÜRNBERGER TRIBUNAL ZU STELLEN! Wir haben heute nämlich auf dem ganzen Planeten SIEGERJUSTIZ der angloamerikanischen Art, wie ich besonders schön lernen konnte am Beispiel der Internationalen Aburteilung der SERBISCHEN GENERÄLE nach dem Krieg NATO gegen Serbien 1999, der zweifelsohne eine der GLANZLEISTUNGEN des amerikanischen Freiheitshelden Bill Clinton war und ist! Und weiter!
Anders gesagt: Das ERGEBNIS des Ersten Weltkriegs - REGIMEWECHSEL in Deutschland, Russland, Österreich-Ungarn, Osmanischem Reich und Kaiserreich China plus ZUSÄTZLICH AUFLÖSUNG ZWEIER bisheriger Großmächte, nämlich a) Österreich-Ungarn und b) Osmanisches Reich - passt nach meinem heutigen Lernstand eher zu ENGLAND, aber weniger zu Frankreich. Ich habe bisher nur ein INDIZ, welches Clemenceau mit ENGLAND verknüpfen könnte: Und zwar war Clemenceau ein "Linker", wie wir heute sagen würden, und zu Clemenceaus Zeiten FORMIERTE sich gerade die SOZIALISTISCHE und KOMMUNISTISCHE INTERNATIONALE - und zwar in LONDON, England! Clemenceau KÖNNTE also durchaus die SPEZIELLEN "englischen Kontakte" für MORDKOMPLOTT plus ESOTERISCH-LINKEM -- "Eliphas Levi", Anni Besant, "Papus"-Encauste, Aleister Crowley und GOLDEN DOWN -- Hintergrund gehabt haben.
Oder irre ich mich?
Oder war Rudolfs Tod eine BESTRAFUNG, weil eigentlich er selbst seinen Vater hätte ermorden sollen, dies aber NICHT GETAN hat! In der Tat hat die Mainstream-Autorin Brigitte Hamann irgendwo eine Story mit einem "verirrten Schuß in der Nähe des Kaisers" auf einer Jagd, der angeblich von Rudolf abgegeben worden sein soll, wobei niemand nichts Genaues nicht weiß oder nicht wissen will.
Und da sind wir also wieder bei genau der VAGHEIT und UNGEWISSHEIT angekommen, welche für VIELE historische Probleme so TYPISCH ist.
Kann man etwas lernen - ausser der TOTAL REGELLOSEN WILLKÜR DER MACHT im 20. Jahrhundert?
Vielleicht dies: Wenn die Welt keine HEILIGEN Könige und Königinnen - in anderen Kulturen: Regenten - mehr hat, die eine HEILIGE Vision von Menschheitsentwicklung und Zivilisation - womöglich von Gott selbst bekommen - haben, dann brauchen wir uns NICHT WIRKLICH zu wundern, was passiert, wenn dieser Planet der Lenkung von Menschen durch Menschen überlassen wird.
Der GROSSE WELTMACHTPLAN der BRITISCHEN SPHÄRE - fast zeitgleich gestartet von Cecil Rhodes in 1889, im Jahr von Rudolfs Tod! - ist übrigens NICHT geheim, sondern wurde OFFEN in Britannien publiziert und diskutiert. Darum kann jeder Leser/in ganz einfach feststellen, ob auch sie zu der "BRITISCHEN HERRENRASSE" gehört - oder aber eher zu den "80 Prozent" "cattle" - VIEH -, das nach Cecil Rhodes am zweckmässigsten organisiert wird GETRENNT NACH HAUTFARBEN - Arpartheid - und in ZWANGSARBEIT - forced labor - von SKLAVEN und bei Widersetzlichkeit und Rebellion in CONCENTRATION CAMPS mit einer sagenhaften TODESRATE von irgendwas bei 2/3 oder 66 %. Diese verbalen und realen Anmutungen, wo nicht Entgleisungen kann man selber nachlesen in kostenloser Internet-source: (Editor: William T. Stead) The Last Will and Testament of Cecil Rhodes ... TO WHICH ARE ADDED SOME CHAPTERS DESCRIBING THE POLITICAL AND RELIGIOUS IDEAS OF THE TESTATOR, 215 Seiten - London: "Review of Reviews Office" 1902 (Todesjahr von Cecil Rhodes)
Wir begreifen nach dieser Lektüre schnell und brutal: Cecil Rhodes hatte Plan, Organisation, und einen JESUITEN-ähnlichen "Orden", wie er das ausdrückt, "gezüchtet" mit Hilfe der Rhodes Scholarships in Oxford um BRITISCH-Amerikanische WELTHERRSCHAFT durchzusetzen - und das ganze heutige Geplapper von angloamerikanischem Philanthropismus ist einen Scheissdreck wert, denn es geht gar nicht um Menschenfreundlichkeit - als ob ein einzige dieser angeblichen Philanthropen dem Jesus Christus oder einer anderen konventionellen Religion nachgefolgt wäre oder nachfolgen würde! -, sondern um ABSOLUTE MACHT, nämlich die NACKTE und UNGESCHMINKTE MACHT.
Ich muß nach Lektüre in Regenauer Tom Oliver, Buch "Hopium" und Buch "Truman Show" zwingend ergänzen: Der Herr Cecil Rhodes ist kein zufälliger Betriebsunfall der Geschichte, sondern er SCHWAMM IN EINEM BREITEN STROM von IDEEN DES 19. Jahrhunderts mit, die BIS HEUTE WIRKSAM sind, nämlich EUGENIK, BEVÖLKERUNGSKONTROLLE (einschliesslich STERILISATION), Malthusianismus bzw. Neo-Malthusianismus und Sozial-Darwinismus, die übrigens auch von den deutschen NAZIS nach britischem VORBILD übernommen wurden. Als Historiker habe ich darauf hinzuweisen: Das sind EXAKT die KONSEQUENZEN, NACHDEM Europa spätestens in der Französischen Revolution - die sich wunderbar verstanden hat mit der Amerikanischen Revolution der Gründerväter - fast ALLE ALTEN PRINZIPIEN der Staatsführung über den Haufen geworfen hatte - und insbesondere ALTE RÜCKSICHTEN, wie zum Beispiel religiöse oder zivilisatorische, für überflüssig erklärt hatte! Wie soll ich sagen: MACHT-EFFEKTIVITÄT durch ENTTABUISIERUNG von PRIMITIVISMEN!
Ich mache mir nicht die Mühe, die britannischen Eliten in der Epoche der britischen Weltkriege zu verurteilen. Ich sage aber: Auch Briten können lernen. Hoffentlich schnell genug, bevor sie den ganzen Planeten ruiniert haben!
Ich brauche hoffentlich nicht extra zu erwähnen: Irgendeine Art von österreichsich-ungarischem oder osmanisch-türkischem Revival ist bei dieser historischen Quellenlage die reinste TRAUMTÄNZEREI - weil in britisch-amerikanischen UNTERWERFUNGSPLÄNEN nicht vorkommend!
Nachdem wir alle eine Aussenministerin haben und hatten, deren Auffassung von deutscher Sprache regelmässig in Russia Today thematisiert wird, nachdem auch wir alle soweit desensibilisiert sind, daß wir völlig angstfrei ständig das Wort “Atomkrieg” benutzen, nachdem wir sogar gelernt haben, die Corona-Pandemie im Plauderton beim Kaffeetisch abzuhandeln, sollte man eigentlich erwarten, daß mich so schnell nichts mehr schocken kann.
Dann aber las ich gestern -10.08.2024 – das Interview mit Karl von Habsburg über die Ukraine – und war geschockt, aber NICHT über die Lebensgefahr, in die sich Karl von Habsburg in der Ukraine freiwillig begibt, um zu helfen, sondern darüber daß ich GANZ ANDERES ERWARTET hatte.
Wie soll ich den KONTRAST – oder Abgrund – zu meinen Auffassungen aus meinen Studien und Erfahrungen andeuten? Nun, wir erfahren aus diesem Interview in RP, daß gerade eben ein 750-Jahr-Jubiläum des Rudolf von Habsburg (HRR) in Wien gefeiert wurde. Aber ich war mit dem Deutschlandticket noch einmal – und vielleicht das letzte mal in diesem Leben – am Grab des Rudolf von Habsburg in der Krypta im Dom zu Speyer, obwohl ich an sich gefühlsmässig den Kaiserdom von Worms lieber mag, denn der ist nicht gar so WUCHTIG IMPERIAL.
Nebenbei seltsam: Im Dom von Worms sind Herzöge von KÄRNTEN bestattet, die nämlich in einer gewissen Zeit die Könige Deutschlands stellten. Und natürlich ist in Worms das GROSSE Luther-Denkmal, dass nach meiner Meinung SEHR VIEL zu tun hat mit den DRAMEN deutscher Geschichte, die bis hinein reichen in heutige KONFLIKTE bezüglich einer anglo-amerikanisch-protestantischen Welt-Dominanz. Man verstehe mich nicht falsch: In der Zeit der SPANISCHEN Habsburger hatten wir das Umgekehrte, nämlich das Hineinreichen der katholischen Religion in damalige Weltdominanz.
Das steht aber nicht in dem Interview der RP – und weil ich immer so schnell abschweife, machen wir es am besten so, daß ich das Interview noch einmal durchgehe und KERNZITATE präsentiere, also etliches WEGLASSE..
— Zitate – (mit längeren Auslassungen) —
(FRAGE) > Das Habsburg-Jubiläum, jüngst in Wien von Ihrer Familie gefeiert, hat in Österreich Kritik ausgelöst. Schließlich ist dort der Adel abgeschafft. Warum war es Ihnen dennoch wichtig, an die Wahl von Rudolf von Habsburg vor 750 Jahren zum deutschen König zu erinnern? <
(Antwort) übersprungen / ausgelassen
(FRAGE) >Sehen Sie in dem Zusammenhang auch Ihren Einsatz in der Ukraine?
(ANTWORT) > von Habsburg Wir sind uns unserer Rolle in der Geschichte bewusst. Aus dem Blick zurück ergibt sich aber kein Anspruch, wohl aber eine Verpflichtung, sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Viele Leute haben das ausgelegt, als würden wir 750 Jahre Habsburg-Regentschaft feiern. Dem ist nicht so. Die Wahl zum deutschen König war natürlich eine der ganz wesentlichen ersten Positionen, die die Familie besetzt hat. Und ich habe Bewunderung für Rudolf. Er war Europäer durch und durch und verstand es, sich mit den Nachbarn zu arrangieren, ganz egal welche Sprache sie gesprochen und welches Interesse sie vertreten haben. Wenn es keine Kritik an der Feier gegeben hätte, hätte ich etwas falsch gemacht. Unsere Familie ist für mich eine historische Konstante. Wir bleiben politisch, auch in der jungen Generation, nicht im staatlichen Sinne, wohl aber im Einsatz für christliche Werte, für Rechtsstaatlichkeit und ganz besonders für ein vereintes Europa.<
(Buike-Kommentar) – LERNT von dem BEISPIEL des Erzherzogs Wilhelm und MEIDET das ukrainische Land, denn es könnte sonst sein, daß ihr dort einen unzeitigen und vergeblichen Tod sterben könntet. (Gemeint ist Wilhelm Franz von Habsburg-Lothringen – 1895 – 1948, erschossen von den Sowjets)
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(FRAGE) > Wie ist die Lage in der Ukraine? Sie waren kürzlich in Charkiw.<
(ANTORT) > von Habsburg Unsere Radiosender arbeiten – allerdings vor allem aus dem Homeoffice, um die Mitarbeiter zu schützen. Denn der Sender befindet sich im elften Stock eines Hochhauses in Kiew. Fällt der Strom aus, kommt niemand mehr heraus. Ich bin stolz darauf, dass wir seit Kriegsbeginn nur vier Stunden nicht senden konnten. In Charkiw ist die allgemeine Lage noch bedrohlicher. Jüngst sind bei einem Luftangriff sechs Menschen ums Leben gekommen, auch eine uns vertraute Person war unter den Opfern. Ich kenne das zerstörte Gebäude gut. Es ist nur zwei Straßen von dem Hotel entfernt, in dem ich regelmäßig übernachte. Vom Hotel aus sieht man immer wieder die Leuchtmunition der Luftabwehr und bekommt auch Explosionen mit. Dort herrscht fast ständig Luftalarm – zuletzt 21 Angriffe in 24 Stunden. Trotzdem kann keiner einfach seine Tätigkeit unterbrechen. Und auch ich stehe nachts nicht jedes Mal auf, wenn der Alarm ertönt.<
Buike-Kommentar: Ich verstehe nicht richtig: Karl von Habsburg sendet mit EIGENEN SENDERN in der Ukraine und sogar in Charkov (also nahe an der russischen Grenze und nahe an der Kriegsfront) – also offenbar ein GUTES GESCHÄFT? – und niemand bemerkt, daß er damit unter das KRIEGSRECHT fällt – und damit ein LEGITIMES ZIEL FÜR RUSSISCHE GEGENANGRIFFE ist??? Eure kaiserliche Hoheit, das ist, mit Verlaub, LEBENSGEFÄHRLICHER LEICHTSINN!
