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31 Juli 2025

Karl Schlögel - Personality und Preisgelder - historischer Essayismus

source 1: (Schlögel, Karl) - Karl Schlögel; in Wikipedia DE URL https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Schl%C3%B6gel

source 2: Diese Bücher von Karl Schlögel sollten Sie kennen; in Frankfurter Rundschau - Tanja Martini - 29-07-2025 - https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/friedenspreis-diese-buecher-von-karl-schloegel-sollten-sie-kennen-110612817.html 

source 3: Wer ist Karl Schlögel und warum bekommt er den Friedenspreis?; in youtube URL https://www.youtube.com/watch?v=0RfBVhE4-wU - youtube channel "Buchrezensionen" - - wunderbare Einführung in den historischen Gelaber-Neusprech für alle zukünftigen Preisträger-Kandidaten

source 4:Der Historiker Karl Schlögel: Persil wäscht Westen weiß und noch mehr... ; in Russia Today RT DE - 26-11-2024 - Dagmar Henn - URL   https://dert.site/meinung/227258-historiker-karl-schloegel-persil-waescht/     -- gleicher Titel, gleiche Autorin, gleiche Primärquelle Russia Today - Der Historiker Karl Schlögel: Persil wäscht Westen weiß und noch mehr…; in Weltexpress URL https://weltexpress.info/der-historiker-karl-schloegel-persil-waescht-westen-weiss-und-noch-mehr/

source 5: Russophober Historiker Karl Schlögel erhält "Friedenspreis des Deutschen Buchhandels"; in: Russia Today RT DE - 30-07-2025 - URL https://dert.site/inland/251975-russophober-historiker-karl-schloegel-erhaelt/

source 6: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels; in Wikipedia DE URL  https://de.wikipedia.org/wiki/Friedenspreis_des_Deutschen_Buchhandels 

 

KOMMENTAR

 

Natürlich ist der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, der anlässlich der Buchmesse in Frankfurt an prestigeträchtigem Ort in der Paulskirche vergeben wird, über alle Verdächtigungen erhaben - und es bedeutet rein gar nichts, daß wir in deutscher Wikipedia "Friedenspreis ..."  den Namen Karl Schlögel gleich dreimal finden: 

  • 2009: Laudator Karl Schlögel
  • 2013: Laudator Karl Schlögel
  • 2025: Preisträger Karl Schlögel

Es bedeutet noch viel weniger - und man darf sich da auch nicht gleich zu von politischen Leidenschaften verdunkelten Verdächtigungen hinreissen lassen - daß die Preisträgerin des Jahres 2024 - eine gewisse Anne Appelbaum aus den USA  - rein zufällig eine "Putin-kritische" Linie vertritt ebenso wie der Preisträger 2025 Karl Schlögel: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Wobei mir auffällt: Von einer "Selenski-kritischen" Linie spricht keiner und eine Neonazi-Kritik an der Selenski-Ukraine gibt es im Bereich NATO und USA offenbar nirgends - als ob es den Nachfahren der NAZI-KZ-Opfer wie auf Kommando die Sprache verschlagen hätte, wo sie doch laut schreien sollten!

Ich vermute, man darf dem armen Bauernsohn Karl Schlögel nicht verübeln, daß er Preisgelder annimmt, wo er sie finden kann: a) Gerda-Henkel-Stiftung 2024 b) Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2025 - insgesamt 125.000 Euro vor Steuern -, denn man würde womöglich des Futterneides beschuldigt werden.  

Ich vermute auch, daß man der Gerda-Henkel-Stiftung die Nazizeit und das Geldverdienen mit Zyklon B - bestellt von der NAZI-SS angeblich mit "unbekanntem Zweck" - nicht noch nachträglich verbieten kann. Ein römischer Kaiser sagte - bzw. soll gesagt haben -  bei Einführung der Latrinensteuer: "Geld stinkt nicht!" (Pecunia non olet) - und bei Zyklon B ist es physikalisch so, daß es nur einmal stinkt - jedenfalls für die direkt Betroffenen.

Ich vermute nicht nur, sondern bin fast gewiss, daß man Karl Schlögel noch weniger die DEFINITION von "Frieden" der Vereinigung der Deutschen Buchhändler vorwerfen kann, denn sonst müsste man womöglich auch den Orwell'schen NEUSPRECH verbieten, wo man völlig unschuldig das Publikum beglückt mit so epochalen Neu-Definitionen wie etwa: "Krieg ist Frieden", was auch umgedreht funktioniert "Frieden ist Krieg". Das fromme Landkind staunt jedenfalls gewaltig, daß Karl Schlögel einen FRIEDENSPREIS erhält, WEIL er einen Krieg gegen Russland lauthals für notwendig hält und die Selenski-Ukraine im Krieg unterstützt, und zwar obwohl er in seiner Jugend einmal zu einer studentischen Kommunistengruppe gehörte.

