Man kann es gar nicht glauben - aber es ist TATSÄCHLICH geschehen:
Dienstag 23-06-2026 - gegen 22:30 - fällt ein kritisches DIGITALFUNKSYSTEM - GSM-R - der deutschen Eisenbahn BUNDESWEIT aus - und als Folge werden ALLE EISENBAHNZÜGE in GANZ DEUTSCHLAND GESTOPPT - also Güterzüge und Personenzüge.
Leuchtet ein: Wenn man die Lokführer NICHT ERREICHEN kann, dann wird Fahrplan-Management UNMÖGLICH.
Die eine Frage, WARUM sogenannte REDUNDANTE SYSTEME in den Berichten NICHT erwähnt werden, deutet darauf hin, daß es EVENTUELL in Deutschland KEINE REDUNDANTEN KOMMUNIKATIONS-SYSTEME für Kontakte zu Lokführern gibt. Aber das kann ich eigentlich auch NICHT GLAUBEN. (Denn: Durch meine Hilfsarbeiterjahre weiß ich, daß bei besonderen Anforderungen teilweise 7-fache Redundanz installiert ist.)
Sogenannte OFFIZIELLE Statements besagen zum Ablauf:
a) Es gab einen Funkabriss von ca. 90 Minuten - etwa ab 22:30, Dienstag - , der nach vorhandenen PROTOKOLLEN sofort zum TOTALEN STILLSTAND aller Züge führte.
b) Es gab danach das Hochfahren eines BACKUP-Systems, das 30 Minuten auf ZUVERLÄSSIGES FUNKTIONIEREN geprüft wurde.
c) Danach konnte aber der Fahrbetrieb nicht SOFORT und ÜBERALL GLEICHZEITIG wieder hochgefahren werden, weil dies ENGPÄSSEN geführt hätte - und zwar besonders beim STROMBEDARF. Es gab aber Protokolle, die ein ABSCHNITTSWEISES Hochfahren OHNE PLÖTZLICHE STROMAUSFÄLLE geschafft haben.
d) Die AUFLÖSUNG der WARTEKNOTEN wurde aber nicht einfacher, weil nämlich die KAPAZITÄTEN des deutschen Schienennetzes bereits STRUKTURELLE PROBLEM haben: d.1: Deutschland fährt einen MiSCHBETRIEB, wo Güter und Personen die GLEICHEN GLEISE benutzen. d.2: Der Güter- und Personenverkehr haben BEIDE in den letzten 10 Jahren STARK zugenommen - es geht da um Prozent-Mengen von PLUS 40%!!! -, aber das Schienennetz ist NICHT mitgewachsen, sondern im Gegenteil sogar geschrumpft. SCHIENENBELEGUNG und ZEITTAKTUNGEN sind damit schon im Normalbetrieb derartig eng, daß VERSPÄTUNGEN zu einem ERKENNUNGSMERKMAL der deutschen Eisenbahnen geworden sind.
Freitag 26-06-2026 wird gemeldet: URSACHE war wahrscheinlich der AUSBAU einer Komponente IM LAUFENDEN BETRIEB, welcher KEINE WARNMELDUNG auslöste - und deshalb kontte das ZWEITE und REDUNDANTE System nicht sofort gestartet werden. Ein Lösungsvorschlag VERBLÜFFT: Künfig sollen Wartungen NICHT IM LAUFENDEN Betrieb stattfinden - und also auf das jeweilige RESERVESYSTEM BESCHRÄNKT bleiben. Etwas NASEWEISE deutsche POLITIKER haben sich hinreissen lassen und vor der GEFAHR CHINESISCHER KOMPONENTEN in deutscher kritischer Infrastruktur GEWARNT. Diese wohlmeinend besorgten Volksvertreter haben aber übersehen, daß der EUROPÄISCHE BAHNFUNK eine ziemlich ALTE HARDWARE benutzt, die SO ALT ist, daß damals noch keine chinesischen Komponenten verbaut wurden - sondern allerhöchstens AMERIKANISCHE. Wir alle wissen aber: Von AMERIKANISCHEN KOMPONENTEN GEHT ÜBERHAUPT KEINE GEFAHR aus - schon gar nicht unter "guten Freunden" - WER HAT DA LAUT GELACHT? Aber IM NÄCHSTEN KRIEG gegen RUSSLAND UND CHINA, den Europa AKTIV VORBEREITET, da wird dann mit TÖDLICHER SICHERHEIT die VERALTETE EUROPÄISCHE FUNKTTECHNIK in ALLEN MOBILFUNK-Frequenzbereichen ANGEGRIFFEN werden! Und werden wir gar nicht genug Arbeitsschuhe mit Stahlkappen haben, um