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(FRAGE) >Wie beurteilen Sie die Ausweitung des Krieges ins russische Gebiet?<
(ANTWORT) > von Habsburg Das hat mich, aber auch viele Ukrainer überrascht. Die Aktion hat deutlich gemacht, dass auch Russland verletzlich ist. Ich glaube, dass das Gerede von einer roten Linie reines Säbelrasseln der Russen ist. Sie haben immer damit gedroht, wenn dies oder jenes geschieht, werden wir Nukleararsenal einsetzen. Ich finde, auch der Westen sollte ganz klar eine rote Linie aufzeigen. Aber auch konsequent durchsetzen. Schließlich ist es ein Krieg und militärische Mittel müssen auch entsprechend eingesetzt werden. Meine Hauptsorge ist allerdings, dass jetzt Politiker im Westen kalte Füße bekommen und mit ihrer Unterstützung für die Ukraine nachlassen. Wer Hilfe verspricht, darf gerade nicht nur so viel geben, dass keiner verhungert. An mangelnder Unterstützung ist letztlich auch die Sommeroffensive gescheitert. Als Erfolge zu sehen waren, wurden die Lieferungen gedrosselt. Ich habe auch jetzt wieder das Gefühl, dass der Westen plötzlich wieder Angstzustände bekommt, weil die Ukraine bis Kursk erfolgreich war. Er beginnt, den Ukrainern den Teppich unter den Füßen wegzuziehen. Das spielt Russland in die Hände. Eine Position der Schwäche fordert immer den Aggressionstrieb heraus.<
Buike-Kommentar: Reisen bildet, sagt man sprichwörtlich, also auch Reisen in die Ukraine. Aber Reisen in ein Kriegsgebiet werden erst dann besonders erkenntnisfördernd ertragreich, wenn man als Österreicher zum Beispiel einen strategischen Grundkurs an der Theresianischen Militärakademie absolviert hat – oder sich als Militär-Dilettant selber weitergebildet hat. Immerhin wurde offenbar bemerkt, daß es an sich ein Unding ist, wenn eine angebliche Waffen-Freundschaft sich dadurch ausdrückt, daß MILITÄRISCHE FEHLER VON ANFANG AN – meinetwegen auch mit der Begründung von “hybrider Kriegführung” – gemacht werden, insbesondere solche Fehler, die man im Mittelalter, als man noch nicht derartig um die Ecke gedacht hat wie im Ukraine-Krieg, als HOCHVERRAT BEWERTET hätte. Eine Armee OHNE LUFTSCHIRM und manchmal auch ohne ausreichende oder passende Munition zum TODSICHEREN STERBEN zu schicken, ist schon eine arge Sauerei – “unter Freunden”??? Oder? Technische Gegenfrage: Wieviel 1000 Liter Wein braucht man, um die Truppen derartig besoffen zu machen, daß sie auch ohne Munition losziehen? Die Formulierung ist NICHT SPASSIG gemeint, denn GENAUSO hat mir das ein deutscher Kriegsteilnehmer des 2. Weltkriegs von den LETZTEN Tagen in Frankreich erzählt, wo also auch genug Wein vorhanden war.
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(FRAGE) >Ist Deutschland ein verlässlicher Partner für die Ukraine?<
(ANTWORT) >von HabsburgNein, ich glaube nicht, dass Deutschland ein verlässlicher Partner ist. Aber es ist ein extrem wichtiger, vor allem wirtschaftlicher Partner für die Ukraine. Der zweitwichtigste nach den USA. Die Problematik ist eben, dass man sich in vielen Fällen nicht unbedingt auf das verlassen kann, was von Deutschland zugesagt wird. Auf der einen Seite ist die Ukraine sehr froh über einen Verteidigungsminister und eine Außenministerin, die klare Aussagen machen. Aber wenn das Ganze dann durch den Bundeskanzler hintertrieben wird, ist das ein Problem.<
Buike-Kommentar: Ich glaube, man muß Mitleid mit dem deutschen Bundeskanzler haben, der nämlich ANGLOAMERIKANISCHEN BEFEHLEN GEHORCHEN MUSS – sogar dann, wenn er rein privat als deutscher Sozialdemokrat ganz andere Präferenzen hat!
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(FRAGE) >Wie ist die Stimmungslage für die Ukraine-Hilfe in Deutschland angesichts des Erstarkens extremistischer Kräfte?<
(ANTWORT) >von Habsburg Insgesamt noch gut. Weil wir alle wissen, dass die Ukraine für uns den Kopf hinhält. Und doch kommen Ängste auf. Es geht nicht allein um die Ukraine. Die westliche Ideologie der Freiheit soll vernichtet werden. Wenn die Ukraine fällt, ist es nur ein erster Schritt für Russland und dann geht es um die baltischen Staaten, um Moldawien und auch um Polen. Schließlich hat die Ukraine ein sehr erfolgreiches Modell geschaffen mit westlicher Orientierung und europäischer Ausrichtung. Das stellt für das russische System mit seinem sowjetischen Hintergrund eine Bedrohung dar. Deshalb wurde von Putin der Schritt unternommen, die Ukraine zu eliminieren und zu einem Vasallenstaat nach dem Vorbild Weißrusslands zu machen.<
Buike-Kommentar: Ich vestehe nicht: WELCHE EXTREMISTISCHEN KRÄFTE? Linke oder NAZIS? Hier in Deutschland oder in der Ulraine? Ich verstehe nicht: WER EXAKT soll hier “eliminiert” werden: eine westeuropäische Ukraine oder ein EURASISCHES RUSSLAND? Ich vestehe nicht: Die (Selenski-)Ukraine ist ein “erfolgreiches Modell? Aber FÜR WEN? Für Blackrock und George Soros, die 71 % des ukrainischen Ackerbodens kontrollieren oder für Joe-Biden-Family, die eventuell bis zu 30% des ukrainischen Erdgas-/Erdöl-Geschäftes kontrolliert – siehe Burisma-Skandale???
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(Frage) >Wie sehen Sie Ihre Rolle?<
(Antwort) >von Habsburg Ich glaube, dass man sich in gewissen Konflikten engagieren muss. Dazu gehört es auch, vor Ort zu sein und Solidarität zu zeigen. Ich möchte die Politik überzeugen, das gemeinsame europäische Verständnis zu vertreten. Dazu gehört – gerade in diesen Zeiten der Kriege und Krisen – eine europäische Außenpolitik. Die Europäische Union braucht ein wirkliches Außenministerium und auch ein Verteidigungsministerium mit einer entsprechenden Struktur und Doktrin. Wir leben in der Beziehung geistig, gerade was unsere Sicherheit anbelangt, nach wie vor kurz nach dem Zweiten Weltkrieg und haben uns nicht mehr wirklich weiterentwickelt. Wir brauchen eine Struktur, die handlungsfähig ist. Und um handlungsfähig zu sein, braucht es gewisse Institutionen, die auch schnell handeln können. Dafür muss in gewissen europäischen Institutionen das Prinzip der Einstimmigkeit fallen.<
Buike-Kommentar: Und schon wieder fallen die Stichworte, die schon seit 80 Jahren nicht geklappt haben: “Europäisches Aussenministerium” und “Europäisches Verteidigungsministerium”. Nach meinen Informationen ist aktuell etwas ganz anderes unterwegs: Die USA haben NEUE und STARKE Stützpunkt-Positionen bezogen im Kosovo (Camp Bondsteel) in Rumänien (5-7 Stützpunkte?) in Bulgarien und in Ungarn (und auch weniger massiv in Polen). Ausserdem haben Briten (und etwas weniger die Franzosen) seit Jahren ein NEUES NETZ BILATERALER VERTRÄGE in Europa installiert – OHNE Europäische Union und OHNE NATO. Anders gesagt: NIE WAR EIN EUROPÄISCHES VERTEIDGUNGSMINISTERIUM UNWAHRSCHEINLICHER AS HEUTE. — Wie soll ich höflich sagen: Wir hatten eben den ERSTEN Habsburger-Rudolf und kommen jetzt zum letzten Habsburger-Rudolf: Brigitte Hamann hat ein ganzes Buch geschrieben über die Denkschriften des letzten regulären österreichisch-habsburgischen Thronfolgers Rudolf, dessen Titel ich hier jetzt einfügen möchte, weil er mir so ungemein passend erscheint. Dieser Buchtitel aber lautete: MAJESTÄT, ICH WARNE SIE! Und wovor warne ich hier: Well, Ladies and Gentlemen: Ich Warne vor TRÄUMEREIEN, und ganz besonders vor solchen Träumereien die KOLLIDIEREN mit den REALITÄTEN, die auf dem SCHLACHTFELD HART und UNERBITTLICH neu geschrieben werden! — Hamann, Brigitte: Kronprinz Rudolf “Majestät, ich warne Sie”; München, Zürich: Piper pbk 1987 – Wien: Amalthea hardcover 1979
Ich darf abschliessend vor einem noch viel schlimmeren TRAUM warnen: WENN ES IN EUROPA KEINE RELIGION MEHR GEBEN WIRD, dann KANN es DEFINITIONSGEMÄSS auch kein “SAKRALES KÖNIGTUM” mehr geben, was jedoch nicht ausschliesst, daß sich der alte Hochadel zu Unternehmern weiter entwickelt! Wie soll ich sagen: In den letzten Tagen seiner Haft bei den bolschewistischen Sowjets verwandelte sich der Russische Zar Nikolaus II. sogar zu einem BAUERN, der seine familie von einem eigenen Stückchen Land ernährte und zusammen mit seinem Sohn dicke Holzstämme für Brennholz durchsägte – was man fast gar nicht GLAUBEN kann.
zwei heilige Neumärtyrer beim Holzsägen – Zar Nikolaus II und Zarewitsch Alexeij
Wir müssen Erdogans Einmarsch-Drohung gegen Israel leider ERNST nehmen, weil die Türkei die Welt kürzlich überrascht hat, daß sie TATSÄCHLICH türkische Truppen nach LYBIEN geschickt hat – von den kleineren Truppen-Entsendungen nach Nordzypern und Nord-Syrien ganz zu schweigen.
Ich mache eine Eintragung ins “HISTORISCHE TAGEBUCH” – weil mit einer türkischen Intelligentsia, welche von OSMAN REVIVAL träumt, KÖNNTE TÜRKISCHER ANGRIFF auf Israel EINES TAGES tatsächlich PASSIEREN – genauso übrigens wie Krieg mit Griechenland (wenn Griechenland die Seegrenzen von 6-Meilen auf 12-Meilen AUSDEHNT, denn dann gäbe es keine TÜRKISCHE Seeroute vom Bosporus ins Mittelmeer …) Eine Frage bleibt ungeklärt: Werden türkische Aktionen der beschriebenen Art RUSSLAND kalt lassen? Wenn nein, dann haben wir AB HEUTE den nächsten Schritt zum APOKALYPTISHEN Krieg!
