Schlachtenserie von Rschew (bei Moskau) Jan.42 - März 43
- Bruno Antonio
Buike, 11.Mai 2026 -
Zum Gedenktag des 9.
Mai 2026 hat Russland erneut an die Schlachtensereie von Rschew
Jan.1942 – März 1943 erinnert, welche ich zum ersten Mal erwähnt
gehört habe in einer Rede Präsident Putins auf der Parade des 9.
Mai vor wenigen Jahren, und zwar als eines der schwersten
Kriegtraumata der russischen Kriegsgeschichte des 2. Weltkriegs.
(source: Die Seelen der Gefallenen: Das beeindruckende Monument von
Rschew; in: Russia Today RT DE (und in rumble videos) - 10.Mai 2026
– URL
https://dert.site/kurzclips/video/279726-seelen-gefallenen-beeindruckende-monument-von/
) - source: RT DE-Exklusiv: Zwischen Schlachtfeld und Virtual Reality – Besuch im Museum von Rschew, in: Russia Today RT DE - 10-05-2026 URL https://dert.site/kurzclips/video/279720-rt-de-exklusiv-zwischen-schlachtfeld/)
In Rschew werden auch heute noch – also in 2026 - jährlich ca.
1000 tote Rotarmisten gefunden, teilweise in 7 Schichten
übereinander. Das russische Programm zur Völkerverständigung über
den Gräbern - auch auf einem grossen deutschen Soldatenfriedhof und mit
einem Jugendaustausch der Deutschen Kriegsgräberfürsorge verknüpft - scheint aktuell ausgesetzt und gestoppt zu sein, vermutlich wegen der
Ukraine-Wirren seit 2014.
Die Schlachten von
Rschew 1942-1943 verharrten bislang im Halbdunkel der historischen
Erinnerung aus letztlich mir selbst unbekannten Gründen:
Die einen sagen,
dass die russische Seite die exorbitanten Verluste – angeblich
verursacht durch horrende Fehlentscheidungen von Befehlshabern –
verschleiern wollte; aber kaum jemand scheint zu fragen, ob die
beiden sowjetischen Oberkommandierenden, die späteren Marschälle
der Sowjetunion Schukow und Konev, überhaupt eine Alternative zu
einer „Fleischwolftaktik“ mit MATERIAL-MASSIERUNG hatten, so daß die MATERIELLE ÜBERLEGENHEIT - punktuell - bei 10:1 gewesen sein soll.
Klammer auf: Bei
Rschew wurden ganze Armeen vernichtet und es konnte in kurzer Zeit
bei EINER Angriffsaktion ein Verlust von 650 russischen Panzern
(T-34?) vorkommen! Klammer zu.
Die anderen wollen
nicht bemerken, dass die Verluste auf deutscher Seite in der
Grössenordnung gleich waren mit denen von Stalingrad. Ich
korrigiere: Nein, bei Stalingrad verlor Deutschland 250.000 Sodaten
und bei Rschew irgendwas zwischen 200.000 - 450.000 Soldaten (und die Russen bei 1,5 Millionen), wobei
die Zahlenangaben aus begreiflichen Gründen SCHWANKEN und NICHT
übereinstimmen, was ein eigenes Forschungsproblem ist, das ich hier überspringe.
Wieder anderen
entgeht der strategische Zusammenhang zwischen der Schlachtenserie
bei Rschew und der anschliessenden Schlacht bei Kursk (Juli 1943,
abgebrochen von den Deutschen wegen alliierten Invasionen an anderen
Fronten) – source: Unternehmen Zitadelle, Wikipedia DE URL
https://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen_Zitadelle
- , angeblich die bislang grösste Panzerschlacht der Geschichte. (Wenn ich richtig informiert bin, was nicht sicher ist, dann sollen bei Kursk bis zu 7 GESTAFFELTE PANZER-ABWEHR-STELLUNGEN gewesen sein ...)
Wie soll ich sagen:
DASS die Schlachten von Rschew HEUTE in 2026 wieder ERFORSCHT werden,
scheint damit zusammenzuhängen, dass die Putin-Generation NACH der
Verabschiedung des Brutalo-Kommunismus in 1990 zurück in die Archive
gegangen ist, weil sie verstehen WOLLTE, was TATSÄCHLICH geschehen
ist. Tatsächlich geschehen scheint zu sein derartig gigantisch
Grauenvolles, dass Russland heute erstens OFFIZIELL die OPFERZAHLEN
für den Zweiten Weltkrieg NACH OBEN korrigiert hat - auf offiziell
ungefähr 27 Millionen Tote - und zweitens heute von einem
DEZIDIERTEN NAZI-deutschen VERNICHTUNGSKRIEG spricht, der an anderen
deutschen Fronten NICHT oder nicht in dieser brutalen Konsequenz
vorgekommen ist.
