Kommt man nicht von selbst drauf: Aber in der Schweiz gibt es einen kleinen Friedhof für sowjetrussische Soldaten, welche bei Fluchtversuchen aus süddeutschen NAZI-Gefangenenlagern ums Leben kamen – und heute offiziell von der russischen Boschaft geehrt werden. Auch der russische Motoradclub “Nachwölfe” ist da.
Was niemand nicht gerne hören will ist folgendes: Wir müssen heute auf Grund von Joseph P. Farrell Büchern STARK VERMUTEN, daß ein GROSSER TEIL des NACHSCHUBS für die NAZI-Divisionen in Italien über die GOTTHARD-Route in der Schweiz geführt wurde. Und selbstverständlich ist bis heute ein Grossteil des Zahngoldes von jüdischen KZ-Toten in NAZI-deutschen KZs in mehreren TONNEN in Schweizer Banktresoren – und selbstverständlich sind bis heute GERAUBTE VERMÖGENSWERTE von NAZI-Opfern auf Schweizer Bankkonten.
Frage an Radio Eriwan: Wie sieht der “russische Bär” aus?
Antwort von Radio Eriwan: Der “russische Bär” sieht aus wie ein Bär und ist auch einer!
Frage an Radio Eriwan: Was tut der “russische Bär”?
Antwort von Radio Eriwan: Der “russische Bär” tut zunächst einmal das, was alle Bären tun. Das heißt: er “bärt”!?
Frage an Radio Erwian: Kann man ein Photo vom “russischen Bären” haben?
Antwort von Radio Eriwan: Wir haben gerade eben ein aktuelles Photo hereinbekommen, das wahrscheinlich alle Fragen beantwortet! Man sieht darauf sehr schön, wie der Bär bärt – und dabei eine britischen Zylinderhutträger und einen französischen Baguett-Verkäufer aus dem russischen Wald des russischen Bären vejagt.
Russischer Bär jagt französische Baguett-Lieferanten und britische Zylinderhut-Träger aus dem russischen Wald
Als offiziell registriertes Mitglied der orthodoxen Kirche des autokephalen Patriarchates von Serbien in Belgrad vermute ich, daß es mir – noch – erlaubt ist, eine news mit HISTORISCHER Bedeutung aus Belgrad zu präsentieren:
Heute, Mittwoch, 8-5-2024, Jahrestag der Bombardierung der chinesischen Botschaft in Belgrad im NATO-US-Krieg von 1999 gegen Rest-Jugoslawien / Serbien – und gleichzeitig rein zufällig Vortag der jährlichen Siegesparade zum Ende des 2. Weltkriegs in Moskau – jeweils 9. Mai – besucht der chinesische Staatspräsident Xi Jinping Serbien – und gleich danach Ungarn, und zwar mit einer hochrangigen Delegation.
Ich – rein persönlich – erhoffe mir von diesem Besuch, daß China seine Politik des SCHUTZES von LOKALEN KLEINPRODUKTIONEN landestypischer Produkte FORTSETZT, namentlich des Schutzes von serbischem HONIG und serbischen WEINEN.
Wie soll ich höflich sagen: Im Jahre 1976 lebte ich kurzzeitig in Lüdenscheid im Bergischen Land – und damals gab es dort, was es heute fast nirgends mehr gibt, nämlich ein JUGOSLAWISCHES Lokal, und zwar mit einer EXZELLENTEN und VIELFÄLTIGEN WEINKARTE, deretwegen ich eine private Weinverkostungs-Session beschloß, bei der ich allerdings nur bis zum dritten oder vierten Glas kam. DENN: sie haben dort in Serbien – in Ungarn und in Rumänien und Bulgarien – etwas, was es in ganz Europa kein zweites Mal gibt, nämlich SONNENVERWÖHNTE Weine in VIELEN verschiedenen Sorten, die TRADITIONELL hergestellt werden – und NICHT mit den im übrigen Europa heute üblichen MASSEN-PRODUKTIONSMETHODEN. Sie haben dort, kurz gesagt, Weine fast wie Öl, daß die Götter neidisch werden könnten. Und sie haben noch etwas in Serbien und passend zum Wein, nämlich frisch vom offenen Feuer Lamm oder Ziege. Klammer auf: Ich traue mich gar nicht, es zu erwähnen: Ich habe TATSÄCHLICH zum hohen Osterfest 2024 in einer rumänisch orthodoxen Gemeinde echtes LAMM und echten – sogar selbst gemachten – Wein gehabt. Klammer zu!