In der Schlacht bei Liegnitz am 9. April 1241 (nicht zu verwechseln mit Schlacht bei Liegnitz 1760) und zwei Tage später, am 11.April 1241, in der Schlacht bei Muhi (manchmal Schlacht bei Gran genannt und nicht zu verwechseln mit Schlacht bei Gran / Esztergom 1685) besiegten zwei mongolische Heerführer – darunter SABUTAI, zuerst sozusagen Generalstabschef des Dschings Khan – fast ZEITGLEICH zwei grosse europäische Heere in Schlesien und in Ungarn – und stoppten danach ihren gewaltigen Tartarensturm oder Mongolensturm und zwar aus MILITÄRISCHER Einsicht und ohne diese 2 vernichtenden Siege auszunutzen, wie Liddell Hart darlegt.
Aber jetzt, in 2024 sind es CHINESEN, die es bis nach MINSK geschafft haben für ein Manöver bei Brest(-Litowsk). (Chinesische Kriegsschiffe waren kürzlich auch zu Besuch in St.Petersburg und haben also die gesamte Ostsee /Baltic Sea durchquert.
Und wenn Chinesen heute bis Brest kommen, dann kommen sie eventuell morgen oder übermorgen auch bis zum Irak oder in eine andere EURASISCHE Konfliktzone.
Unklar ist mir, was das chinesische Militär bis nach Belarus gelockt hat: War es die weite Voraussicht der europäischen Generalstäbe des Ersten und Zweiten Weltkrieges? Oder sollen wir vielleicht vermuten, daß GOTT die Chinesen als WERKZEUG ausgewählt hat, damit die Apokalypse PÜNKTLICH stattfindet??
Ich wußte das gar nicht: Der Pianist Justus Frantz – Organisator des Schleswig-Holstein-Musikfestivals – hat erfrischende Ansichten in Sachen der hohen Diplomatie. Wenn ich richtig verstanden habe, meint Justus Frantz in St. Petersburg: beim “Petersburger Forum”: Diplomatie ist die Kunst, miteinander zu reden – und nicht wie aktuell in Deutschland “wie eine Marktfrau zu keifen”, die noch dazu “eigentlich alle beleidigt”. Justus Frantz meint ausserdem: Nicht nur kann man nicht miteinander reden, wenn man ständig andere beleidigt, sondern echte Diplomatie benötigt eine VERTRAUENSBASIS – zum Beispiel besonders sogar mitten im Krieg.
Vielleicht darf ich noch einen Schritt weiter gehen und ergänzen, was in Versailles (1919ff) und bei den Botschaftern einer befreundeten Macht, die ich nicht nennen darf, gar oft fehlte: Es ist UNGEMEIN HILFREICH – wenn man zwecks der “Kunst der Conversation” LANDESKENNTNISSE besitzt, Geographie und Geschichte des Gastlandes kennt – und womöglich auch noch die SPRACHE des Gastlandes spricht.
Wer mir nicht glauben will: Die sozusagen fröhliche geographische Unbekümmertheit der Herrenmenschen von Versailles kann man selber nachlesen in: Hentig, Hans von: Der Friedensschluß. Geist und Technik einer verlorenen Kunst, München: dtv 1965 – Kapitel “Unkenntnis der Geographie” S. 213f – Man kann die geographische Unkenntnis von Versailles 1919f auch bis heute erkennen: Überall, wo man heute auf Landkarten von Nordafrika und Syrien, Irak, Jordanien zum Beispiel LANGE GERADE LINIEN findet, hat man einfach das LINEAL benutzt – und sich um irgendwelche geographischen oder sonstigen Details ÜBERHAUPT NICHT GEKÜMMERT.
Wie soll ich sagen: Solcherlei Erwägungen funktionieren selbstverständlich gar nicht, wenn man es mit “bevollmächtigten pleni-potentiary Botschaftern” vom Schlage des Maurice Paleologue zu tun hat, der entgegen seinen eigenen Vermutungen sehr wahrscheinlich nicht vom byzantinischen Kaisergeschlecht der Palaiologen abstammte, sondern aus einer rumänischen Flüchtlingsfamilie kam, und die ARBEITSMETHODE hatte, seine BERICHTE an den Quai d’Orsay – das damalige französische Aussenministerium in einem ehemaligen Bahnhof – schon VOR seinen Gesprächen mit hohen Vertreten der zaristisch-russischen Seite zu verfassen, und danach nicht zu ändern – unter anderem aus dem hochnäsigen Grunde dem, daß er meinte, Realitäten, die NICHT SEINEN Voraus-Berichten folgen wollten, seien unerfreuliche Realitäten, welche infolgedessen gar nicht erst berücksichtigt werden weder sollten noch müssten.
Nur wenige Zeit später nach Maurice Paleologue in St. Petersburg wurde die deutsche Machtelite ganz besoffen von Nietzsches “Übermenschen” und von Arthur Schoppenhausers: “Die Welt als Wille und Vorstellung”, in welch letzterem ebenfalls das Verhältnis zwischen REALITÄT und PHANTASIE im Felde der MACHT nicht nur behandelt, sondern auch gerne schon einmal gründlich mißverstanden wird, und zwar aus dem einfältigen Grunde dem, daß man die METAPHORISCHE und POETISCHE Handhabung von Sprache und Denken ÜBERTREIBT, bis sie zu “geistigen Bauchklatschern” und philosophischer Unbrauchbarkeit führt. Im Beispiel: Man spricht elegant sein wollend vom “Traum Brahmas” und dem “Schleier der Maya”, vergisst aber gewöhnlich zu erwähnen, daß “menschliche Realitäten” aus echtem Blut und echten Knochen bestehen.
Man kann derlei Sprach-Kapriolen vermeiden , indem man Rhethorik lernt — welche in römischer Zeit einmal eine durchstrukturierte WISSENSCHAFT war – und keineswegs eine bloße Wort- und Sinnverdreherei -, welche jedoch meines Wissens von aktuellen deutschen Curricula und Stundenplänen staatsoffiziell gar nicht geschätzt wird.
Kurz und gut: Bis sich die “wohl-temperierten” – “Temperatur” in der Musik sind gewisse Fehlerausgleichsverfahren, damit Töne keinen “schiefen Höreindruck” verursachen – Einsichten des Justus Frantz wieder durchsetzten werden, werden wir alle noch ein wenig ERTRAGEN müssen, was aktuell in der deutschen Diplomatie für “chic” gehalten wird. Allerdings vermute ich, daß eine PERFIDIE im Spiele ist, welche Justus Frantz eventuell nicht ganz deutlich geworden ist: Die aktuelle deutsche Aussenministerin wurde BEWUSST AUSGEWÄHLT und INSTALLIERT vom diplomatischen Apparat des deutschen “Aussenamtes” – wo sich – rein zufällig – bis heute deutscher Hochadel tummelt – und diese Herrschaften WUSSTEN GENAU, WAS SIE TATEN, WEIL SIE BESTIMMTES WOLLTEN!
Aktuell lacht die Welt, wenn wieder einmal ein Detail bekannt wird von den Kosmetikrechnungen der aktuellen deutschen Aussenministerin oder von der neuesten Kostprobe ihres “persönlichen Sprachstils”. Was nun das Erste angeht – die kosmetischen Stylingkosten – bin ich als Mann offenbar genetisch nicht ausreichend ausgestattet, um das wirklich zu verstehen. Und was das Zweite angeht – den “persönlichn Sprach- und Gedankenstil”, so fühle ich mich wenig aufgelegt, in den Chor der Spötter einzustimmen, denn diese übersehen, daß es eines gewissen heroischen Drives bedarf, um TROTZDEM allfällige Amtspflichten zu erfüllen.
Womit ich aber nicht gesagt haben will, daß es in Deutschland keine anderen Auswahlmöglichkeiten mehr gibt!
Wie dem auch sei: Ich bin schon mit halbem Ohr beim “Sommernachtskonzerts aus Schönbrunn”, Wien – und hoffe, mit der gütigen Erlaubnis des Publikums, dafür Urlaub nehmen zu dürfen.
Das “Wunder des Heiligen Feuers” gibt es wahrscheinlich schon seit 2000 Jahren am ORT des Grabes Jesu und seiner Auferstehung von den Toten in der heutigen “Kirche des Heiligen Grabes” in Jerusalem, und zwar PÜNKTLICH zum Termin des GRIECHISCH-Orthodoxen Osterfestes und NACHDEM der griechische Patriarch von Jerusalem ein GEHEIMES Gebet gesprochen hat, das er von seinen Vorgängern gelernt hat.
Ich bringe davon eine Ausarbeitung von Autor Nils Hvidt, OP, Citta del Vaticano, in ENGLISCH und in DEUTSCH.
Das VERBLÜFFNDE freilich ist: Dieses Wunder ist auch in ROM – und anderswo – GUT BEKANNT – aber man spricht nicht darüber. Vielelicht könnte man sagen: Selbstverständlich bestreite keiner, daß 1+2=3 – aber ich spreche nicht darüber und ich AKZEPTIERE das ERGEBNIS nicht, EGAL wie KORREKT es sein mag oder nicht! Kann man so machen, obwohl sich fragt, was das soll. Die ORTHODOEN Leute aber rufen sich gegenseitig am Ostertag an, “ob das Wunder in Jeruslame” schon da ist – und wenn es da ist, dann wird es – nach 1990 – in alle Hauptstädte der orthodoxen Länder gebracht und dort mit “militärischen Ehren” wie bei einem Staatsempfang begrüsst und bejubelt. Und na klar: ORTHODXE KINDER haben in diesem Punkte OFT einen INFORMATIONSVORSPRUNG …
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Attached is a short historical sketch on the subject covering approx. 2000 years with WRITTEN SOURCES on “Holy Fire”, as elaborated and collocated by Nils Hvidt OP Vatican . The STORY started of course with the CRUCIFIXION of Jesus Christ and his BURIAL PLACE, which Emperor Constantine, the Great, united under the roofs of the famous church “Holy Sepulcre” in Jerusalem – but only after his mother, Helena, in old age had collected REMAINS from life-times of Jesus Christ, which she found in GREAT NUMBERS. Emperor-mother St. Helena not only spotted the “wonder of Holy fire”, but in the geolocation of the later church “Holy Sepulcre” found GREAT PIECES of the CROSS OF JESUS CHRIST. It however was a PAGAN ROMAN EMPEROR, who after the desaster and defeat of 70 AD under Roman Commander TITUS (son of Vespasian, who after suicide of NERO became himself Roman Emperor), “re-decorated” the temple plateau with ROMAN ARCHITECTURE and TEMPLES and built a temple AT THE PLACE of the “crucifiction of Jesus Christ”, for to block out the VENERATION of the place by first Christians. The RUMORS however did not cease totally, that the WONDER OF THE HOLY FIRE started and remaind there RATHER CLOSE TO THE DATE of RESURREXTION of JESUS CHRIST.
The PROCEDURE of the Wonder TODAY is, that within the Church of Holy Sepulcre, the is a smalle “chaper-similar” AEDICULUM built DIRECTLY over the BURIAL PLACE and therefor over the PLACE OF RESURRECTION of Christ. In this small building ONLY the GREEK-ORTHODOX PATRIARCH of Jerusalem at the DATE of the GREEK-Orthodox Pascha-festivity, will be allowed entry – but only after a THOROUGH SCRUTINY of his clothes and body. Indeed the Greek Partriarch finally will be in his priestly “under-wear” – and only now may enter – for to speak a SPECIAL PRAYER, that UNCHANGED CAME DOWN TO HIM by his predecessors – and only AFTER that the SPREADING of a STRANGE “Fire from above”, that will NOT BURN or VIOLATE, will start and lit a bundle of candels in the hands of the Patriarch, who now ill come outside to spread the “LIGHT”.