Es würde mich nicht verblüffen, wenn sich
schlussendlich herausstellen würde, dass die Deutschen nicht nur
ihre neuartige „Blitzkrieg-Strategie“ von BRITISCHEN Gruppen um
Liddell Hart – source: „Basil H. Liddell Hart“ Wikipedia DE URL
https://de.wikipedia.org/wiki/Basil_H._Liddell_Hart
- um 1936 übernommen haben, sondern dass auch die
VERNICHTUNGSSTRATEGIE von britischen VORDENKERN des TOTALEN KRIEGES
übernommen war. Man könnte geradezu bösartig spekulieren: Wer
garantiert uns heute noch, dass Deutschland – oder vielmehr
deutsche (Adels- und Industrie-) Eliten - für seine/ihre EXTREME VERNICHTUNGSLEISTUNG an
den RUSSISCHEN FRONTEN nach dem Zweiten Weltkrieg sogar noch
„verdeckt BELOHNT“ worden ist/sind, nämlich insbesondere von den
ANGLOAMERIKANISCHEN Alliierten, die in den IG FARBEN ohnehin schon seit den 1920iger Jahren ihre Geschäftspartner waren??!!
Ich selbst war also
bis vor kurzem völlig ahnungslos über den sogenannten
„nasenähnlichen Frontbogen bei Rschew“, der beinahe zum
Zusammenbruch der deutschen Heeresgruppe Mitte geführt hätte, was
abgewendet wurde durch eine GEORDNETE ABSETZBEWEGUNG in VORBEREITETE
RÜCKWÄRTIGE STELLUNGEN - Operation Büffelbewegungen - zwecks einer FRONTBEGRADIGUNG um ca. 230 - 300 km Länge und ca. 100 km Tiefe oder so – was übrigens auch nach Stalingrad gelang, wo GFM von
Manstein einen GROSSEN GEORDNETEN STRATEGISCHEN RÜCKZUG geschafft
hat, übrigens unter grosser Mithilfe der rumänischen Armee und Flotte unter Marschall Antonescu, berühmtes Paradebeispiel: Evakuierung der Deutschen Verbände von der Krim auf dem Seeweg.
Dieser Frontbogen
Rschew war entstanden als Folge des abgebrochenen deutschen
Vormarsches auf Moskau, das nur 200 km entfernt liegt.
Es wirkt öfter ein
bischen naseweis, wenn man NACHTRÄGLICHE BEURTEILUNGEN von wichtigen
Kriegsereignissen liest oder selber versucht.
Im Falle der deutschen
EXTREMEN HALTEBEFEHLE bei Rschew findet man öfter behauptet, diese
seien ein STRATEGISCHER FEHLER Hitlers gewesen. In der Tat scheint es
auf deutscher Seite eine DISKUSSION gegeben zu haben, in welcher der
Blitzkrieg-Vertreter, der Panzergeneral Guderian, TATSÄCHLICH
vertreten haben soll, relativ WEIT ZURÜCKZUGEHEN, während der zwei
grossen Wetterfeinde in Russland – extreme Winterkälte bei -40
Grad Celsius und MORAST-Periode (Rasputiza?) – auszuruhen, und erst danach
wieder SCHNELLE VORSTÖSSE zu beginnen. Die Position Guderians wäre
ziemlich PRÄZISE im Sinne der neuartigen Blitzkrieg-Strategie
gewesen, aber ich möchte vermuten, dass diese GENIALE THEORIE nicht
VOLLSTÄNDIG GENUG UMGESETZT werden konnte, aus technologischen
Gründen (der zweckentsprechenden SCHNELLEN LOGISTIK), aus
MENTALITÄTSGRÜNDEN, wo also das Blitzkrieg-Denken in den KÖPFEN
der übrigen deutschen Generalität nicht ausreichend absorbiert
worden war, und letztlich aus Gründen der HARTEN KRIEGSREALITÄT,
welche nämlich in den Beispielen von Rschew, Kursk und Stalingrad
UMSCHLUG in einen STATIONÄREN SCHLAGABTAUSCH und dadurch etliche an
sich brilliante Kriegsideen GESMASHT und GESCHREDDERT wurden.
Anders gesagt: WENN der Krieg STATIONÄR wird, dann ist Blitzkrieg
mit SCHNELLEN Vor- und Zurückbewegungen - sozusagen aus definitorischen Gründen - am Ende, denn HALT und BEWEGUNG sind antagonistische Begriffe, die durch logischen Widerspruch getrennt sind und bleiben!