Wie soll ich sagen: Ich bin auch im Ukraine-Krieg positioniert, und zwar auf der Seite der übrigen Welt, welche sich wünscht, daß Neo-Nazi-Truppen aus Britannien, USA, Deutschland,Frankreich und die ukrainischen Bandera-Leute  BESIEGT werden. Aber meine Mutter war im NAZI-KZ - und ich bin insoweit geradezu pampig parteiisch!

Im übrigen hatte ich das GROSSE GLÜCK, daß ich nicht dazu verurteilt war, bei Karl Schlögel GESCHICHTSWISSENSCHAFT studieren zu müssen (Uni Konstanz und Uni Frankfurt/Oder) - und dieses Glück wünsche ich vielen anderen auch.

Bleibt als letzte Frage, wie man "historischen Essayismus" VERMEIDEN können soll, wenn man heute in der Geschichtswissenschaft ziemlich oft um NARRATIVE streitet, die dann womöglich, vor allem wenn sie auf PERSÖNLICHES ERLEBEN BESCHRÄNKT sind, sich auch noch den Vorwurf des SUBJEKTIVISMUS gefallen lassen müssen, der selbstverständlich keine Allgemeingültigkeit beanspruchen kann. Jedoch: "Zeitzeugenschaft" - als solche und an und für sich -  kann wohl ohne NACHERZÄHLUNGEN nicht ganz auskommen! Auch wäre es wahrscheinlich verfehlt, NARRATIVE mit Geplapper, Geschwätz, linguistischen Taschenspielertricks und Verbalonanie in einen Topf zu werfen! 

Aber zugegeben, offensichtlich KRITISIERE ich Karl Schlögel hier auf Grund von SEKUNDÄRQUELLEN, obwohl ich kein einziges Buch von ihm gelesen habe - und nach der vorliegenden VORPRÜFUNG sehr wahrscheinlich auch nie lesen werde!Dies ist nun keineswegs als einfacher persönlicher Übermut zu disqualifizieren, sondern ich kann BEGRÜNDEN, warum ICH ohne Karl Schlögel auskomme, indem ich nämlich ANDERE BEISPIELE für das LERNEN von Geschichte benenne.

Da hätten wir den stilistisch herzhaften Theodor Mommsen im Felde der Römischen Geschichte, der  ebenfalls wie Karl Schlögel weitestgehend  OHNE die EXAKTEN WISSENSCHAFTEN - wie Mathematik, Physik, Lidar-Radar und Spektralanalyse durch Thermoluminiszenz auf atomphysikalischer Ebene und andere TECHNOLOGIEN aus dem MILITÄR-BEREICH - auskam - der aber eine KENNTNIS der römischen Literatur hatte, die so gründlich war, daß er beinahe den ORT DER VARUSSCHLACHT - inzwischen  überwiegend vermutet bei Kalkriese / Bramsche - "erraten" hätte. Ich würde vermuten: Das schaffen wir heute gar nicht mehr - auch nicht wenn man in der besten Absicht "kenntnisreich herumreist" wie Karl Schlögel - und dabei sogar ein "sowjetisches Parfum" aus dem Jahre 1937 in Moskau "wieder entdeckt"!

Ein anderes Beispiel für einen LEHRREICHEN Essayisten in der Geschichtsschreibung ist der Autor Bernt Engelmann - der fast ganz ohne Fußnoten auskommt ähnlich wie L.L. Matthias (Kehrseite der USA)  - ein Rohwolt-Freund. BEIDE Beispielautoren haben mein NACHDENKEN über Geschichte VERÄNDERT - obwohl sie DEUTLICH ERKENNBARE PERSÖNLICHE STANDORTE transportieren, die ich nicht teile: Engelmann ganz besonders bezüglich der HERRSCHAFTKONTINUITÄT beim Umbruch in Deutschland 1918 und Matthias ganz generell bezüglich der neueren Geschichte der USA, die ich seither ein wenig bemitleide, jedenfalls von einem kulturhistorischen Fragehorizont aus.

Man sagt dann treuherzig, daß Karl Schlögel ein besonderer Russlandkenner sei. Ich aber frage: Kann man Russland KENNEN, wenn man eine Auseinandersetzung mit dem ROMAN-Schriftsteller Alexander Solschenizyn - "August Vierzehn", eine völlig andere Sicht auf die Schlacht bei Tannenberg unter GFM Hindenburg in 1914 - und/oder dem rurikidischen Theoretiker Iwan Iljin  - sagen wir versuchsweise - "vermeidet" - OBWOHL diese beiden Autoren von der gesamten Putin-Administration sehr ausführlich analysiert und überdacht worden sind?