This EVENT especially AFTER 1990 is spread in news ALL OVER the ORTHODOX COUNTRIES of this GLOBE – and the “fire” brought with planes to the capitals of those Orthodox countries, where it will be greated with a GREAT STATE CEREMONY with soldiers under amrs, the “reception with military honors”. And when in the evening of Easter-Vigil the people are meeting for worship, lots of them are privately INFORMED, that the Wonder of Holy Fire took place in THIS CURRENT again – which by all Orthodox Faithful is “understood” and “interpretated” as STRONG ARGUMENT, that SOME OF CHRISTIAN CORE “beliefs” have a MIRACOLOUS CONFIRMATION, that NOT REALLY can be debated!: WHATEVER DISBELIEVERS or NON-CHRISTIAS debate in the CHRISTIAN COMPLEX, THIS WONDER ITSELF as such cannot be debated – even not today, when some superintelligent Jesuits – and perhaps people from advanced physics in Russia – have started, to DEVELOP a “plasmaphysical” EXPLANATION.
I may say, it may occur, the ADDITIONAL “wonder”, that HARD SCEPTICISM and MILITANT ATHEISM inexplicably CANNOT “accept” this wonder, which hoewever is the source INCREDIBLE JOY among Orthodox Christians – that may have an intensity displayed especially by the Coptic Christians of ETHIOPIA and EGYPT, coldblooded Europeans NEVER HAVE SEEN BEFORE!
Zitat 1: > > Das Team um Nader Rifai vom Boston Children’s Hospital und Harvard Medical School hat zwei Haarsträhnen Beethovens (siehe Box) analysiert und sehr hohe Schwermetallkonzentrationen nachweisen können. So fanden die Forschenden das 13-Fache des normalen Gehalts an Arsen und das Vierfache des typischen Gehalts an Quecksilber im Haar vor. Zudem stiessen sie auf enorme Bleiwerte: Die eine Strähne enthielt 380 Mikrogramm Blei pro Gramm Haar, die andere 258 Mikrogramm Blei. Normal wären etwa vier Mikrogramm pro Gramm Haar. < <
Zitat 2: ORIGINAL SOURCE OF NEW ANALYSIS: High Lead Levels in 2 Independent and Authenticated Locks of Beethoven’s Hair – authors: Rifai, Nader / Meredith, William / Brown, Kevin / Erdahl, Sarah A. / Janetto, Paul J. – , , , , (in) Clinical Chemistry, hvae054, https://doi.org/10.1093/clinchem/hvae054 Published: 06 May 2024 – pdf-file (URL ist kryptographisch und sehr lang) — die Studie wurde durchgeführt am Boston Children’s Hospital und an der Harvard Medical School
Zitat 3: > > Eine im März 2023 im Fachjournal «Cell Biology» veröffentlichte Studie, in der «nahezu sicher authentische» Haarsträhnen analysiert wurden, kommt dagegen zu dem Schluss, «dass Beethoven definitiv nicht an einer Bleivergiftung gestorben ist», wie Wilson auf Oeaw.ac.at sagt. Die Studienautoren selbst hielten fest, dass Beethoven «eine genetische Veranlagung für Lebererkrankungen hatte». Weitere Analysen hätten zudem gezeigt, dass der Komponist «zumindest in den Monaten vor seinem Tod an einer Hepatitis-B-Infektion litt». Zusammen mit der genetischen Veranlagung und seinem weithin akzeptierten Alkoholkonsum lieferte dies plausible Erklärungen für Beethovens schwere Lebererkrankung, die in seinem Tod gipfelte. < < — ORIGINAL SOURCE: Genomic analyses of hair from Ludwig van Beethoven – Tristan James Alexander Begg / Axel Schmidt / Arthur Kocher / Robert David Attenborough / Toomas Kivisild / Johannes Krause — 03/2023 (Elvesier Publisher) – DOI: https://doi.org/10.1016/j.cub.2023.02.041 — pdf-file
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Ultrakurze Zusammenfassung:
Beethoven hatte ungewöhnlich HOHE Konzentrationen von Quecksilber, Arsen – aufgenommen eventuell durch belastete Fische aus der Donau – und Blei – aufgenommen durch “Bleisalz” in Wein und Weinkorken – im Körper, und zwar möglicherweise schon ab seinem 20. Lebensjahr. Aber gestorben ist er daran nicht, sondern todesursächlich war a) eine genetische Prädisposition für Lebererkrankungen und b) eine Hepatitis B Infektion kurz vor seinem Tode. Ich ergänze aus anderen Quellen, die ich vergessen habe: Beethoven soll eine TYPISCHE “Säuferleber” (Befund: Leberzirrhose) gehabt haben – was wir wissen, weil Beethoven seinen Körper nach seinem Tode der Forschungs testamentarisch zur Verfügung gestellt hatte. Beethoven soll einen Weinkonsum von mindestens 1 Liter pro Tag gehabt haben. Das NEUE ARGUMENT, eine SCHWERMETALLVERGIFTUNG mit extremen Arsen-, Blei- und Quecksilberwerten habe Beethovens Taubheit VERURSACHT, ist mir neu. (Bislang hatte man SPEKULIERT, daß eine SYPHILIS für die Taubheit ursächlich gewesen sei – aber Syphilis als “zeittypische Kavaliers-Geschlechtskrankheit” scheint heute nicht mehr haltbar zu sein.)
Hochbeete – Übung deutscher Besinnungaufsatz mit ökonomischem Menschenverstand – (Kategorie: Russia Today RT DE, Der tägliche Wahnsinn)
In einer deutschen „kleinen Gross-Stadt“ (Kategorie 150.000 Einwohner) mit 2 grossen halb-staatlichen oder „staatlich administrierten“ Wohnungsanbietern flattert mir in Mai 2024 ein Brief auf den Schreibtisch, wo ich folgendes geschrieben finde:
Zitatanfang „Modernisierungen im bewohnten Zustand sind leider immer eine grosse Belastung …. Die Aussenanlagen wurden ebenfalls umgestaltet und bieten nun eine ganz neue Aufenthaltsqualität. Auf mehrfachen Wunsch wurden hier auch sechs grosse Hochbeete für gemeinschaftliches Gärtnern aller Nachbarn … aufgestellt. Sehr herzlich möchten wir Sie nun einladen, diese Hochbeete gemeinsam mit Ihren Nachbarn zu bepflanzen und zu bewirtschaften. Am … (Tag X) möchten wir mit professioneller Unterstützung durch Acker-Coaches im Rahmen eines Kick-Off-Pflanzworkshops Jungpflanzen und Saatgut in die Hochbeete … einbringen. Für alle Nachbarn, die Spaß am gemeinschaftlichen Urban Farming haben, werden über das Jahr hinweg mehrere weitere Ackersprechstunden und Workshoptermine zu Pflege, Ernte und Saatgutgewinnung angeboten.“ Zitatende
Bevor wir hier intellektuell weitermachen können, benötigen wir eine Veranschaulichung, was ein Hochbeet ist und welcher Typ Hochbeet hier gemeint ist, denn wir haben ja in Deutschland angeblich Kinder in Großstädten, welche tatsächlich einer bekannten Schokoladenwerbung GLAUBEN und Milchkühe für lila halten.
pics: Hochbeete in Edelrost-Optik, Preisklasse 400,00 – 800,00 Euro
Damit es hier nicht zu böswilligen Mißverständnissen kommt, sollte ich erwähnen, dass die Modernisierungsmassnahmen SEHR EFFEKTIV waren und zum Beispiel den ENERGIEVERBRAUCH bei Heizungen SEHR DRASTISCH gesenkt haben, was aber nur teilweise eine Geld-Ersparnis für die Mieter gebracht hat, weil inzwischen die Energiepreise pro Energie-Einheit erheblich verteuert wurden, wofür aber die Wohnungsgesellschaft nichts kann, nicht verantwortlich ist.
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Bereits jetzt haben wir ein ENTSCHEIDENDES Problem gefunden: Liebes Publikum, wieviel Salatköpfe Radieschen & Co. muss man vermutlich ernten, bevor man den KAUFPREIS für diese Art von Stahl-Hochbeeten und die Baukosten für deren Umrandung mit einem stabilen Plattenweg und einen plattierten Zuweg „verdient“ hat, bevor sich 400,00-800,00 Euro plus Aufstellungs und Wegebaukosten „amortisiert“ haben, sich „bezahlt gemacht“ haben? Ich verrate eine mögliche SCHÄTZLÖSUNG: Wenn wir einen Einkaufspreis nehmen pro Grün-Salatkopf von 1,00 Euro (was manchmal optimistisch sein kann), dann brauchen wir für ein Hochbeet mit Stahl-Edelrost mit 400,00 Euro Materialkosten plus mindestens 1000,00 Euro Aufstellungs- und Baukosten 1400 Salat-Köpfe Ernte.
Das nächste Problem ist jetzt auch schon klar: Gesetzt den irrealen Fall, jemand könnte diese Erntemenge schaffen, käme gleich als nächste Frage, wer das essen soll oder verkaufen soll? Ich rechne ganz grob (diesmal mit etwas realistischeren Zahlen): 3 Hochbeete 1200,00 Euro plus 1500,00 Baukosten = 2700,00 Euro ENTSPRECHEND 2700 Salatköpfe zu verteilen auf 1 Wohnblock mit 2 Eingängen je 12 Wohnungen, Appartments, je 2 Bewohner = gesamt 48 Personen, was gerundet 56 Salatköpfe pro Person macht.
Jetzt, Ladies and Gentlemen, kommt als nächstes die wissenschaftliche Analyse-Abteilung des städtischen Klärwerks, welche genau sagen kann, welche Rauschgift-Konsummengen in einer Stadt anfallen und der GARANTIERT auffällt, wenn plotzlich aus einem bestimmten Abwasserkanal-Sektor GRÜNGEFÄRBTE Menschen-Fäkalien angeliefert werden: Da müsste dann jemand ANRUFEN und ERKLÄREN, dass es DIESMAL „harmlos“ ist und okay.
Mein Zwischenergebnis bis hierher ist: Mit grosser Wahrscheinlichkeit sind die hier in einem konkreten Wohnblock aufgestellten 3 Edelrost-Hochbeete ein FINANZIELLER TOTALVERLUST: Kein Kaufmann – jedenfalls kein „hanseatischer Kaufmann“ – , der bei Verstand ist, würde da Geld investieren, das er GARANTIERT NIEMALS wiedersieht! (Klammer auf: Eine Ausnahme wäre denkmöglich. Ein Kaufmann würde VERLUSTE eventuell gegenrechnen mit anderen Einnahmen aus profitablen Geschäften , nämlich zwecks VERMINDERUNG DER STEUERLICHEN ABGABELAST, wobei ein solcher Kaufmann aufpassen müsste, dass er nicht aus Versehen in den Bereich strafbarer „Steuervermeidung“ und „Steuerhinterziehung“ hineingerät. Klammer zu!)
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Wir könnten jetzt bereits fertig sein, wäre mir nicht aufgefallen, dass wahrscheinlich die MEISTEN Menschen HEUTE das Wort “Hochbeete“ nur sehr selten GEHÖRT haben und noch viel seltener reale Hochbeete GESEHEN haben. Ich selbst zum Beispiel könnte jetzt nicht aus dem Stehgreif sagen, wo ich das letzte mal in der Praxis ein Hochbeet in „action“ gesehen habe. Ich habe allerdings so eine nebelhafte Vermutung, dass Hochbeete „früher einmal“ öfter vorkamen in Regionen mit KLEINTEILIGEN GARTENBAU-Tradtionen und sogenannten „Obstwiesen“, wovon es noch Reste geben KÖNNTE irgendwo in Baden-Württemberg zum Beispiel und vielleicht – ich weiss das einfach nicht – in den neuen Bundesländern im Osten.