Man könnte also
resümieren: Die deutsche Strategie in Russland ist letztlich deshalb
gescheitert, weil der russische Gegner eine Art „Bis-
hierhin-und-nicht-weiter“-Strategie angewendet hat, und zwar mit
einer geradezu rammbockartig-störrischen Konsequenz. Wenn man das
gelten lassen wollte, könnte man noch darauf hinweisen, dass etwas
historisch SELTSAMES geschehen ist, dass nämlich die Deutschen im
Zweiten Weltkrieg einen Gedanken NAPOLEONS wiederholen und denken und
VERMUTEN, dass eine EROBERUNG MOSKAUS KRIEGSWICHTIG ist oder sein
könnte. Die Lehren aus dem von Churchill angezettelten sogenannten
„russischen Bürgerkrieg“ -- (bis 1922, letzte weisse Bastion Wladiwostok gefallen, Admiral Koltschak gefangen genommen, anschliessend TSCHECHISCHE LEGION - desertiertes österreich-ungarisches Infanterieregiment - auf Schiffen - auch britischen Schiffen - repatriiert) --- mit ungefähr 1 Million Mann
ausländischer Inteventionstruppen auf russischem Territorium hätten
jedoch zeigen können, dass Russland sogar dann, wenn es
kriegsbedingt in mehrere Operationsgebiete aufgespalten worden ist,
FUNKTIONIERENDE ADMINISTRATIVE ZENTREN mit HAUPTSTADTFUNKTIONEN
ausbilden kann. Anders gesagt: Das Scheitern NAPOLEONS und HITLERS
und deren IDEE einer Eroberung der „russischen Hauptstadt“ beruht
auf ungenügender Erkenntnis und Berücksichtigung der geographischen
REALITÄTEN dieses Riesenreiches, denn die Kriegsgeschichte scheint
zu lehren, dass die MAXIME, wonach ein Land besiegt ist, wenn die
Hauptstadt erobert ist, nur in VIEL KLEINEREN EUROPÄISCHEN Staaten
gilt.
Ich vermute jedoch,
dass ein viel grundlegenderer FEHLER war der Ausbruch von
RÄUBERISCHER GIER eines SPEZIELLEN TYPS, nämlich als Bestandteil
von RAUSCHGIFTVERHALTEN durch a) Drogenkonsum in der deutschen
Staatsführung (zum Beispiel Udet und Göring, und wahrscheinlich
auch Hitler selbst) und b) durch PERVITIN-AMPHETAMIN-Gebrauch
ERSTMALS in der bekannten Kriegsgeschichte in der GESAMTEN DEUTSCHEN
ARMEE.
Selbstverständlich
masse ich mir nicht an, mit dieser kurzen Nachhol-Unterrichtung die
Operationen von Rschew und Kursk „ausreichend verstanden“ zu haben.
Als Einstieg für weitere Forschungen eignet sich aber immerhin
source: Schlacht von Rschew – Wikipedia DE URL
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Rschew
– wo ich allerdings jede Menge ÜBERPRÜFUNGSBEDARF befürchte.
Dort ist auch ein
TEIL der deutschen VERNICHTUNGSSTRAGEGIE erwähnt, nämlich MITNAHME
/ Verschleppung von 100.000 und mehr ZWANGSARBEITERN zum STELLUNGSBAU
beim Rückzug der Deutschen, Extrembehandlung ohne Überlebenschance
von russischen Kriegsgefangenen, AUSPLÜNDERUNG und MITNAHME von
ALLEM, was auch nur IRGENDWIE für die deutsche LOGISTIK an
Sachgütern nützlich war, darunter angeblich Sachgüter in einer Menge von 12.000 Eisenbahnwaggons.
Einen anderen Teil der
deutschen Vernichtungsstrategie bei Rschew zitiere ich aus dem
geographischen Artikel source: Rschew, Wikipedia DE URL
https://de.wikipedia.org/wiki/Rschew
– wo wir lesen:
Zitatanfang
„ Die Stadt – (Anm. d. Verf.: gemeint Rschew) - wurde bei den
Kämpfen vollständig zerstört. Mehr als ein Sechstel der
Stadtbevölkerung wurde während der deutschen Besetzung in
Arbeitslager
deportiert; etwa 9000 Personen wurden in einem Konzentrationslager
umgebracht, das im Stadtzentrum errichtet wurde. Während ihrer
Besatzung verübte die 9. Armee der Wehrmacht systematisch Verbrechen
an der Zivilbevölkerung und sowjetischen Kriegsgefangenen, dies
setzte sich bei ihrem Abzug im März 1943 (Unternehmen
Büffelbewegung) fort. Von 5500 Gebäuden in Rschew blieben 500
Gebäude am Stadtrand erhalten, von 60.000 Einwohnern haben 362
überlebt.[2]“
Zitatende
Zusätzliche source:
„Unternehmen Büffelbewegung“ – deutscher geordneter Rückzug
(und dessen Extreme) bei Rschew 1943, Wikipedia DE URL
https://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen_Büffelbewegung ergänzt andere Grössenordnungen - und wir lesen:
Zitatanfang
> > Von 56.000 Einwohnern wohnten nach der Befreiung durch die
Rote Armee noch 150 Menschen in der Stadt, im Umfeld der Stadt wohnten
weitere 200. Viele der Einwohner wurden als Arbeitskräfte von den
Deutschen deportiert.[13]
Des Weiteren existierte in der Stadt ein
Konzentrationslager. Es wird davon ausgegangen, dass in zwei gefundenen
Massengräbern etwa 70.000 Menschen verscharrt wurden.[14] < <
Zitatende
Buike Science And
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