Aber Obacht: Wem jetzt das Wasser im Mund zusammengelaufen ist und wer jetzt einen beliebigen deutschen Grossmarkt aufsucht, um diese SERBISCHEN Produkte zu KAUFEN, der findet FAST NIRGENDS etwas davon in deutschen Regalen – denn, Ladies and Gentlemen – die Europäische Union ist GNADENLOS NEUTRAL und GROSSINDUSTRIELL – und WEISS GANZ GENAU, was Konsumenten “brauchen”, nämlich GROSSWEIN-Produktion der chemischen Geschmacksrichtungen “französisch Barrique” und “deutsch Mosel” (für Engländer, die sauren Wein toll finden) – die Zutaten kann man in spezialisierten Apotheken oder Chemielabors kaufen.
source 2: Serbien öffnet Wirtschaft und Arme für „Bruder Xi“; in Euroactiv (gesponsort by EU-organizations) – Laurent Geslin – 7-5-2024 – URL https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/serbien-oeffnet-wirtschaft-und-arme-fuer-bruder-xi/ – Beachtenswert: Dieser EU-orientierte Beitrag unterschlägt die bischerigen Schweirigkeiten der EUIntegration Serbiens deutlich an, namentlich daß Sebien wie eine zögerliche Braut ist, welche den EU-ANPASSUNGSFORDERUNGEN gründlich MISSTRAUT.
> > UZ predsednika Aleksandra Vučića i prvu damu, kineskog predsednika Si Đinpinga na crvenom tepihu dočekala je delegacija Srbije koju čine premijer Miloš Vučević, predsednica Skupštine Ana Brnabić, ministar spoljnih poslova Marko Đurić, ambasadorka Srbije u Kini Maja Stefanović i kineski ambasador u Beogradu Li Ming sa suprugom.
—xxx— Klammer auf: die beiden Präsidenten lächeln hier, weil sie einem folkloristischen Kolo-Tanz zuschauen. Kalmmer zu! —xxx—
Poštovani predsedniče Si, uvaženi prijatelju, dobro nam došli u Srbiju! Ovom posetom učinili ste ogromnu čast našoj zemlji i narodu, koji iskreno voli Kinu i ceni prijateljstvo Vaše velike zemlje. Vizija sveta za koju se zalažete, dala je inspiraciju i snagu i našoj maloj zemlji koja danas hrabro i ponosno korača putem napretka i uspeha.Želimo da iskrenim gostoprimstvom uzvratimo makar malim delom za svu podršku koju nesebično pružate Srbiji. Živelo čelično prijateljstvo Srbije i Kine, koje se kalilo u teškim vremenima i koje ćemo nastaviti da čuvamo kroz uzajamno poštovanje, razumevanje i čvrstu podršku – napisao je Vučić na Instagramu. < <
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Ingenieurstechnisches Zwischenergebnis:
1. Es hat schon seine Gründe, daß die Zustimmung zu Europa in Meinungsumfragen in Serbien aktuell bei bloß 30 % liegt.
2. DENN: Richtige Serben möchten GEKLÄRT haben a) die RECHTE der Serben im Kosovo, b) die RECHTE der Serben in Bosnien und c) den ZUGANG zu einem MITTELMEER-HAFEN (welcher seit der Trennung von Montenegro FEHLT).
3. Aber es besteht HOFFNUNG für Serbien, denn am Horizont meint man zu erkennen, daß die Tage der BISHERIGEN EUROPÄISCHEN UNION nach dem Brexit der Engländer und nach Trump aus den USA gezählt sein könnten, daß also irgendwann DIESES deutsch-französische Europa nicht mehr existieren wird.
In einer Beichte zum orthodoxen Osterfest 2024 erhielt ich zwei Antworten von einem orthodoxen Priester.
Erstens sagte er: “Solange du kritisiert wirst, bist du auf dem richtigen Weg.” –
Damit war zunächst gemeint: Wenn man Bücher und ein Blog schreibt, dann benötigt man professionelle Kritik, weil keiner perfekt ist und jeder irgendwelche unschönen Fehler macht.
Aber auf Nachfrage ergänzte er etwas weniger Naheliegendes, als er sinngemäß sagte, das Problem sei, wenn man “dieser Welt” – ergänze: dieser “gefallenen” Welt – zu sehr gefällt. Ergänze: denn dann hat man möglicherweise zuviel ANPASSUNG und AGGIORNAMENTO gemacht – und womöglich geistigen und metaphysischen Tiefgang und Essenz verloren.
Und schliesslich meinte er so ähnlich wie, daß solange die Kritik da sei, meine Sachen offenbar nicht derartig langweilig seien, daß das Publikum sofort einschläft.
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Dann jedoch folgte etwas, dessen Zusamemnhang mit dem Vorigen ich zunächst gar nicht verstand.