unseren Volksvertretern damit in den Allerwertesten zu treten! Wie soll ich höflich sagen: Nachdem in der Zeit der Bundesverteidigungsministern, Frau von der Leyen, die GESAMTE INNENSTRUKTUR der deutschen Streitkräfte an die US-amerikanische "Berater-Firma" McKinsey VERRATEN wurde - welche Firma auch in anderen Bereichen in Deutschland einen GROSSEN UNSINN angerichtet hat durch FALSCHBERATUNG von deutschen Behörden nach amerikanischen Standards! - ist unmittelbar klar, WARUM die deutsche Firma ISTA WELTWEIT TELEMTERIE-VERBRAUCHSABRECHNUNGEN in OFFENEN MOBILFUNKNETZTEN machen darf - ohne dass irgendjemand AUFWACHT! Unsere ehemalige Bundeskanzlerin hätte frei nach Obama verzückt ausgerufen: "WIR SCHAFFEN DAS!" Aber niemand stutzt und fragt: Wie SELBSTBLIND kann man sein oder gemacht werden???
source 1: Buike, Bruno: Iran: Das Ende der US-Flugzeugträger-Philosophie, Neuss: bruno Buike 2026, 24 Seiten - doiURL https://dx.doi.org/10.17613/8wjta-q2m97
BEIDE AUFSÄTZE BELEUCHTEN SICH GEGENSEITIG! Und zwar unter zwei neuen Voraussetzungen: a) militärische Nicht-Siege der USA sind SEKUNDÄR bei b) NEUER Position der USA als WELTGRÖSSTER ÖLEXPORTEUR. Der denkende Zeitgenosse alelrdings rätselt noch, ob das neue Motto der USA wirklich durchdacht ist: BUY AMERICAN - BECAUSE IT IS MORE EXPENSIVE ...
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> > Das scheinbare Chaos rund um die Straße von Hormus ist gar kein Chaos,
so Experten – sondern ein ausgereifter US-Plan zur Neugestaltung des
Ölmarktes. Dieser geht voll auf: Die OPEC verliert schnell an Bedeutung,
die russischen Ölströme hängen nun ganz von Washington ab.
Die USA übernehmen – trotz der scheinbaren Unterlegenheit im Konflikt
mit Iran – Schritt für Schritt die Kontrolle über die weltweiten
Ölströme. Nun hängt alles von Washington ab – sowohl die OPEC als auch
Russland spielen nicht mehr die Rolle, die sie noch vor Kurzem
innehatten.
Darauf haben russische Experten hingewiesen, mit denen Journalisten der Rossijskaja Gaseta gesprochen
haben. Als Ergebnis aller militärischen Aktionen und Verhandlungen mit
Iran verfügen die USA nun über ein ideales Instrument, um den Ölmarkt
entsprechend ihren Interessen zu steuern, so die Experten. Sobald die
Meerenge gesperrt wird und das Ölangebot um mindestens zehn Prozent
sinkt, steigen die Notierungen. Ist die Meerenge offen, steigt das
Angebot – und die Preise fallen. Dabei reichen oft schon allein verbale
Stellungnahmen aus, um die Notierungen zu "orchestrieren". Diese Kunst
beherrscht Donald Trump meisterhaft – und so beeinflusst er nun im
Alleingang den weltweiten Ölmarkt. Die Rossijskaja Gaseta schreibt:
"Die Ölpreise hängen praktisch nicht mehr von den Entscheidungen der
an der OPEC+-Vereinbarung beteiligten Länder hinsichtlich ihrer
Fördermengen und ihrer Exporte ab. Seit Anfang März ist die Logistik in
der Straße von Hormus, die unter der Kontrolle zweier Länder steht –
Irans und der USA –, zum entscheidenden Faktor für die Notierungen
geworden. Doch Teheran reagiert trotz all seiner Möglichkeiten lediglich
auf äußere Herausforderungen, während die USA die Entwicklung der Krise
steuern. Dies gilt auch auf der Ebene der Informationspolitik. Die
wichtigste Quelle für Schlagzeilen in der Hormus-Krise ist Präsident
Donald Trump."