Weil ich fertig machen muß, mache ich es jetzt kurz und schmerzlos: Hochbeete sind NORMALERWEISE oder TRADITIONELL NIE AUS STAHL mit EDELROSTOPTIK! Ja, HOPPLA! Ausserdem sind Hochbeete eine VERFRÜHUNGSTECHNIK (zum Beispiel in ungünstigen Klimaten in Deutschland und England) und Hochbeete schonen den Rücken und die Knie, welche im professionellen Gartenbau immer zu leiden haben.
Aber worauf ich hier hinaus will, ist etwas anderes: Hochbeete sind TRADITIONELLERWEISE mit STEIN-Umrandung oder mit HOLZ-Umrandung; sie haben ausserdem im Innern einen Mehrschichten-Aufbau, ganz unten zum Beispiel kleine Zweige (wegen Entwässerung), dann al gusto Kies-ähnliche Schicht (wegen Entwässerung) , dann Abfall-LAUBSCHICHT (die verrottet und WÄRME liefert und schliesslich HUMUS) und nur in den obersten Schichten Ackererde und vor allem HUMUS. Und wem es Spass macht, der kann auch noch ein DACH auf das Hochbeet setzen, damit noch mehr WÄRME gespeichert wird.
pic: gekauftes Holz-Hochbeet mit „Gewächshaus-DACH“.
Man kann heute auch Stein- und Holz-Hochbeete kaufen, natürlich für viel Geld.
pics: Hochbeete in TEURER Holz-Umrandung a) halbe „Holz-Stämmchen“ b) gezimmerte Holz-BRETTER, beides entsprechend TEUER
pics: gekaufte „Stein-Umrandungen“ für Hochbeete a) zugekaufte Natursteine mit gewolltem speziellen Farbton, b) zugekaufte geglättete, bearbeitete Steine, entweder gemauert oder ohne Mörtel geschichtet
Aber ich selbst habe nicht nur Zertifikatskurs Garten-/Landbau und darf mich nennen (für die tarifliche Entgelteinstufung) „angelernter Facharbeiter“, sondern ich ERINNERE mich, dass der Bau von Hochbeeten FRÜHER EINMAL so gut wie GAR NICHTS GEKOSTET hat: Für die Umrandung konnte man selbst gefundene Steine zu einer Trockenmauer schichten oder aber den Nachbarn mit einem Hofwald fragen, ob man vom letzten Baumfällen die ÄSTE haben dürfte. Klammer auf: Äste an den Ecken in Blockhaus-Bauweise überstehend aufeinanderlegen und vorher Kerben sägen oder mit Axt schlagen. Klammer zu!) Und wer unbedingt LUXUS haben wollte, hat sich ein „Dach” gebaut aus ALTEN FENSTERN oder Türen (mit Holzrahmen und Glas), würde aber heute eventuell auch FOLIE nehmen.
pic: das sieht aus wie eine KOSTENLOSE Stein-Trockenmauer, wo man allerdings ordentlich Steine schleppen musste
Zwischenergebnis bis hierhin: Das TRADITIONELLE Hochbeet der süddeutschen Gartenbautraditionen (bis etwa 1970?) ist möglichst mit KOSTENLOSEN Materialien der „Umrahmung“ gebaut – Holz oder Stein – und der entscheidende „Trick“ ist, das man im Innern VERSCHIEDENE Naturmaterialien aufeinanderschichtet, nämlich zwecks WÄREMEERZEUGUNG durch „Verrottung“ (zum Beispiel von Laub) – aber ganz unten nicht vergisst, eine gescheite ENTWÄSSERUNG einzubauen. Solche traditionellen Hochbeete können 5 – 10 Jahre halten, müssen allerdings immer mal wieder zwischendurch hier und dort repariert werden, je nach Bedarf – weil sie nämlich zusammensacken.
Ich bin fast sicher: Hätte man in einer Wohnungsgenossenschaft, wo die Mieter auf dem Papier ABSTIMMUNGSRECHTE haben, dieses WISSEN über Hochbeete diskutiert, dann hätte eine intelligente Mieter-Versammlung DIESER EDELROST-Hochbeet-Lösung NICHT ZUGESTIMMT, das Geld dafür NICHT investiert – sondern womöglich am Würstchenstand verbraten und mit ordentlich Bier runtergespült und mehrere FLOTTE FESTE mit Germanenschwoof und Ringelpietz mit Anfassen feste gefeiert!
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Jetzt kommt eine etwas heikle Frage: Hand auf’s Herz, liebes Publikum, hätte IRGENDJEMAND aus dem obigen Text-Zitat mit ENGLISCHEN Wörtern und dem Sprachstil eines ACTIONGELADENEN SPORT-REPORTERS unter Hochspannung kurz vor dem finalen Adrenalin-Schock VERMUTEN können, dass Hochbeete „an sich“ ziemlich harmlos sind – außer dass man davon „sich die Hände mit Erde schmutzig macht“?
Ich muß noch etwas ergänzen, damit ich mich nicht der BÖSWILLIGEN VERHARMLOSUNG schuldig mache: Die Wohnblöcke, wo diese Edelrost-Hochbeete stehen, sind ungefähr zur Hälfte belegt mit einer Mieterschaft-Klientel aus ambulanten Patienten eines örtlichen Psychiatrie-Gross-Krankenhauses, gemischt mit einigen Rentnern und ebenfalls sehr gemischten Migranten – und diese Wohnblöcke liegen im Einzugsgebiet eines Hauptbahnhofsviertels, das sich langsam zu einer – staatlich tolerierten – Drogenzone entwickelt. Nebenbei: Von örtlichen Kleingartenanlagen weiss ich rein zufällig, dass man dort Schwierigkeiten hat, überhaupt noch deutsche oder sonstige Interessenten zu finden.
Alles das aber braucht niemanden nicht wirklich zu tangieren – nämlich solange diese Hochbeete und die neu hübsch zurechtgemachten Wohnblock-Fassaden VON OBEN „schöne Bilder“ ergeben, denn rein zufällig, habe ich soeben von einem städtebaulichen Vorzeigeprojekt gesprochen, wo von weit her Besucher im Hubschrauber kommen, um dieses Stadtviertel-WUNDER – wo natürlich die Landesregierung mitmischt – zu bestaunen!
Ich selbst habe übrigens Deutschlandticket und kann an der angekündigten „Bepflanzung eines Hochbeetes mit Bierstand und Grillwürstchen“ deshalb NICHT teilnehmen.
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Zum Schluß darf ich eine RÄTSELFRAGE stellen: WER hat vermutlich an diesem Metall-Hochbeete-Projekt verdient? Na klar, der Metallkasten-Produzent und die Firma, wleche die Gehwegplatten gelegt hat.. Und jetzt sehen wir doch noch etwas GUTES, denn dadurch hatten die Metall-Arbeiter ARBEIT und sind nicht so schnell arbeitslos geworden wie andere! Hola! Man mißverstehe aber diese Bemerkung nicht als SPASS: Wir haben Statistiken, dass Bau-Märkte mit Garten-Centern selbstverständlich MASSIV profitabel sind – egal welche Umweltpolitik gerade modern ist oder nicht. Ausserdem haben wir Statistiken, dass – stark reglementierte – deutsche Kleingärten nicht mehr dem ÜBERLEBEN der Menschen nach dem letzten Krieg dienen, sondern zu GROSS-ABSATZMÄRKTEN für Landwirtschafts-CHEMIE und für den Garten-Maschinenbau geworden sind – und die sollen angeblich PRÄCHTIG Geld verdienen. Ich kann mir allerdings nicht den Hinweis verkneifen: Wer TOMATEN schmecken will, wie sie FRÜHER einmal geschmeckt haben, der kann heute nach Rumänien fahren, denn da sind die Leute SO ARM, dass sie Gartenmaschinen und Landwirtschaftschemie gar nicht kaufen können und der PERDEWAGEN wieder „modern“ geworden ist.
Man ist zunächst etwas verunsichert über “Zikkurat in Iran”, denn Zikkurats hat der Bildungskonsument abgespeichert als Phänomen des Zweisromlandes zwischen Euphrat und Tigris, welches heute ungefähr abgedeckt wird durch die Grenzen des Staates Irak. Man atmet aber sozusagen sogleich wieder auf, wenn man feststellt, daß der IRANISCHE Zikkurat von Tschogha Zanbil in geographisch-morphologischer Hinsicht noch zum erweiterten MÜNDUNGSDELTA von Euphrat und Tigris gehört und ausserdem in historischer Zeit zu Staatenbildungen Mesopotamiens – und nicht der Perserreiche.
Damit bin ich hier schon fertig, denn es gibt einen Artikel in Wikipedia über “Tschogha Zanbil”, das erstens aktuell erforscht wird und zweitens bemerkenswert ist wegen eines überraschend guten Erhaltungszustandes, so daß man alte Strukturen besser erkennen und lernen kann.
Zitat: > > antik Dur-Untasch) ist eine mittelelamische Residenzstadt, die von König Untasch-Napirischa (Untasch-GAL) (1275–1240 v. Chr.), dem Sohn von Humban-Numena gegründet worden war. Die Stadt liegt ca. 40 km südöstlich von Susa (Schusch) in der Provinz Chuzestan des heutigen Iran. < < Zitatende
In der Epoche des Ukraine-Krieges von 2022 bis heute, 2024, darf ich auf einen weiteren historischen Hotspot hinweisen, auf den man nicht von selbst kommt. Es gib nämlich in der Nähe von Kiev eine Trypillia / Tripolje – Cucuteni – Kultur von geschätzt – eventuell – 20.000 Jahren Alter, welche KORRELIERT wurde mit dem ARATTA-Problem, das an sich bis heute ungelöst ist. Tripillia – Tripolje soll sogar Tibeter angelockt haben auf der suche nach dem Ort, von wo die Wanderung von Ur-Tibetern zum Himalaya begonnen haben könnte.
source 3: Das Geheimnis des Iran: Die antike Jiroft-Zivilisation blieb bis 2003 verborgen (English voice – links to Mesopotamia and to Aratta) ) – in youtube URL https://www.youtube.com/watch?v=yAvmOyS48Js
youtube-text: >> 1969 ereignete sich in dem sibirischen Dorf Rzhavchik in der Sowjetunion ein bemerkenswertes Ereignis. Tief unter der Erdoberfläche entdeckte ein Bergmann namens Iwan Karnaukhov einen 800 Millionen Jahre alten Sarkophag mit einer Frau darin. Die im Sarkophag liegende Schönheit wurde bald als Tisul-Prinzessin bekannt, wobei Tisul der Name des Bezirks ist, in dem das Dorf Rzhavchik liegt. Schließlich trafen die hochrangigen sowjetischen Beamten aus dem Bezirk ein. Begleitet wurden sie von KGB-Agenten. Nur sechs Monate nachdem der KGB den Sarkophag beschlagnahmt hatte, wurde das Dorf Rschawtschik von einer Welle des Unglücks überrollt. Die Tragödie schlug unerbittlich zu, angefangen bei Iwan Karnaukhov, dem Mann, der den Sarkophag der Tissul-Prinzessin entdeckt hatte. Sein Leben wurde durch einen schrecklichen Unfall beendet. Einen Monat nach seinem Tod ertrank ein Bergmann durch Ertrinken. Der einzige Überlebende dieser unheilvollen Ereignisse war der Geologe Vladimir Podreshetnikov, der enthüllte, dass die Entdeckung der Tisul-Prinzessin nicht die einzige ihrer Art war. Valery Malevanny, ein pensionierter KGB-Agent, erklärte, dass 1973 weitere Sarkophage entdeckt wurden. Diese Sarkophage wurden nach Moskau transportiert und auf ein Alter von etwa 200 Millionen Jahren geschätzt. <<
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Rshaftiik – Rajon Tilsu – Sibirian coalmine
Tilsu-findings in newspapers
Tilsu-princess – 1969 – estimated 800 million years – albino white skin – in pink liquid – phantasy-illustration
Tilsu princess in sarkophag – black-white photo
Tilsu-princess reconstructed from black-white-photo
2 other sarkophag-findings from 1973 – 200-million years estimated
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Short Abstract: 15. Sept. 1969 wurde in einem abgelegenen Kohlebergwerk – stillgelegt 1972 – im Ort Rschaftschik – Bezirk Tisul – in 70 Metern Tiefe ein Sarkophag – 2 m hoch – mit einer Frauenleiche gefunden, sehr weisse Haut, sehr blaue Augen, in einem Kleid aus seltsamem Material, in einer rosa-Flüssigkeit mit einem seltsamen rechteckigen (Metall?-)Kasten (“smartphone-ähnliches technisches Gerät?) neben dem Kopf. Ein Alter von 800 Millionnen Jahren wurde postuliert auf Basis der Überlegung, daß die umgebende Kohle vor 800 Millionen Jahren entstanden sein soll. Aber andere meinen, es seien “bloß” 50.000 Jahre. – Eine erste wissenschaftliche Analyse fand statt in Nowosibirsk. – – Die ganze Story resurfaced in 2002 – Artikel: “Die Frau, die 800 Millionen Jahre alt ist” – und wurde damals in Zeitungen – Zeitung “Arkaim” und Zeitung “Charkassia” – und in TV “Rossija 1” – aufgegriffen. — Beteiligt war ein Geologe . — Im Sommer 1973 wurden “in der Umgebung desselben Fundortes” 2 weitere alte Leichen gefunden, geschätztes Alter der SARKOPHAGE 200 Millionen Jahre – mündlich im TV bestätigt von Geologe Vladimir Podreshetnikov und von Valeri Malevanny, ehemals FSB-Generalmajor. Man hat das Gefühl. als ob man 1973 GEZIELT gesucht hat auf einer Insel in einem benachbarten See.