Es folgte eine ANEKDOTE von einem der ALTEN Mönche aus der ÄYGYPTISCHEN WÜSTE aus der Anfangszeit des Christentums, was für mich insofern von Belang ist, als mein zweiter Namenspatron der hl. Antonius, der Mönchsvater oder Antonius, der Ägypter, ist. (Die Quelle habe ich leider vergessen. Es ist aber möglicherweise NICHT die Spruchsammlung der “Apophtegma Patrum” (“Aussprüche der Väter”) …)
Die Anekdote aber ging so: >> Ein Mönch war gestorben und kam zur Himmelstür. Er klopfte an und Jesus Christus” – also NICHT wie heute Petrus! – “fragte: “Wer ist da?” – Worauf die Antwort kam: ” Hier ist der Mönch und Archimandrit soundso.” Worauf Christus antwortete: “Den kenne ich nicht.” – Jetzt versuchte es der Mönch ein zweites Mal, klopfte an und sagte: “Hier ist der Mönch sound so.” Und wiederum kam die Antwort von Christus: “Kenne ich nicht.” — Ein drittes Mal klopfte der tote Mönche jetzt und wieder fragte Jesus auf der anderen Seite der Himmelstür: “Wer ist da?” – Und diesmal sagte der Mönch: “DU!” – Und da öffnete sich die verschlossene Himmelstür …
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Kommentarversuch:
1. Der erste Teil hat eine “Ich-Perspektive” und zielt auf das “Ich” des Blog-Schreibers, des Arbeitenden, womöglich des ugnerecht Schuftenden. Der zweite Teil der Antwort beginnt auch mit der “Ich-Perspektive” – “ICH, der Mönch soundos – und das “ICH-Problem” wird dadurch gelöst, daß eine METAPHYSISCHE WAHRHEIT AUFDECKT, daß ein ICH gar nicht existiert, WEIL alles in der DU-Perspektive des SCHÖPFERS enthaltn ist, weil GESCHAFFENES niemals etwa anderes ist als – in spezielelr Weise – TEIL DES SCHÖPFERS, jedoch nicht der Schöpfer selbst!
2. Descartes sagte den berühmten – falschen Syllogismus oder falschen logischen Schluss – “Cogito, ergo sum!” (Ich denke, ALSO bin ich.) Wir überspringen jetzt das Problem der Subjekt-Objekt-Spaltung und kommen zu einer POPULÄR-Philosophie, wo man oft hört: “Das ICH löst sich im DU auf.” – irgendwie, keiner weiss, wie genau, angeblich besonder im Falle der Geschlechterliebe! Der Standpunkt dieser Anekdote aber scheint mir ein ganz anderer zu sein: Eine AN SICH SEIENDE WAHRE EXISTENZ auf dem METAPHYSISCHEN LEVEL hat überhaupt nur das “DU”, aber nicht IRGENDEINES, sondern das DU, des SCHÖPFERGOTTES, OHNE DEN GAR NICHTS ist!
3. Aber warum erhielt ich eine zweiteilige Antwort?
Nun, wir Menschen – also du und ICH – murren und knurren und nörgeln, daß “immer ICH” arbeiten muß, daß ich “nie dafür etwas richtig kriege” und so weiter. Der zweite Teil der Antwort aber ergänzt: ARBEIT wird NICHT getan wie bei Sklaven, NICHT getan wie “Arbeit um der Arbeit willen” oder wie “l’art pour l’art” (ein programmatisches Schlagwort irgendeiner “Revolution” mit “jungen Wilden” (und schlechter Philosophie) aus dem frühen 20. Jahrhundert), sondern ARBEIT findet “in Wirklichkeit” statt nur “im DU dessen, der ALLES GEMACHT hat”, so daß “Ich-Probleme” einschliesslich Nörgelei – IRRELEVANT werden, weil eine ARBEIT in der DU-SPHÄRE des Schöpfergottes ein MITWIRKEN AN DER SCHÖPFUNG des SCHÖPFERGOTTES wird – und womöglich sogar eine “Mitwirkung am Flicken der Welt”, was man in der alten hebräisch-aramäischen Umwelt der Bibel des Alten Testamentes nennt “tik(k)un olam“.
Mir fällt plötzlich auf: Erhält damit nicht die “Existenz dieser ganzen Nichtsnutze” – der Pilger, der Gaukler, der Mönche, der Künstler, der Philosophen und Psychologen – eine neue Dimension und NEUE WÜRDE – nachdem die WÜRDE von EXISTENZ und ARBEIT aus dem ERSTEN EXISTENZGRUND zuvor vergessen oder geraubt wurde?