Und das kommt dem russischen Haushalt nicht zugute, der von den Ölpreisen und dem Ausmaß des Sanktionsdrucks abhängt. Noch vor ein paar Jahren hatte sich Washington mit einer weitaus komplexeren Struktur des Ölmarktes auseinandersetzen und Sanktionen gegen Venezuela, Iran und Russland unter einen Hut bringen sowie die OPEC-Länder berücksichtigen müssen; doch nun haben sich die USA durch einige geopolitische Manöver Trumps das Leben erheblich erleichtert. So werden die venezolanische Ölförderung und der Export nun faktisch von den USA reguliert, die Sanktionen gegen Iran sollen aufgehoben werden und durch für die USA vorteilhafte Vereinbarungen ersetzt werden, während Trump die Sanktionen gegen Russland aktiv zu seinem eigenen Vorteil nutzt. Selbst wenn die USA die Sanktionen gegen russisches Öl vorübergehend aufheben sollten, passt dies nach Ansicht von Experten durchaus in ihr vorteilhaftes Wirtschaftsmodell. Und ob die Hälfte des Öls der OPEC-Länder auf den Markt gelangt, hängt heute vollständig vom Willen der USA ab.
Nach Ansicht von Konstantin Simonow, dem Leiter des russischen Fonds für nationale Energiesicherheit, bauen die USA aktiv ein neues Regulierungssystem für den weltweiten Ölmarkt auf. Dabei betrifft dies nicht nur den Persischen Golf – nach demselben Prinzip funktionieren auch die Sanktionen gegen Russland. Wenn es den USA nützt, werden die Sanktionen ausgesetzt. Wenn es ihnen nicht nützt, werden sie wieder verhängt. Das Endziel ist die Vorherrschaft der USA auf allen weltweiten Energiemärkten.
Und selbst der im Frühjahr verzeichnete Anstieg der Ölpreise war für die USA notwendig, um einen neuen Investitionszyklus für die US-Öl- und -Gasförderung in Gang zu setzen, betont der Experte – wobei Washington sein Ziel erreicht hat. Nun gilt es, die Preise zu senken, um die US-amerikanischen Kraftstoffverbraucher zu beruhigen.
Daniil Tjun, Geschäftsführer des Unternehmens DA-Consulting, ist der
Ansicht, dass die USA den Einflussschwerpunkt in dem Ölhandel von der
Frage "Wer fördert wie viel?" hin zu der Frage "Wer garantiert,
versichert und lässt die Barrel durch?" verlagern. Durch die
US-amerikanischen Strategie wird die OPEC schwächer und weniger
geschlossen. Die Kontrolle über die Sicherheit in der Straße von Hormus
verschafft den USA zudem Einfluss auf den Ölpreis, ohne dass sie sich
mit der OPEC+ abstimmen müssen, bemerkt Tjun – dies stärkt die Position
der USA als größter Ölproduzent und -exporteur: Bei jeder Instabilität
im Persischen Golf werden US-amerikanische Barrel automatisch
wertvoller. Das bedeutet, dass Washington nun ständig über mächtige
Hebel gegen China, Indien und sogar gegen Verbündete in Europa verfügt.
Für Russland ist eine solche Marktregulierung natürlich auf Dauer
inakzeptabel. Allerdings werden auch die großen Energieverbraucher –
China und Indien – unter solchen Bedingungen nicht lange durchhalten.
Der Nahe Osten und die dortigen Ölströme bleiben jedoch noch lange Zeit
in einem geopolitischen Turbulenzgebiet. Denn die USA brauchen
eigentlich kein Chaos, sondern kontrollierte Instabilität, bei der die
Nahost-Route zwar anfällig bleibt, aber nicht vollständig abgeschnitten
ist. < <
Es gibt immer wieder Momente, da wird einem schlagartig klar gemacht, WIE WENIG man weiß und WIE VIEL es zu entdecken gibt!
Ich suche zum Beispiel aktuell ein Violinkonzert von Nikolau Bakaleinikov von 1949 oder 1951, lerne dabei etwas von Violinkonzerten seines Bruders Vladimir in den USA - und beide sind schlecht bibliographiert und aktuell im Internet nicht greifbar.