Kommt man nicht von selbst drauf: Aber in der Schweiz gibt es einen kleinen Friedhof für sowjetrussische Soldaten, welche bei Fluchtversuchen aus süddeutschen NAZI-Gefangenenlagern ums Leben kamen – und heute offiziell von der russischen Boschaft geehrt werden. Auch der russische Motoradclub “Nachwölfe” ist da.
Was niemand nicht gerne hören will ist folgendes: Wir müssen heute auf Grund von Joseph P. Farrell Büchern STARK VERMUTEN, daß ein GROSSER TEIL des NACHSCHUBS für die NAZI-Divisionen in Italien über die GOTTHARD-Route in der Schweiz geführt wurde. Und selbstverständlich ist bis heute ein Grossteil des Zahngoldes von jüdischen KZ-Toten in NAZI-deutschen KZs in mehreren TONNEN in Schweizer Banktresoren – und selbstverständlich sind bis heute GERAUBTE VERMÖGENSWERTE von NAZI-Opfern auf Schweizer Bankkonten.
Es ist mir regelrecht etwas peinlich, daß mir trotz erheblicher Lese-Mengen bislang ein WESENTLICHER VORDENKER des heutigen postsowjetischen und postkommunistischen (wie auch nicht-faschististischen) Russland entgangen ist.
Ich spreche hier von Iwan Alexandrowitsch Iljin (1883-1954), ein direkter Nachfahre der RURIKIDEN (welche die erste Staatsbildung um Kiev herum schafften), seines Zeichens ein Berufs-Philosoph, Schriftsteller und Publizist. (Wodurch auch klar wird, warum ich ihn übersehen habe, denn ich bin auf Historie viel mehr fokussiert als auf Philosophie, welch letzterer ich nicht nur wegen Kant, Hegel und Karl Marx gründlich zu misstrauen gelernt habe.)
Wie soll ich höflich sagen: Wenn ich, ein kleiner Sozialhilferenter einen wichtigen Exponenten des geschichtlich-politischen Denkens und der Staatstheorie sozusagen “übersehe”, dann ist das eine private Sache. Wenn wir allerdings feststellen. daß Iwan A. Iljin in der deutschen und europäischen Öffentlichkeit praktisch nicht vorkommt und auch im westeuropäischen universitären Diskurs mehr oder weniger fehlt, dann ist das SEHR BEDENKLICH.
Denn: Iwan A. Iljin wird von heutigen RUSSISCHEN FÜHRUNGSELITEN sehr wertgeschätzt, und zwar besonders in der Präsidalverwaltung, im Regierungsapparat (inklusive Aussenministerium) und auch von Präsident Putin selbst. Mehr noch, Iwan A. Iljin ist auch heute noch auf dem Buchmarkt präsent und EINFACH in mehreren Sprachen zugänglich, so daß es also von da her keine Entschuldigungsgründe für seine partielle Unsichtbarkeit im heutigen Westeuropa gibt.
Wir haben aber keine Zeit zum Jammern, denn wir müssen vorwärts und weiter – und schliessen jetzt provisorisch diese Bildungslücke, indem ich weiterführende Quellen präsentiere. Allerdings muß ich ein CAVEAT vorausschicken: Freihändige Etikettirungen Iwan A. Iljins sind in deutschsprachigen Medien und Zeitungen – darunter Frankfurter Allgemeine – Neue Zürcher – aktuell parteilich belastet wegen des Ukraine-Kriegs. Man erschrecke auch nicht, wenn man in den üblichen “Qualitätsmedien” ein neues Schlagwort vom “Putismus” entdeckt, mit dem ich persönlich leider gar nichts anfangen kann und das ich für “schlechten rhethorischen Stil” halten möchte.
Als erstes benötigen wir biobibliographische Infos aus Wikipedia:
Dann brauchen wir Nachweis der Quelle, die dafür gesorgt hat, daß ich bezüglich Iwan A. Iljins upgedated wurde – und dadurch längst nicht mehr so ahnungslos wirke wie der Rest der deutschen Intelligentsias:
Es kursiert zu der Frage, ob Iwan Iljin ein Faschist war und Hitler bewunderte aktuell ein viel beachteter Beitrag von Timothy Snyder (USA) – welcher allerdings in Russia Today von Gert Ewen Ungar IN DER LUFT ZERFETZT worden ist:
ZITAT: > > Man kann es natürlich auch als pseudowissenschaftliche Quelle und Argumentationshilfe für transatlantische Thinktanks und der westlichen Allianz verpflichteten Politiker lesen. Unter diesem Gesichtspunkt ist es sicherlich gelungen, und genau dafür ist es wohl auch geschrieben worden. Es ist ein Werk der Gegenaufklärung, das sich den Mantel aufgeklärter Wisschenschaft umgehängt hat. Unter der offensichtlichen tendenziösen Absicht leidet der Erkenntnisgewinn erheblich.”Der Weg in die Unfreiheit” ist, man muss das ganz deutlich sagen, kein wissenschaftliches Buch. Es ist esoterisch, es ist eine Persiflage, es sabotiert in seiner Undifferenziertheit die wissenschaftliche Form. Vor allem aber ist es eine pseudo-argumentative Handreichung zur antirussischen Agitation.In seinem Buch widmet sich Snyder Russland, der Europäischen Union, der Ukraine und den USA. Im Falle von Russland ist das Verb “widmen” allerdings falsch gesetzt. Er nimmt sich Russland vor, zur Brust. Er zerfetzt es, reißt es in Stücke, wütend und unsachlich.Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion lösten sich mit ihr auch ihre ideologischen Vorbehalte auf. Mit anderen Worten, die Perspektive änderte sich. Autoren, die bisher kaum oder gar nicht gelesen wurden, konnten plötzlich neu entdeckt werden. Das gilt unter anderem auch für Iwan Iljin, einen russischen Philosophen, Gegner der Revolution und Anhänger des Feudalismus, der zu Beginn der Dreißigerjahre des vergangenen Jahrhunderts in Berlin lebte, sich wohl auch dem Faschismus andiente, nach seiner Verhaftung 1934 aber in die Schweiz emigrierte. Iljin vertrat die Idee eines eurasischen Kontinents.Iljin erfreute sich in den vergangenen Jahren einer kleinen Renaissance in Russland. Der an der staatlichen Moskauer Universität unterrichtende Philosoph und Politologe Alexander Dugin bezog sich auf ihn, in der russischen Wikipedia werden Wladimir Putin drei Iljin-Zitate nachgewiesen.< <
Wegen des Einflusses von Iwan Iljin auf die heutigen russischen Intelligentsias und Eliten weise ich Bücher im Druck von Iwan A. Iljin nach:
Ich vermute nicht, daß ich mich mit Iwan Iljins Sicht auf Hegel anfreunden werde können, weil ich Hegel für einen “ANTI-Metaphysiker” und einen “A-Theisten” halte, welchen ich eher sehe im Kontext, den das Buch zeichnet: Henri (de) Lubac: Über den Atheismus hinaus. Die Tragödie des atheistischen Humanismus; Einsiedeln: Johannes-Verlag 1984 – ISBN-13 978-3894111694
Historische und staatstheoretische Reflexionen scheinen mir jedoch schon deshalb interessant, weil die LEBENSWELT und deren LEBENSGEFÜHL, welcher Iwan Iljin entstammte – nämlich die Welt des zaristischen Hoflebens im Kreml – untergegangen sind und heute kaum noch greifbar sind. Der Westeuropäer hat heute oft noch nicht einmal mehr präsent, daß Russland im 19. Jahrhundert MASSIV TERRITORIAL EXPANDIERTE und daß damals die Ukraine als wohlhabend galt, denn der heutige Westeuropäer steht immer noch unter dem Einfluß der fanzösisch-republikanischen und dann später der bolschewistischen Agitation gegen die Monarchie – denn weder die französische Revolution (1789-1799) noch die Bolschewistische Revolution von 1917 hatten das PHILOSOPHISCHE FORMAT, um die metaphysischen Implikationen des “geweihten Zartums” und des “sakralen Königtums” auch nur annähernd zu erfassen – was bei heutigen Menschen ziemlich ähnlich sein dürfte.
Natürlich weiß ich nicht, wie andere auf Iwan Alexandrowitsch Iljin reagieren werden. Aber eines wollte ich mit diesem Beitrag verhindern, weil es nach meinem Arbeitsverständnis als “Kaffeehausbetrachter des Zeitgeschehens” einfach UNMÖGLICH ist, daß nämlich westeuropäische Eliten und Intelligentsias Iwan Alexandrowitsch Iljin einfach nicht “auf dem Schirm” haben, sei es aus für “chic” gehaltener “Ignoranz über das Russische im allgemeinen”, sei es aus purer Arroganz der Mächtigen, welche gar nichts dabei empfinden, daß der amerikanische Botschafter in Moskau während der Bolschewistischen Revolution 1917 erstens kein Russisch sprach, zweitens NULL-Ahnung von Land, Leuten und GEOGRAPHIE hatte und infolgedessen “diplomatische Korrespondenz” von einer SAGENHAFTEN IRRELVANZ verschickte, welche dem amerikanischen Aussenministerium eine KORRKTE LAGEEINSCHÄTZUNG unmöglich machten. (source: Matthias, L.L.: Die Kehrseite der USA, Reinbeck bei Hamburg: rororo pbk 1985 – bitte VORSICHT: Matthias ist ein Vertreter des “europäischen Bildungsbürgertums der alten Schule” vom Anfang des 20. Jahrhunderts, aber er liebt Fußnoten und ähnliche wissenschaftliche Werkzeuge überhaupt nicht, so daß meine Überprüfungen im Zweifel NEGATIV ausfielen!)
(Titel) Antikommunist, russischer Nationalist, Hitler-Feind: Wer war “Putins Lieblingsphilosoph”? — (Vorspann:) Wie Iwan Iljin, ein Denker, der von einigen im Westen – um ein bestimmtes Narrativ zu fördern – fälschlicherweise beschuldigt wird, ein “Unterstützer des Faschismus” zu sein, so einflussreich wurde.