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Ich sollte vorsichtigerweise ergänzen: Mit solchen mehr oder weniger klug gemeinten Überlegungen ist der KERN der chistlichen Beichte noch bei weitem verfehlt, was vielleicht angedeutet werden kann durch einen Spruch, den ich in ganz anderem Zusammenhang irgendwo einmal aufgeschnappt habe, wo es hieß: “Heilung beginnt mit einem Schuldbekenntnis.” Ergänze: DENN menschliche Existenz auf diesem Planeten ist TENDENZIELL eigentlich “niemals perfekt” oder “RICHTIG und RECHT” im Sinne der ALTEN Metaphysik, welche das Christentum aus dem alten Griechenland übernommen hat (weil sie so wunderbar passt), jener alten Metaphysik, welche von unserer Gegenwart so oft ausgelacht wird, so daß ich hier schon fertig bin.
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Mit der Überschrift habe ich verwiesen auf das INDISCH-HINDUISTISCHE “Advaita-(Vedanta)”, was man gewöhnlich übersetzt als “Lehre von der Nicht-Zweiheit”, welche sich durch die gesamte indische Philosophie- und Religionsgeschichte zieht. Weil ich kein Spezialist für Hinduismus bin, denke ich, daß es am besten ist, wenn ich einfach einige links zu weiterführenden Stichworten gebe:
Ein letzter Lernhinweis: Die europäische Fokussierung auf das INDIVIDUUM und dessen ICH, das dann auch Kismet und Fatum und SCHICKSAL glaubt, ABLEHNEN zu können, ist eine HISTORISCHE SINGULARITÄT, die WOANDERN fehlt, nicht vorkommt. Ein berühmter rishi-ähnlicher hinduistischer “Heiliger”, Ramana Maharshi vom hl. Berg Arunachala in Südindien (Tamil Nadu) in der Nähe der berühmten grossen Tempels von Tiruvannamalai, verwendet zum Beispiel gerne als Ausgangspunkt die Frage: WER ist das ICH? WER denkt die Gedanken? WER atmet? Und so weiter. Angeblich soll eine Lieblingslektüre von Ramana Maharshi gewesen sein das “Yogavashista” – Yoga-Vasishtha wiki DE – (des Weisen Rishi “Vasista”, der eventuell ein anderer Name von “Brighu” ist (?), welches in der Tat ein BASISTEXT des “Advaita Vedanta” ist.
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So, ich vermute, das reicht erst mal, denn schliesslich bin ich nicht das Orakel von Delphi oder die Bibliothek von Alexandria!
Es ist mir regelrecht etwas peinlich, daß mir trotz erheblicher Lese-Mengen bislang ein WESENTLICHER VORDENKER des heutigen postsowjetischen und postkommunistischen (wie auch nicht-faschististischen) Russland entgangen ist.
Ich spreche hier von Iwan Alexandrowitsch Iljin (1883-1954), ein direkter Nachfahre der RURIKIDEN (welche die erste Staatsbildung um Kiev herum schafften), seines Zeichens ein Berufs-Philosoph, Schriftsteller und Publizist. (Wodurch auch klar wird, warum ich ihn übersehen habe, denn ich bin auf Historie viel mehr fokussiert als auf Philosophie, welch letzterer ich nicht nur wegen Kant, Hegel und Karl Marx gründlich zu misstrauen gelernt habe.)
Wie soll ich höflich sagen: Wenn ich, ein kleiner Sozialhilferenter einen wichtigen Exponenten des geschichtlich-politischen Denkens und der Staatstheorie sozusagen “übersehe”, dann ist das eine private Sache. Wenn wir allerdings feststellen. daß Iwan A. Iljin in der deutschen und europäischen Öffentlichkeit praktisch nicht vorkommt und auch im westeuropäischen universitären Diskurs mehr oder weniger fehlt, dann ist das SEHR BEDENKLICH.
Denn: Iwan A. Iljin wird von heutigen RUSSISCHEN FÜHRUNGSELITEN sehr wertgeschätzt, und zwar besonders in der Präsidalverwaltung, im Regierungsapparat (inklusive Aussenministerium) und auch von Präsident Putin selbst. Mehr noch, Iwan A. Iljin ist auch heute noch auf dem Buchmarkt präsent und EINFACH in mehreren Sprachen zugänglich, so daß es also von da her keine Entschuldigungsgründe für seine partielle Unsichtbarkeit im heutigen Westeuropa gibt.