Bei dieser Recherche nach russischen Violinkonzerten stolpere ich aber plötzlich in youtube über ein Violinkonzert von Robert Schumann - von dem ich NOCH NIE etwas gehört habe, das aber tatsächlich existiert und für das sich unter anderem eingesetzt hat Yehudi Menuhin.
Man kommt nicht von selbst drauf: Das Robert-Schumann Violinkonzert enstanden in ungeähr 14 Tagen in 1853 - also bereits in der Phase beginnender mentaler Probleme Schumanns, kurz vor seiner Einweisung in Bonn-Endenich, hatte zuerst eine AUFFÜHRUNGSSPERRE, ausgedacht von seiner engeren Umgebung (u.a. Brahms und Joachim), wurde trotzdem 1936 mit grossem NAZI-Tamtam uraufgeführt, Kurt Pahlen hielt es um 1961 für VERRÜCKT - und es ist wirklich hilfreich, daß Wikipedia dazu einen eigenen Artikel hat!
Wie soll ich sagen: In meiner Arbeitsweise hat es sich bewährt, daß man eine LINKLISTE macht und INFORMATIONEN zusammenstellt - denn ich selbst kann daoch nicht ein derartig komplexes wekr nach der ERSTEN BEGEGNUNG "beurteilen" - außer daß es wirklich SAUSCHWER ist.
Wir heute vergessen es oft: MUSIK wurde dem Menschen nicht gegeben für zwecke einer Show mit Zirkus-Senasationen oder als SPORT mit MAXIMALREKORDEN, sondern als TEIL von menschlicher Kultur-Anstrengung, um die Seele des Menschen zu erheben und zu veredeln!
Noch ein kleiner Hörtipp zum Schluß: Nach vielen Jahren habe ich kürzlich das ZWEITE Klavierkonzert von Tshaikowski noch einmal gehört - und das erstemal "ungefähr verstanden". KEIN WUNDER, denn der Solist war Alexander Malofeev, und das ist ein Rachmaninow-Spezialist, so daß ich erstmals ansatzweise BEGRIFF, daß Tshaikowskis späte Klangwelt und Rachmaninows Klangwelt des folgenden Jahrhundertanfangs eine Art "gemeinsamen Kulminationpunkt" haben, wobei alelrding die KOMPLEXITÄT der Tshaikowski Kompositionstechnik speziell in diesem zweiten Klavierkonzert eine Extraklasse ist!
Kiew ordnet Evakuierung von Einwohnern aus Slawjansk und Kramatorsk an
Die Behörden im von den ukrainischen Streitkräften kontrollierten Teil der Volksrepublik Donezk (DVR) weiten nach eigenen Angaben die Zwangsevakuierung von Familien mit Kindern aus.
Wie es heißt, gelte das für bestimmte Straßen in den Städten Slawjansk und Kramatorsk sowie in der Ortschaft Belenkoje. Zudem müsse das gesamte Gebiet der Dörfer Priwolje und Malotaranowka geräumt werden.
Zuvor gab das Oberhaupt der DVR, Denis Puschilin, bekannt, dass die russischen Truppen auf Kramatorsk vorrückten. < <
Mit dem Deutschlandticket kommt man leicht herum - und ich reise
jetzt ein wenig systematischer als früher. Ich fasse hier 3 Reiseziele
zusammen, weil sie wie Perlen aufgereiht, direkt hintereinander am Rhein
liegen: Remagen, Sinzig(Rhein), Bad Breisig (mit Oberbreisig)
---xxx---
1.
In Remagen besuche ich dieses Mal NICHT den "Apollinaris-Berg" von nach
1100 mit Umbauten aus dem 19. Jahrhundert und einer von diesen neuen
katholischen ordensähnlichen Gemeinschaften, wo sich auch ein
Familien-Mausoleum einer Adelsfamilie befindet. Apollinaris-Reliquien
gibt es auch in Düsseldorf, St. Lambert und natürlich in Ravenna "Sant
Apollinare in Classe", denn der hl. Apollinaris wird dem Umfeld der
Apostel - eventuell Petrus-Schüler? - zugerechnet und wurde deshalb
früher hoch verehrt. Ich besuche stattdessen die ALTE HAUPTKIRCHE, St.