(Autor) Von Maxim Semjonow
Iwan Alexandrowitsch Iljin – 1883 (Moskau)-1954 (Zollikon-Zürich) – Philosoph der zaristrischen Emigration – zuerst Berlin – dann Zürich- Quelle RT @RT
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Er war ein überzeugter Anhänger der antibolschewistischen Weißen Bewegung während des russischen Bürgerkriegs und ein Monarchist, der rechtsextremen russischen Emigrantenkreisen nahestand. Er war auch ein Denker, dem vorgeworfen wurde, den Faschismus zu unterstützen, der jedoch von Nazi-Deutschland verfolgt wurde, sobald Hitler an die Macht kam. Trotz seines entschlossenen Antikommunismus unterstützte er den Sowjetstaat in seiner Konfrontation mit dem Dritten Reich nachdrücklich. All diese Fakten beschreiben eine Person – den berühmten russischen Philosophen Iwan Iljin.
RT untersucht, ob Iljin wirklich ein Faschist war, warum seine gesellschaftspolitischen Ansichten uns ein besseres Verständnis für das Russland des 21. Jahrhunderts vermitteln können und wie er offenbar zum Lieblingsphilosophen des russischen Präsidenten wurde.
Symbolik der Zeit
“Ich möchte meine Rede mit den Worten eines wahren Patrioten – Iwan Alexandrowitsch Iljin – beenden: ‘Wenn ich Russland als meine Heimat betrachte, bedeutet das, dass ich auf Russisch liebe, denke und nachdenke, dass ich auf Russisch singe und spreche; ich glaube an die geistige Kraft des russischen Volkes und nehme sein historisches Schicksal mit der Kraft meines Instinkts und Willens an. Ihr Geist ist mein Geist, ihr Schicksal ist mein Schicksal, ihr Leid ist meine Trauer, ihr Wohlstand ist meine Freude.'” Mit diesen Worten schloss Präsident Wladimir Putin seine Rede im Georgssaal des Großen Kremlpalastes anlässlich der Feierlichkeiten zum Beitritt von vier neuen Regionen zu Russland im September 2022.
Die militärische Konfrontation Moskaus mit Kiew und die Rückkehr seiner historischen Territorien sind für den modernen russischen Staat offensichtlich von großer Bedeutung. Daher unterstreicht die Tatsache, dass Putin Iljin bei einem so wichtigen Anlass zitierte, die Rolle, die der russische Staatschef diesem Philosophen zuweist. In der Tat gibt es auch gute Gründe dafür.
Während Alexander Solschenizyn – ein weiterer großer, von Putin bewunderter Denker – aus einer einfachen Bauernfamilie stammte, entstammte Iljin einem renommierten Adelsgeschlecht, das dem Staat über Jahrhunderte gedient hatte. Zu seinen Vorfahren gehörten herausragende Ingenieure, die den Großen Kremlpalast bauten, Spezialisten, die beim Bau der Eisenbahnen halfen, und die Gründer einer der besten technischen Schulen in Sankt Petersburg. Sein Vater wurde vom Kaiser Alexander II. persönlich getauft.
Der künftige Philosoph erhielt eine hervorragende Bildung. Er wurde 1883 in Moskau geboren, absolvierte die juristische Fakultät der Moskauer Universität und wurde im Alter von 26 Jahren Privatdozent (ein akademischer Titel, der in etwa dem eines Associate Professor in den USA oder eines Senior lecturer im Vereinigten Königreich entspricht).
Es schien, als würde sich sein Leben weiterhin um Universitätsvorlesungen, das Studium der Hegelschen Philosophie und die Geschichte der Rechtsphilosophie drehen. Doch die Russische Revolution von 1917 veränderte alles.
Emigration von einem Land ins andere
Iljin, der aus dem Adel stammte und später ein starker Befürworter des Staates wurde, sah die Februarrevolution 1917 übrigens zunächst positiv – er betrachtete sie als Befreiung des Volkes. Er wurde jedoch schnell enttäuscht, und nach der Machtübernahme durch die Bolschewiki im Oktober 1917 sagte er, die Revolution habe sich “in eine eigennützige Ausplünderung des Staates verwandelt”.
Solange er lebte, änderte Iljin seine Meinung über den Kommunismus nicht. Kurz vor seinem Tod schrieb er:
“Der Sozialismus ist von Natur aus neidisch, totalitär und beinhaltet Terrorismus; und der Kommunismus unterscheidet sich von diesem nur dadurch, dass er diese Eigenschaften offen, schamlos und grimmig zeigt.”
Wegen seiner stark antikommunistischen Ansichten wurde Iljin allein im Jahr 1918 dreimal von der WeTscheKa (der bolschewistischen Geheimpolizei, die für ihre repressiven und terroristischen Aktivitäten bekannt ist) verhaftet. Wie durch ein Wunder blieb sein Leben verschont. Im Mai 1918, zwischen den Verhaftungen, gelang es ihm sogar, seine Dissertation mit dem Titel “Hegels Philosophie als Lehre von der Konkretheit Gottes und des Menschen” zu verteidigen. Diese Arbeit erwies sich als so erfolgreich, dass ihm einstimmig sowohl der Magister- als auch der Doktorgrad verliehen wurde.
Die sowjetische Regierung, die gerade an die Macht kam, hatte jedoch keine Verwendung für Gelehrte. Im Jahr 1922 wurde Iljin erneut verhaftet. In der Anklageschrift hieß es, dass “er seit der Oktoberrevolution bis heute nicht die bestehende Arbeiter- und Bauernregierung in Russland hinnimmt und seine antisowjetischen Aktivitäten nicht eingestellt hat”. Zusammen mit 160 anderen renommierten Intellektuellen wurde Iljin auf dem sogenannten “philosophischen Dampfer” aus dem Land verbannt.
Der Dampfer “Ober-Burgomaster Haken” (“philosophischer Dampfer”)Wikipedia
Der Dampfer “Ober-Burgomaster Haken” (“philosophischer Dampfer”)Wikipedia
Diese erzwungene Emigration ermöglichte es ihm, weiterer Verfolgung in der UdSSR zu entgehen. Iljin ließ sich in Berlin nieder, wo er seine Lehrtätigkeit am Russischen Wissenschaftlichen Institut aufnahm. Diese Wissenschafts- und Bildungseinrichtung wurde von russischen Emigranten gegründet, um die geistige und materielle Kultur Russlands zu erforschen und die Hochschulbildung junger Menschen russischer Abstammung in Deutschland zu fördern.
Gleichzeitig stand Iljin in engem Kontakt mit der Russischen All-Militärischen Union, einem Zusammenschluss der militärischen Organisationen der russischen Weißen Bewegung. Er wurde bald zum informellen Hauptideologen der “Weißen Emigranten”. Die “Weißen” waren die nationalen konservativen Kräfte, die sich während des Russischen Bürgerkriegs gegen die Bolschewiki bzw. die “Roten” stellten. Obwohl Iljin, wie es sich für einen echten Philosophen gehört, keiner Partei oder Vereinigung beitrat, hatten seine Veröffentlichungen und philosophischen Schriften einen großen Einfluss auf die russischen Emigranten der Zwischenkriegszeit.
Iljin und Faschismus
Da Iljin einen enormen Einfluss auf die russische gesellschaftspolitische Philosophie jener Zeit ausübte, ist es unmöglich, den schwierigsten und widersprüchlichsten Aspekt seiner Biografie und seiner politischen Ansichten zu ignorieren – seine angebliche Unterstützung des Faschismus.
Solche Anschuldigungen werden häufig von der russischen Opposition und westlichen Forschern vorgebracht. So nannte Timothy Snyder, Geschichtsprofessor an der Yale University, Iljin 2016 einen “Propheten des russischen Faschismus” und behauptete, dass seine Ideen zur angeblichen Ausbreitung des Faschismus in Russland beitrügen. Sogar einige Studenten der Russischen Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität sprachen sich gegen die Eröffnung des Iljin-Forschungszentrums aus, weil er angeblich ein Hitler-Bewunderer war. Aber was dachte Iljin wirklich über den Faschismus und den in Österreich geborenen Diktator?
In einem Artikel mit dem Titel “Über den Faschismus” schrieb Iljin:
“Die Fehler [des Faschismus] waren: das Fehlen der Religion, die Schaffung eines rechten Totalitarismus, die Errichtung eines Parteimonopols, extremer Nationalismus und militanter Chauvinismus.”
Mit anderen Worten: Iljin kritisierte alle Hauptprinzipien des Faschismus – und eigentlich aller rechtsextremen Hassideologien des 20. Jahrhunderts.
Er fügte hinzu:
“Wenn sie [d.h. die russischen Faschisten] sich in Russland niederlassen (Gott bewahre, dass dies geschieht), werden sie den Staat und alle gesunden Ideen kompromittieren und schändlich scheitern.”
Gleichzeitig wies Iljin als Wissenschaftler auf eine offensichtliche Tatsache hin, die in der modernen Politikwissenschaft weitgehend akzeptiert ist:
“Der Faschismus entstand als Reaktion auf den Bolschewismus, als eine Konzentration der rechten staatsschützenden Kräfte.”
Tatsächlich war die rechtsextreme Welle des Faschismus in Europa eine Reaktion auf das Aufkommen der kommunistischen Ideologie nach dem Ersten Weltkrieg. Iljin schrieb jedoch zu Recht:
“Bei seiner Beurteilung [des Faschismus] sind Gelassenheit und Gerechtigkeit erforderlich. Aber seine Gefahren müssen bis zum Ende durchdacht werden.”
Mit anderen Worten: Obwohl er ein entschlossener Antikommunist war und nationalkonservative Ansichten vertrat, war Iljins Haltung gegenüber dem Faschismus ziemlich eindeutig.
Kritiker des Philosophen weisen jedoch gerne darauf hin, dass er Hitler lobte. In der Tat schrieb Iljin in dem 1933 veröffentlichten Artikel “Nationaler Sozialismus”:
“Was hat Hitler getan? Er hat den Prozess der Bolschewisierung in Deutschland aufgehalten und damit ganz Europa den größten Dienst erwiesen.”
Obwohl diese Worte aus heutiger Sicht äußerst zweideutig klingen, war das 1933 noch ganz anders. Hitler kam durch Wahlen an die Macht (auch wenn die Nazis keine Mehrheit errungen hatten). Aus der Sicht von Iljin kämpften Hitler und Mussolini 1933 gegen die kommunistische Revolution. Das war vor Hitlers brutalem, totalitärem Regime, dem Holocaust und den Konzentrationslagern. Zu dieser Zeit hatte das Naziregime noch nicht den Zweiten Weltkrieg begonnen oder grausame Kriegsverbrechen begangen.
Demzufolge ist es schwierig, Iljin für seine Haltung im Jahr 1933 zu verurteilen. Außerdem stellte sich bald heraus, dass der sogenannte “faschistische” Philosoph in Hitlers Deutschland keinen Platz hatte.
Hitler kam im Januar 1933 an die Macht, und im April bekam Iljin Besuch von der Gestapo. Es folgten mehrere Festnahmen und Durchsuchungen. Ein Jahr später, im Frühjahr 1934, weigerte sich Iljin, dem die Kritiker gerne den Faschismus vorwerfen, sich an den antisemitischen Kampagnen der Nazis zu beteiligen, und verlor daraufhin seinen Arbeitsplatz.
Iljin versuchte, seinen Lebensunterhalt als Teilzeitdozent zu verdienen, aber mit jedem Jahr verschlechterte sich die Situation im Dritten Reich. Er wurde erneut von der Gestapo einbestellt, nachdem seine öffentlichen Reden für unzulässig erklärt worden waren, da sie keine antisemitischen Aussagen enthielten und christliche Werte propagierten. Der Philosoph weigerte sich auch, sich an den ideologischen Vorbereitungen Deutschlands für den Feldzug gegen Russland zu beteiligen. Da er erkannte, dass es für ihn gefährlich war, in Hitlerdeutschland zu bleiben, emigrierte Iljin 1938 in die Schweiz.
Der Krieg verändert alles
Iljin konnte sich dank der Bemühungen und der finanziellen Unterstützung des großen russischen Komponisten Sergei Rachmaninow in der Schweiz niederlassen. Der Philosoph ließ sich in der Nähe von Zürich nieder und lebte für den Rest seines Lebens in den Bergen. Seine Autorität in der russischen Diaspora blieb unerschütterlich, und das aus gutem Grund.