Wir haben aber keine Zeit zum Jammern, denn wir müssen vorwärts und weiter – und schliessen jetzt provisorisch diese Bildungslücke, indem ich weiterführende Quellen präsentiere. Allerdings muß ich ein CAVEAT vorausschicken: Freihändige Etikettirungen Iwan A. Iljins sind in deutschsprachigen Medien und Zeitungen – darunter Frankfurter Allgemeine – Neue Zürcher – aktuell parteilich belastet wegen des Ukraine-Kriegs. Man erschrecke auch nicht, wenn man in den üblichen “Qualitätsmedien” ein neues Schlagwort vom “Putismus” entdeckt, mit dem ich persönlich leider gar nichts anfangen kann und das ich für “schlechten rhethorischen Stil” halten möchte.
Als erstes benötigen wir biobibliographische Infos aus Wikipedia:
Dann brauchen wir Nachweis der Quelle, die dafür gesorgt hat, daß ich bezüglich Iwan A. Iljins upgedated wurde – und dadurch längst nicht mehr so ahnungslos wirke wie der Rest der deutschen Intelligentsias:
Es kursiert zu der Frage, ob Iwan Iljin ein Faschist war und Hitler bewunderte aktuell ein viel beachteter Beitrag von Timothy Snyder (USA) – welcher allerdings in Russia Today von Gert Ewen Ungar IN DER LUFT ZERFETZT worden ist:
ZITAT: > > Man kann es natürlich auch als pseudowissenschaftliche Quelle und Argumentationshilfe für transatlantische Thinktanks und der westlichen Allianz verpflichteten Politiker lesen. Unter diesem Gesichtspunkt ist es sicherlich gelungen, und genau dafür ist es wohl auch geschrieben worden. Es ist ein Werk der Gegenaufklärung, das sich den Mantel aufgeklärter Wisschenschaft umgehängt hat. Unter der offensichtlichen tendenziösen Absicht leidet der Erkenntnisgewinn erheblich.”Der Weg in die Unfreiheit” ist, man muss das ganz deutlich sagen, kein wissenschaftliches Buch. Es ist esoterisch, es ist eine Persiflage, es sabotiert in seiner Undifferenziertheit die wissenschaftliche Form. Vor allem aber ist es eine pseudo-argumentative Handreichung zur antirussischen Agitation.In seinem Buch widmet sich Snyder Russland, der Europäischen Union, der Ukraine und den USA. Im Falle von Russland ist das Verb “widmen” allerdings falsch gesetzt. Er nimmt sich Russland vor, zur Brust. Er zerfetzt es, reißt es in Stücke, wütend und unsachlich.Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion lösten sich mit ihr auch ihre ideologischen Vorbehalte auf. Mit anderen Worten, die Perspektive änderte sich. Autoren, die bisher kaum oder gar nicht gelesen wurden, konnten plötzlich neu entdeckt werden. Das gilt unter anderem auch für Iwan Iljin, einen russischen Philosophen, Gegner der Revolution und Anhänger des Feudalismus, der zu Beginn der Dreißigerjahre des vergangenen Jahrhunderts in Berlin lebte, sich wohl auch dem Faschismus andiente, nach seiner Verhaftung 1934 aber in die Schweiz emigrierte. Iljin vertrat die Idee eines eurasischen Kontinents.Iljin erfreute sich in den vergangenen Jahren einer kleinen Renaissance in Russland. Der an der staatlichen Moskauer Universität unterrichtende Philosoph und Politologe Alexander Dugin bezog sich auf ihn, in der russischen Wikipedia werden Wladimir Putin drei Iljin-Zitate nachgewiesen.< <
Wegen des Einflusses von Iwan Iljin auf die heutigen russischen Intelligentsias und Eliten weise ich Bücher im Druck von Iwan A. Iljin nach:
Ich vermute nicht, daß ich mich mit Iwan Iljins Sicht auf Hegel anfreunden werde können, weil ich Hegel für einen “ANTI-Metaphysiker” und einen “A-Theisten” halte, welchen ich eher sehe im Kontext, den das Buch zeichnet: Henri (de) Lubac: Über den Atheismus hinaus. Die Tragödie des atheistischen Humanismus; Einsiedeln: Johannes-Verlag 1984 – ISBN-13 978-3894111694
Historische und staatstheoretische Reflexionen scheinen mir jedoch schon deshalb interessant, weil die LEBENSWELT und deren LEBENSGEFÜHL, welcher Iwan Iljin entstammte – nämlich die Welt des zaristischen Hoflebens im Kreml – untergegangen sind und heute kaum noch greifbar sind. Der Westeuropäer hat heute oft noch nicht einmal mehr präsent, daß Russland im 19. Jahrhundert MASSIV TERRITORIAL EXPANDIERTE und daß damals die Ukraine als wohlhabend galt, denn der heutige Westeuropäer steht immer noch unter dem Einfluß der fanzösisch-republikanischen und dann später der bolschewistischen Agitation gegen die Monarchie – denn weder die französische Revolution (1789-1799) noch die Bolschewistische Revolution von 1917 hatten das PHILOSOPHISCHE FORMAT, um die metaphysischen Implikationen des “geweihten Zartums” und des “sakralen Königtums” auch nur annähernd zu erfassen – was bei heutigen Menschen ziemlich ähnlich sein dürfte.