Peter und Paul, - im sogenannten "spätromanischen Übergangsstil", der,
wie ich vor kurzem bei meinem ersten Besuch in Andernach gelernt habe,
von der KAISERLICHEN PARTEI bevorzugt wurde, während bürgerliche Stände
und geistliche Territorien schon GOTIK bauten.
Danach wandere ich
am Rhein entlang zur durch den Kriegsfilm "Die Brücke von Remagen"
berühmten - zerstörten - Ludendorf-Brücke, gebaut im ERSTEN WELTKRIEG
für den Nachschub. In den linksrheinischen sehr massiven Hauptpfeilern
auf der Remagener Seite ist jetzt ein "Friedensmuseum" - aber ich kann
dieses mißbrauchte Wort nicht mehr hören, jetzt, wo die deutsche
Regierung schon wieder die Leute in den nächsten grossen Krieg TREIBT.
---xxx---
2. Ich
wollte aber an sich eine KREUZRELIQUIE in Bad Breisig besuchen - ich
finde öfter mal fast vergessene Kreuzreliquien -, erwische aber den Zug
nach Koblenz auf der falschen Rheinseite, wechsle über Bonn-Beuel auf
die andere Rheinseite und entschliesse mich SPONTAN, in SINZIG
auszusteigen, weil ich nämlich nicht genau genug vorbereitet hatte und
deshalb nicht wußte, daß Bad Breisig die nächste Station hinter Sinzig
gewesen wäre.
Sinzig im Mai ist heuer nicht übertrieben betriebsam
- um nicht zu sagen: ausgesprochen ruhig. Ich schlender drauflos und
werde von einem AUFFÄLLIG aussen angemalten Kirchenbau angezogen. Man
steigt dort eine TREPPE hinauf, wo ein sehr eindrucksvolles - weil auch
ziemlich grosses - Kriegerdenkmal ist. Oben angekommen finde ich einen
TYPISCHEN Marktplatz mit einem Rathaus (einem ehemaligen Schloß?) und
die Kirche, die im "rheinisch-spätromanischen Mischstil" oder
"Übergangsstil" - wie auch in Neuss, St. Quirin - gebaut ist, was, wie
ich kürzlich in Andernach gelernt habe, ein Indiz ist, daß es sich um
eine KAISERLICHE Stadt handelt. Gotik wird ZEITGLEICH gebaut, ist dann
aber eben NICHT-KAISERLICH orientiert.
Weil ich im
Wallraf-Richartz-Museum die Etage mit der religiösen Malerei jetzt schon
3mal gesehen habe, fällt mir auf, daß das ALTARBILD und ein weiteres
grosses - eventuell barockes - Gemälde eine UNGEWÖHNLICHE QUALITÄT
haben, ebenso wie einige wenige, aber gediegene Figuren der
Innenausstattung.
Auch die Orgel fällt mir wegen der "spanischen Trompeten" auf.
Ich
denke bei mir: Was für ein Schatzkästlein - und trete den Rückweg an.
Dabei fallen mir 3 KAISERSTATUEN auf mit der Krone des "heiligen
römischen Reiches Deutscher Nation" - und bei einer ist eine Tafel mit
Erklärungen, so daß man leicht erfährt: Gemeint ist FRIEDRICH
BARBAROSSA, der öfter in Sinzig war, was mich erstaunt, obwohl Sinzig
an der alten Krönungsstrasse - über Düren - liegt, welche die in
Frankfurt gekrönten Kaiser bei ihrem Antrittsbesuch in Aachen benutzten.
Auf
dem Rückweg fallen mir "Kollonaden" eines Gartens auf, wie man sie in
der Antike und in Italien kennt, denn da ist noch ein Gebäude, das ich
ausgelassen hatte. Es stellt sich heraus: Die hatte man im 19.
Jahrhundert gebaut auf der Fläche des ZEHNTHOFES, etwas unterhalb der
Kirche, wo man RÖMISCHE STEINE aufgestellt hat einer römischen VILLA
RUSTICA, wo vermutlich Hilfstruppen aus Thrakien (Donaugebiet, teilweise
heutiges Rumänien und Bulgarien) bis zum 2. Jahrhundert n.Chr.
eingesetzt waren.