Iljins Liebe zu Russland und dem russischen Volk erwies sich als größer als sein Hass gegen den Kommunismus. Im Juli 1941, wenige Wochen nach Hitlers Angriff auf die Sowjetunion, schrieb er über den erwachten “Instinkt der nationalen Selbsterhaltung” im russischen Volk und merkte an, dass das Volk “aktiv in den neuen Krieg involviert ist” und die russischen Soldaten “nicht nur tapfer kämpfen, sondern in vielen Fällen, auch wenn die Lage hoffnungslos ist, bis zur letzten Kugel kämpfen”. Von den ersten Tagen des Krieges an waren seine Unterstützung für die UdSSR und seine Zuversicht, dass Deutschland besiegt wird, unerschütterlich.
In einem Artikel mit dem Titel “Deutschland ist der nationale Hauptfeind Russlands” merkte er an, dass der Kern des pathologischen Wunsches Nazi-Deutschlands, nach Osten zu marschieren, die Idee gewesen sei, das russische Volk zu vernichten und das Land zu zerstückeln. Der Philosoph nannte Hitlers Deutschland direkt “Russlands nationalen Hauptfeind”.
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In einem anderen Artikel, “September 1941”, erklärte Iljin erneut, dass es für ihn nichts Wichtigeres gäbe als das Schicksal Russlands:
“All das Gerede, dieser Krieg sei ein ‘Kreuzzug’ gegen den Kommunismus, wie die Invasoren sagen, ist falsch und dumm – diejenigen, die es propagieren, verbreiten Unwahrheiten, und diejenigen, die sie glauben, sind dumm. Dieser Krieg wird nicht gegen die Kommunisten geführt, um sie ‘ideologisch zu besiegen’, sondern gegen Russland.”
Iljin hasste Nazi-Deutschland, das es wagte, die UdSSR anzugreifen, bedingungslos und betrachtete den Kommunismus in gewissem Sinne in einem neuen Licht. Er verachtete immer noch die sowjetische Regierung und das Stalin-Regime und betrachtete Stalin als Feind Russlands und des russischen Volkes, aber gleichzeitig erkannte er, dass dieses Regime während des Zweiten Weltkriegs eine organisierende Kraft des Widerstands gegen den Aggressor war.
Obwohl er bis zum Ende seiner Tage ein entschiedener Gegner des Kommunismus blieb und die sowjetische Regierung als absolutes Übel für Russland betrachtete, unterstützte Iljin während des Zweiten Weltkriegs sein Heimatland in der Konfrontation mit Nazi-Deutschland stark.
Die Umgestaltung Russlands
Iljin gab die Hoffnung nicht auf, früher oder später in seine Heimat zurückzukehren, aber als Emigrant konnte er nur Projekte für die zukünftige Umgestaltung Russlands entwerfen. Diese Projekte waren jedoch keine bloßen Hirngespinste.
Der Philosoph wollte das Land und das russische Volk vor allem auf der inneren, moralischen Ebene umgestalten. In der Überzeugung, dass die Bolschewiki das historische Russland zerstört hatten, schrieb er, dass “Russland nur wiederhergestellt werden kann, wenn man ihm treu und beträchtlich dient, was als Dienst an der Sache Gottes auf Erden empfunden und verstanden werden muss. Wir müssen uns von einem religiös geprägten Patriotismus und einem religiös inspirierten Nationalismus leiten lassen.”
Iljins Nationalismus bestand nicht darin, seinen rechten Arm zum römischen Gruß auszustrecken. Im Gegenteil, für ihn “öffnet der wahre Nationalismus die Augen für die nationale Identität anderer Völker: Er lehrt, andere Völker nicht zu verachten, sondern ihre geistigen Errungenschaften und ihr Nationalgefühl zu ehren, denn auch sie haben die Gaben Gottes erhalten und setzen sie auf ihre Weise und nach ihren Fähigkeiten ein.”
Für Iljin war die große russische Nation ein imperiales Projekt – die Allianz des russischen Volkes mit den anderen Völkern Russlands.
Das “imperiale Projekt” war für Iljin nicht nur eine Redewendung. Sein Ideal war das russische Imperium der Vergangenheit – ein großes und starkes Russland, das mit anderen europäischen Mächten auf der gleichen Stufe stand, aber seine eigene besondere Mission hatte. Er sah Russland als ein Land, das das Gleichgewicht in der Welt aufrechterhält und sie nicht ins Extrem oder Aggressionen verfallen lässt.
Obwohl er des “Faschismus” bezichtigt wurde, war Iljin nicht radikal eingestellt. Er war ein gemäßigter Monarchist, der nicht ins Extrem verfiel. Er war ein Nationalist, empfand aber keine Aggression oder Hass gegenüber anderen Nationen. Das Christentum war für ihn sehr wichtig, doch übte Iljin keine scharfe Kritik am säkularen Staat. Obwohl er ein starker Verfechter des russischen Nationalismus war, war Iljin auch offen für den Dialog, er schätzte die Freiheit und kritisierte die Bolschewiki für die Errichtung einer Diktatur.
Iljins einziger Fehler war die aufrichtige Hoffnung, dass die westlichen Demokratien Russland vor dem Kommunismus retten könnten, dass sie Russland nicht mit dem Kommunismus identifizieren und nicht wollen würden, dass Russland gedemütigt und zerstückelt wird. Aber die Geschichte entwickelte sich anders.
Iljin träumte von einem starken, national gesinnten, freien, kapitalistischen Russland. Er schrieb:
“Wer Russland liebt, muss ihm die Freiheit wünschen, zunächst die Freiheit Russlands selbst, seine internationale Unabhängigkeit und Freiheit, dann die Freiheit Russlands als Einheit der russischen und aller anderen nationalen Kulturen und schließlich die Freiheit des russischen Volkes, die Freiheit von uns allen, die Freiheit des Glaubens, der Wahrheitssuche, des Schaffens, der Arbeit und des Besitzes vom Eigentum.”
Die Ukraine-Frage
Eines der wichtigsten Themen für Iljin – das bis heute aktuell ist – war die Ukraine-Frage. Iljin schrieb:
“Die Ukraine gilt als der am stärksten gefährdete Teil Russlands im Hinblick auf Abspaltung und Eroberung. Der ukrainische Separatismus ist ein künstliches Phänomen, für das es keine realen Gründe gibt. Er ist aus dem Ehrgeiz der Leiter und internationalen Eroberungsintrigen entstanden.”
Er fügte hinzu, dass der ukrainische Staat durch die Abspaltung von Russland seine Bindungen zum russischen Volk abbrechen und sich Ausländern ausliefern würde, die ihn erobern und ausplündern würden.
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Der Philosoph schrieb mit erstaunlicher Weitsicht über das Schicksal der “unabhängigen Ukraine”:
“Dieser ‘Staat’ wird zunächst eine neue Verteidigungslinie von Owrutsch nach Kursk und dann über Charkow nach Bachmut und Mariupol schaffen müssen.”
Er fügte hinzu, dass die Ukraine aufgrund ihres Mangels an geopolitischer Macht und strategischer Tiefe entweder ein organischer Teil Russlands oder ein gegen Russland eingesetzter Rammbock werden würde.
Zugleich verstand Iljin, dass das Problem nicht in der Ukraine selbst entstanden war, sondern von denen geschaffen wurde, die hinter der Ukraine standen. Wie Solschenizyn schrieb Iljin, dass der Hauptsponsor des ukrainischen Separatismus Deutschland sei, das sich für die Niederlage im Ersten und Zweiten Weltkrieg rächen wolle. Er fügte hinzu, dass “die Ausländer, die die Zerstückelung [der Ukraine] planen, sich daran erinnern sollten, dass sie ganz Russland den ewigen Krieg erklären. Das Land, das für diese Zerstückelung verantwortlich ist, wird Russlands meistgehasster Feind werden”.
Es ist naiv zu glauben, dass sowohl Iljin als auch Solschenizyn mystische Propheten waren. Vielmehr beruhte die Richtigkeit ihrer Prognosen sowohl in Bezug auf die Ukraine als auch auf diejenigen, die den ukrainischen Separatismus unterstützten, auf einem profunden Verständnis der Welt und der Handlungen eines national orientierten Russlands.
Iljin im Russland des 21. Jahrhunderts
Iwan Iljin verstarb 1954 in der Schweiz und hatte nie die Möglichkeit, in sein Heimatland zurückzukehren. Iljins Witwe schrieb in den 1950er-Jahren an ihre Freunde:
“Die Tatsache, dass ein russischer Philosoph und Patriot auf einem Friedhof in Zollikon [Schweiz] ruht, ist gewissermaßen inakzeptabel.”
Während in den Jahren der Sowjetunion eine Umbettung des Philosophen in sein Heimatland nicht infrage kam, wurde dies im modernen Russland möglich.
Im Jahr 2005 wurden die Gebeine von Iljin und seiner Frau zusammen mit denen des Generals der Weißen Bewegung, Anton Denikin, nach Russland überführt. Er wurde auf dem Friedhof des Donskoi-Klosters beigesetzt. Russische Leiter, Regierungs- und Kirchenvertreter, darunter der Moskauer Patriarch Alexius II. und der damalige Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow, nahmen an der Umbettung teil, und Präsident Putin ließ auf eigene Kosten einen Grabstein aufstellen. Die Rolle Iljins im modernen Russland beschränkt sich jedoch nicht auf die symbolische Überführung der sterblichen Überreste des Philosophen in seine Heimat.
Im Jahr 2006 schrieb Kommersant, dass Beamte in der Präsidialverwaltung Iljin besonders verehren. Die Zeitung zitierte eine ungenannte Quelle in der Putin-Verwaltung mit den Worten:
“Iwan Iljin ist nicht nur einer der brillantesten russischen Denker, dessen Werke ausgiebig nachgedruckt wurden, sondern auch der einzige russische Philosoph, der über das postsowjetische System geschrieben hat. Deshalb ist er für die derzeitige Regierung so wichtig.”
Putin selbst zitierte den Philosophen im Laufe seiner Präsidentschaft häufig und erklärte, er lese regelmäßig seine Werke. Auch der ehemalige Präsident Dmitri Medwedew, Außenminister Sergei Lawrow und der Patriarch von Moskau, Kyrill, zitierten oder erwähnten Iljin. Trotz seiner Parteizugehörigkeit stellte sogar der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Russlands, Gennadi Sjuganow, fest, dass Iljin “einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung der Ideologie des Staatspatriotismus” geleistet habe.
Iljins Schriften sind seit langem Teil des politischen Mainstreams in Russland.
Iljins Mutter war deutschstämmig, und Deutsch war seine zweite Muttersprache – der Philosoph hätte sich also nach seiner Vertreibung aus der UdSSR leicht an das westeuropäische Umfeld anpassen können. Aufgrund seines Hasses auf das kommunistische Regime in Russland hätte er auch ein Anhänger Hitlers werden und den Angriff Nazi-Deutschlands auf die UdSSR rechtfertigen können. Aber nichts von alledem geschah.
Iljin ist die Verkörperung eines Patrioten mit unbeugsamem Geist. Als Mann, der nie einen Kompromiss mit den Feinden Russlands und des russischen Volkes suchte, vermied er alle diesbezüglichen Versuchungen und opferte sogar seinen eigenen Komfort für seine Werte.
Er hielt leidenschaftlich an seiner russischen Identität und an der Idee fest, Russland wiederzubeleben. Viele Jahrzehnte nach Iljins Tod können wir getrost sagen, dass sein Lebenswerk weiterlebt. In Russland findet eine nationale Wiedergeburt statt, und alles, wofür Iljin stand, einschließlich seiner Vision eines starken und national gesinnten Russlands, wird allmählich Wirklichkeit.
Maxim Semjonow ist ein russischer Journalist mit Schwerpunkt auf den postsowjetischen Staaten