Allerdings muß ich zugeben, daß es keine Art ist, wenn wir uns gegenseitig nur die Bücher um die Ohren schlagen, die wir NICHT gelesen haben! Man muss  nur bei den ganzen nicht-gelesenen Büchern aufpassen, daß man nicht vor lauter "blinden Flecken" zu SCHIEFEN Beurteilungen oder gar REALITÄTSVERZERRUNGEN gelangt.  Wir tun das beispielsweise  heute TATSÄCHLICH und halten die Story von dem Fürsten Igor und seiner Fürstin Olga - genannt: "apostelgleiche Erleuchter von Nowgorod und Pskow" - und  vom Fürsten Wladimir von Kiew -  genannt "der apostelgleiche" - für IRRELEVANT - erstens weil Westeuropa seinen Glauben und seine Religion FREIWILLIG fast ganz aufgegeben und verloren hat, und zweitens weil einer Geschichtsschreibung, die BEWUSST von "Bedeutungen" und "INHALTEN" "absehen" möchte, diese also bewußt sozusagen "ausklammert", wo nicht direkt ablehnt - zum Beispiel zwecks Erkenntnis von STRUKTUREN (natürlich im strukturalistischen Ansatz) - weil also bei dieser Art von Ausklammerung  eben Bedeutungen und Inhalte sozusagen DEFINITIONSGEMÄSS FEHLEN.

Wie soll ich sagen: Vielleicht erinnert man noch vage aus dem deutschen Literaturunterricht in der gymnasialen Oberstufe, daß man durchaus weiterkommt, wenn man bei INTERPRETATIONSVERSUCHEN fragt nach dem MENSCHENBILD der Autoren, was vertrackteweise von der Frage nach dem GOTTESBILD der Autoren nur schlecht oder gar nicht zu trennen ist. 

Aber was rede ich hier lange, denn WO MÖGLICHERWEISE NICHTS IST - oder womöglich aus Gründen der "Selbst-Immunisierung" verschleiert wurde? - , da brauchen wir auch NICHTS zu suchen, so daß niemand befürchten muß, daß die Ruhe des erhabenen Preisträgers Karl Schlögel womöglich unziemlich gestört werden könnte. 

In diesem Sinne möchte ich bekennen, daß ICH sehr wohl OHNE Karl Schlögel Geschichte studiert habe und dabei zu EPOCHALEN ERGEBNISSEN gekommen bin, ebenso übrigens wie ETLICHE ANDERE Forscher einer NEUEN Generation, die einen ganz ANDEREN APPROACH haben zu GESCHICHTE, einen anderen BISS, einen ANDEREN ELAN, weil sie zum Beispiel AN DIE ZUKUNFT GLAUBEN, wie ein Kind an den nächsten Morgen und Sonnenaufgang glaubt! 

Insoweit nichts für ungut: Sollte ich hier "lakonisch kurz" gewesen sein und dabei wesentliches übersehen haben, so bitte ich, mir mein spartanisches Wort-Temperament zu entschuldigen. Wir halten also nolens volens fest: Karl Schlögel war Bauernsohn und ich habe abgebrochene Bauernlehre und abgebrochenes Studium ohne akademischen Grad - UND TROTZDEM MÖCHTE ICH MIT KARL SCHLÖGEL NICHT TAUSCHEN.

Ein letzter Lesetipp: Wer historische Geschichts- und Gehirnsakrobatik mag - und der SEHR NOTWENDIGEN GESCHICHTSREVISION zum Ersten Weltkrieg und zur bewußt-böswilligen Installierung der Diktaturen im 20. Jahrhundert - beides durch WELTMACHT-ASPIRANTEN der "britischen Herrenrasse" (Howard Stewart Chamberlain, Cecil Rhodes, Lord Milner etc.) - NICHT ausweichen will -, der könnte den Autoren Regenauer, Tom Oliver versuchen, den ich erst Ostern 2025 gefunden habe (kostenlos in "Annas Archive", Buchtitel "Truman Show" und "Hopium"). 

Womit ich gesagt haben will: Karl Schlögel, das ist schon eine ANDERE GENERATION, der offenbar VIELE AKTUELLE Fragehorizonte überhaupt gar nicht bewusst geworden sind, also eine BEGRENZTE ZEITZEUGENSCHAFT, die man NACHERZÄHLEN kann, wenn man sonst nichts zu tun hat, bevor auch ich selbst der BEGRENZTEN ZEITZEUGENSCHAFT beschuldigt worden sein werde: Bitte beachten sie das "Passiv-Futur der vollendeten Vergangenheit".

Ganz zum Schluß aber fällt mir plötzlich auf: wir haben doch in Deutschland und in Europa HUNDERTE von Osteuropa-Experten, die teilweise in seit Jahrzehnten renommierten Instituten mit Osteuropa-Bezug arbeiten - und wir haben eine Deutsche Forschungsgemeinschaft, die einen sehr genauen Überblick über diesen Osteuropa-Pool hat: Aber WARUM konnte man keine anderen Friedenspreisträger für die Buchmesse Frankfurt finden als Anne Appelbaum und Karl Schlögel??? 

Buike Science And Music 

 

 

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