Den Tafeln beim ZEHNTHOF ist zu entnehmen:
Schon König Pippin hat den ZEHNTHOF als sogenannten "Königshof" genutzt,
bis dieser dann zur Zeit Kaiser Barbarossas eine KÖNIGSPFALZ geworden
ist.
Weshalb Sinzig heute sich selbst manchmal "Barbarossa-Stadt" nennt.
Der
KNÜLLER kommt aber erst, als ich wieder zuhause die ORGEL von Sinzig
recherchiere. Das ist nicht nur eine WALCKER-Orgel, sondern es ist eine
EXPERIMENTELLE ORGEL der 70iger-Jahre, wo etliche ABERWITZIGE
"Aliquot-Register" mit den SELTSAMSTEN Oberton-Mischungen eingebaut
worden sind, was die Sinziger Orgel bis heute zu einem Anziehungspunkt
für KONZERTREIHEN mit NEUER MUSIK macht.
Der
grösste GECK der Sinziger Orgel ist aber vielleicht, daß sie einige
Klangregister besitzt, so daß man Musik aus der Epoche der
US-amerikanischen Kino- und Kaufhausorgeln fast klangecht spielen kann.
Kurzum:
Die Sinziger Orgel ist WITZIG und KURIOS - und ich füge eine Video von
dem englsichen Organisten FRASER GARTSHORE ein, der ganz wnderbar
demonstriert, was in der kleinen Klangmaschine alles drin steckt.
video-title:
Wie Crazy Ist Diese Orgel? Einmalige Orgel in Sinzig! - channel: Fraser
Gartshore - URL https://www.youtube.com/watch?v=0IZmg5hF0N0
---xxx---
Damit
ist meine Sinzig-Story aber noch nicht zu Ende! Denn: DIESE Orgel wurde
in 1972 entworfen von PETER BARES, daselbst Organist und
Weinkeller-Besitzer zu Sinzig - Lieblingsspruch: "Haste Bares, biste
flüssig!" -, und Improvisator und Komponist sogenannter "Neuer Musik",
angeblich mit einem riesigen Haufen von 3000 eigenen Werken, die
gröstenteils nicht publiziert wurden.
Peter
Bares - inzwischen schon verstorben - das ist EXAKT einer von diesen
EXPONENTEN der sogenannten MODERNE, dem ich MEINE Orgelmusik überhaupt
gar nicht erst vorlegen bräuchte. Wie soll ich höflich sagen: SOLANGE
DIESE SORTE von EXPONENTEN DER MODERNE - darunter auch Gottlieb Blarr
aus Düsseldorf, mit dem ich in einer Chorsaison an der Maxkirche einige
Male immerhin physisch im selben Raum war, ohne mich allerdings
überhaupt um Kontakt zu bemühen - noch massgebend ist, VERZICHTE ich
dankend auf eine berufliche Laufbahn als C-Organist, die ich immerhin
einmal als Alternative in Betracht gezogen hatte.
DAS PASST NICHT - und was Gott nicht verbunden hat, soll der Mensch getrennt lassen! Bitte überzeugen Sie sich selbst!
3.
Am ungewöhnlichsten aber fand ich Bad Breisig (mit einer ECHTEN
Thermal-mineral-Römer-Therme, wo sogar ARSEN enthalten ist, weswegen das
Publikum angehalten wird, davon nur WENIG und in KLEINEN Nipp-Bechern
zu trinken).
Bad
Breisig ist der Zentralort einer untergegangenen TEMPLER-Kommende (die
heute ein Restaurant ist) und diese Templer haben aus dem Heiligen Land
eine ECHTE KREUZRELIQUIE vom WAHREN KREUZ CHRISTI mitgebracht, das seit
ungefäh 1400 in einem relativ kleinen SILBERKREUZ aufbewart wird, und
zwar in (Unter-)Breisig in der Kirche St. Maria. Aus diesem Grunde wird
in Breisig bis heute das Fest KREUZERHÖHUNG (von der Wiedeauffindung des
Christus-Kreuzes durch die Kaiserinmutter Helena) besonders gefeiert,
das, nebenbei gesagt, auch ein STIFTUNGSFEST des DEUTSCHEN
(Ritter.)Ordens ist - OT = Ordo Teutonicus, der heute in WIEN seinen
Hauptsitz hat - nicht in Rom - und in Österreich bis heute verbunden ist
mit einer Militäreinheit, und zwar dem Jägerbataillon "Hoch- und
Deutschmeister".