Natürlich weiß ich nicht, wie andere auf Iwan Alexandrowitsch Iljin reagieren werden. Aber eines wollte ich mit diesem Beitrag verhindern, weil es nach meinem Arbeitsverständnis als “Kaffeehausbetrachter des Zeitgeschehens” einfach UNMÖGLICH ist, daß nämlich westeuropäische Eliten und Intelligentsias Iwan Alexandrowitsch Iljin einfach nicht “auf dem Schirm” haben, sei es aus für “chic” gehaltener “Ignoranz über das Russische im allgemeinen”, sei es aus purer Arroganz der Mächtigen, welche gar nichts dabei empfinden, daß der amerikanische Botschafter in Moskau während der Bolschewistischen Revolution 1917 erstens kein Russisch sprach, zweitens NULL-Ahnung von Land, Leuten und GEOGRAPHIE hatte und infolgedessen “diplomatische Korrespondenz” von einer SAGENHAFTEN IRRELVANZ verschickte, welche dem amerikanischen Aussenministerium eine KORRKTE LAGEEINSCHÄTZUNG unmöglich machten. (source: Matthias, L.L.: Die Kehrseite der USA, Reinbeck bei Hamburg: rororo pbk 1985 – bitte VORSICHT: Matthias ist ein Vertreter des “europäischen Bildungsbürgertums der alten Schule” vom Anfang des 20. Jahrhunderts, aber er liebt Fußnoten und ähnliche wissenschaftliche Werkzeuge überhaupt nicht, so daß meine Überprüfungen im Zweifel NEGATIV ausfielen!)
(Titel) Antikommunist, russischer Nationalist, Hitler-Feind: Wer war “Putins Lieblingsphilosoph”? — (Vorspann:) Wie Iwan Iljin, ein Denker, der von einigen im Westen – um ein bestimmtes Narrativ zu fördern – fälschlicherweise beschuldigt wird, ein “Unterstützer des Faschismus” zu sein, so einflussreich wurde.
(Autor) Von Maxim Semjonow
Iwan Alexandrowitsch Iljin – 1883 (Moskau)-1954 (Zollikon-Zürich) – Philosoph der zaristrischen Emigration – zuerst Berlin – dann Zürich- Quelle RT @RT
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Er war ein überzeugter Anhänger der antibolschewistischen Weißen Bewegung während des russischen Bürgerkriegs und ein Monarchist, der rechtsextremen russischen Emigrantenkreisen nahestand. Er war auch ein Denker, dem vorgeworfen wurde, den Faschismus zu unterstützen, der jedoch von Nazi-Deutschland verfolgt wurde, sobald Hitler an die Macht kam. Trotz seines entschlossenen Antikommunismus unterstützte er den Sowjetstaat in seiner Konfrontation mit dem Dritten Reich nachdrücklich. All diese Fakten beschreiben eine Person – den berühmten russischen Philosophen Iwan Iljin.
RT untersucht, ob Iljin wirklich ein Faschist war, warum seine gesellschaftspolitischen Ansichten uns ein besseres Verständnis für das Russland des 21. Jahrhunderts vermitteln können und wie er offenbar zum Lieblingsphilosophen des russischen Präsidenten wurde.
Symbolik der Zeit
“Ich möchte meine Rede mit den Worten eines wahren Patrioten – Iwan Alexandrowitsch Iljin – beenden: ‘Wenn ich Russland als meine Heimat betrachte, bedeutet das, dass ich auf Russisch liebe, denke und nachdenke, dass ich auf Russisch singe und spreche; ich glaube an die geistige Kraft des russischen Volkes und nehme sein historisches Schicksal mit der Kraft meines Instinkts und Willens an. Ihr Geist ist mein Geist, ihr Schicksal ist mein Schicksal, ihr Leid ist meine Trauer, ihr Wohlstand ist meine Freude.'” Mit diesen Worten schloss Präsident Wladimir Putin seine Rede im Georgssaal des Großen Kremlpalastes anlässlich der Feierlichkeiten zum Beitritt von vier neuen Regionen zu Russland im September 2022.
Die militärische Konfrontation Moskaus mit Kiew und die Rückkehr seiner historischen Territorien sind für den modernen russischen Staat offensichtlich von großer Bedeutung. Daher unterstreicht die Tatsache, dass Putin Iljin bei einem so wichtigen Anlass zitierte, die Rolle, die der russische Staatschef diesem Philosophen zuweist. In der Tat gibt es auch gute Gründe dafür.