Stichwort:
"Breisiger Ländchen" - heute eine professionell erschlossene Region mit
Wanderwegen und "total romantischen" Aussichten auf den Rhein -
(zuletzt zu einem Damenstift in Essen gehörend, also wahrscheinlich eher
der heutige Domkomplex - nicht aber Essen-Werden!) - in: Wikipedia DE -
Bad Breisig - Kapitel: Geschichte - URL https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Breisig#Geschichte
Das
wirklich für mich überraschende ist: In St. Maria in Bad Breisig ist
die ALTE AUSSTATTUNG mit Figuren und HOLZ-ALTÄREN erhalten geblieben.
NICHT
zur alten Ausstattung gehört aber eine ALTE ORGEL, der Orgelprospekt -
die Vordeansicht - nur alt und original aussieht, aber NICHT aus Bad
Breisig stammt. Es handelt sich vielmehr um eine Orgel aus AURICH in
Ostfriesland, die auch den Namen hat "Constabel-Orgel" und die man für
ungefähr 700.000 Euro renoviert und modernisiert hat.
Na
klar: Wenn soviel Geld ausgegeben wurde, dann muß man auch unbedingt
eine "Orgelmusik-Reihe" als Veranstaltungsreihe haben - schon wegen der
Weltbedeutung des NORDDEUTSCHEN BAROCK in der Orgelmusik, was eine
evangelische Angelegenheit ist, so daß diese Orgel historisch -
irgendwie - verknüpft ist mit einer Orgel ähnlichen Bautyps aus
derselben Erst-Werkstatt in Trondheim/Norwegen.
Ich
bringe jetzt Klangbeispiele zu der Orgel in St. Marien in Bad Breisig -
um zu so zurückhaltend wie möglich anzudeuten, daß man DIESEN KLANG
nicht mit Silbermann-Orgeln verwechseln kann!
Für
mich war aber VIEL interessanter die Kirche St. Viktor in Oberbreisig.
(Viktor von Xanten und dessen Gefährten aus der sogenannten "thebäischen
Legion" - Christen und Märtyrer des römischen Heeres, die von
Theben/Ägypten nach Südfrankreich und an die Rheingrenze versetzt worden
waren) Denn: In dieser KLEINEN und ebenfalls im "spätromanischen
Übergangsstil" gebauten Kirche gibt es a) eine Michaels-Figur und ein
Christopherus-Fresco und b) etliche RESTE einer ALTEN WAND-AUSMALUNG.
Oder etwas anders formuliert: In St. Viktor sieht man DEUTLICH, daß das
heute bevorzugte "klinische Reinweiss" an katholischen Kirchenwänden
NICHT URSPRÜNGLICH ist, sondern sich erst seit der lutherischen
REFORMATION ausgebreitet hat, und zwar THEOLOGISCH "begründet" durch
Luthers eigene Abneigung gegen "ABLENKUNG durch Bilder", womöglich noch
mit HEILIGENDARSTELLUNGEN einer von Luther als atavistisch abgelehnten
Heiligenverehrung.
4.
Es gibt etwas, was Remagen, Sinzig und Bad Breisig verbindet. Dort ist
eine GELÄNDEFORMATION mit dem alten Flurnamen "Goldene Meile" - und in
dieser Rheinuferzone hatten die Westalliierten nach Ende des Krieges in
1945 einige Monate eines der "RHEINWIESEN-Gefangenenlager", und zwar mit
einer Belegungszahl von 169.000 deutschen Kriegsgefangenen, nämlich a)
unter freiem Himmel und b) mit einer sagenhaften "sanitären Situation",
verknüpft mit einer durchaus absichtlich wenig üppigen Versorgungslage.
---xxx---
5.
Schluß: Manchmal werde ich gefragt: Was soll diese Reiserei zu kleinen
Orten mit alten Kirchen und Königshöfen. Worauf meine Antwort ist:
Erstens bin ich Privatgelehrter im Felde der Geschichtswissenschaft und
zweitens kann man mit seinem nicht verbrauchten Geld VIEL SCHLIMMERES
tun, wie ich nicht nur vermute, sondern sogar befürchten möchte!