Während Alexander Solschenizyn – ein weiterer großer, von Putin bewunderter Denker – aus einer einfachen Bauernfamilie stammte, entstammte Iljin einem renommierten Adelsgeschlecht, das dem Staat über Jahrhunderte gedient hatte. Zu seinen Vorfahren gehörten herausragende Ingenieure, die den Großen Kremlpalast bauten, Spezialisten, die beim Bau der Eisenbahnen halfen, und die Gründer einer der besten technischen Schulen in Sankt Petersburg. Sein Vater wurde vom Kaiser Alexander II. persönlich getauft.
Der künftige Philosoph erhielt eine hervorragende Bildung. Er wurde 1883 in Moskau geboren, absolvierte die juristische Fakultät der Moskauer Universität und wurde im Alter von 26 Jahren Privatdozent (ein akademischer Titel, der in etwa dem eines Associate Professor in den USA oder eines Senior lecturer im Vereinigten Königreich entspricht).
Es schien, als würde sich sein Leben weiterhin um Universitätsvorlesungen, das Studium der Hegelschen Philosophie und die Geschichte der Rechtsphilosophie drehen. Doch die Russische Revolution von 1917 veränderte alles.
Emigration von einem Land ins andere
Iljin, der aus dem Adel stammte und später ein starker Befürworter des Staates wurde, sah die Februarrevolution 1917 übrigens zunächst positiv – er betrachtete sie als Befreiung des Volkes. Er wurde jedoch schnell enttäuscht, und nach der Machtübernahme durch die Bolschewiki im Oktober 1917 sagte er, die Revolution habe sich “in eine eigennützige Ausplünderung des Staates verwandelt”.
Solange er lebte, änderte Iljin seine Meinung über den Kommunismus nicht. Kurz vor seinem Tod schrieb er:
“Der Sozialismus ist von Natur aus neidisch, totalitär und beinhaltet Terrorismus; und der Kommunismus unterscheidet sich von diesem nur dadurch, dass er diese Eigenschaften offen, schamlos und grimmig zeigt.”
Wegen seiner stark antikommunistischen Ansichten wurde Iljin allein im Jahr 1918 dreimal von der WeTscheKa (der bolschewistischen Geheimpolizei, die für ihre repressiven und terroristischen Aktivitäten bekannt ist) verhaftet. Wie durch ein Wunder blieb sein Leben verschont. Im Mai 1918, zwischen den Verhaftungen, gelang es ihm sogar, seine Dissertation mit dem Titel “Hegels Philosophie als Lehre von der Konkretheit Gottes und des Menschen” zu verteidigen. Diese Arbeit erwies sich als so erfolgreich, dass ihm einstimmig sowohl der Magister- als auch der Doktorgrad verliehen wurde.
Die sowjetische Regierung, die gerade an die Macht kam, hatte jedoch keine Verwendung für Gelehrte. Im Jahr 1922 wurde Iljin erneut verhaftet. In der Anklageschrift hieß es, dass “er seit der Oktoberrevolution bis heute nicht die bestehende Arbeiter- und Bauernregierung in Russland hinnimmt und seine antisowjetischen Aktivitäten nicht eingestellt hat”. Zusammen mit 160 anderen renommierten Intellektuellen wurde Iljin auf dem sogenannten “philosophischen Dampfer” aus dem Land verbannt.
Der Dampfer “Ober-Burgomaster Haken” (“philosophischer Dampfer”)Wikipedia
Der Dampfer “Ober-Burgomaster Haken” (“philosophischer Dampfer”)Wikipedia
Diese erzwungene Emigration ermöglichte es ihm, weiterer Verfolgung in der UdSSR zu entgehen. Iljin ließ sich in Berlin nieder, wo er seine Lehrtätigkeit am Russischen Wissenschaftlichen Institut aufnahm. Diese Wissenschafts- und Bildungseinrichtung wurde von russischen Emigranten gegründet, um die geistige und materielle Kultur Russlands zu erforschen und die Hochschulbildung junger Menschen russischer Abstammung in Deutschland zu fördern.
Gleichzeitig stand Iljin in engem Kontakt mit der Russischen All-Militärischen Union, einem Zusammenschluss der militärischen Organisationen der russischen Weißen Bewegung. Er wurde bald zum informellen Hauptideologen der “Weißen Emigranten”. Die “Weißen” waren die nationalen konservativen Kräfte, die sich während des Russischen Bürgerkriegs gegen die Bolschewiki bzw. die “Roten” stellten. Obwohl Iljin, wie es sich für einen echten Philosophen gehört, keiner Partei oder Vereinigung beitrat, hatten seine Veröffentlichungen und philosophischen Schriften einen großen Einfluss auf die russischen Emigranten der Zwischenkriegszeit.
Iljin und Faschismus
Da Iljin einen enormen Einfluss auf die russische gesellschaftspolitische Philosophie jener Zeit ausübte, ist es unmöglich, den schwierigsten und widersprüchlichsten Aspekt seiner Biografie und seiner politischen Ansichten zu ignorieren – seine angebliche Unterstützung des Faschismus.
Solche Anschuldigungen werden häufig von der russischen Opposition und westlichen Forschern vorgebracht. So nannte Timothy Snyder, Geschichtsprofessor an der Yale University, Iljin 2016 einen “Propheten des russischen Faschismus” und behauptete, dass seine Ideen zur angeblichen Ausbreitung des Faschismus in Russland beitrügen. Sogar einige Studenten der Russischen Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität sprachen sich gegen die Eröffnung des Iljin-Forschungszentrums aus, weil er angeblich ein Hitler-Bewunderer war. Aber was dachte Iljin wirklich über den Faschismus und den in Österreich geborenen Diktator?
In einem Artikel mit dem Titel “Über den Faschismus” schrieb Iljin:
“Die Fehler [des Faschismus] waren: das Fehlen der Religion, die Schaffung eines rechten Totalitarismus, die Errichtung eines Parteimonopols, extremer Nationalismus und militanter Chauvinismus.”
Mit anderen Worten: Iljin kritisierte alle Hauptprinzipien des Faschismus – und eigentlich aller rechtsextremen Hassideologien des 20. Jahrhunderts.
Er fügte hinzu:
“Wenn sie [d.h. die russischen Faschisten] sich in Russland niederlassen (Gott bewahre, dass dies geschieht), werden sie den Staat und alle gesunden Ideen kompromittieren und schändlich scheitern.”
Gleichzeitig wies Iljin als Wissenschaftler auf eine offensichtliche Tatsache hin, die in der modernen Politikwissenschaft weitgehend akzeptiert ist:
“Der Faschismus entstand als Reaktion auf den Bolschewismus, als eine Konzentration der rechten staatsschützenden Kräfte.”
Tatsächlich war die rechtsextreme Welle des Faschismus in Europa eine Reaktion auf das Aufkommen der kommunistischen Ideologie nach dem Ersten Weltkrieg. Iljin schrieb jedoch zu Recht:
“Bei seiner Beurteilung [des Faschismus] sind Gelassenheit und Gerechtigkeit erforderlich. Aber seine Gefahren müssen bis zum Ende durchdacht werden.”
Mit anderen Worten: Obwohl er ein entschlossener Antikommunist war und nationalkonservative Ansichten vertrat, war Iljins Haltung gegenüber dem Faschismus ziemlich eindeutig.
Kritiker des Philosophen weisen jedoch gerne darauf hin, dass er Hitler lobte. In der Tat schrieb Iljin in dem 1933 veröffentlichten Artikel “Nationaler Sozialismus”:
“Was hat Hitler getan? Er hat den Prozess der Bolschewisierung in Deutschland aufgehalten und damit ganz Europa den größten Dienst erwiesen.”
Obwohl diese Worte aus heutiger Sicht äußerst zweideutig klingen, war das 1933 noch ganz anders. Hitler kam durch Wahlen an die Macht (auch wenn die Nazis keine Mehrheit errungen hatten). Aus der Sicht von Iljin kämpften Hitler und Mussolini 1933 gegen die kommunistische Revolution. Das war vor Hitlers brutalem, totalitärem Regime, dem Holocaust und den Konzentrationslagern. Zu dieser Zeit hatte das Naziregime noch nicht den Zweiten Weltkrieg begonnen oder grausame Kriegsverbrechen begangen.
Demzufolge ist es schwierig, Iljin für seine Haltung im Jahr 1933 zu verurteilen. Außerdem stellte sich bald heraus, dass der sogenannte “faschistische” Philosoph in Hitlers Deutschland keinen Platz hatte.
Hitler kam im Januar 1933 an die Macht, und im April bekam Iljin Besuch von der Gestapo. Es folgten mehrere Festnahmen und Durchsuchungen. Ein Jahr später, im Frühjahr 1934, weigerte sich Iljin, dem die Kritiker gerne den Faschismus vorwerfen, sich an den antisemitischen Kampagnen der Nazis zu beteiligen, und verlor daraufhin seinen Arbeitsplatz.
Iljin versuchte, seinen Lebensunterhalt als Teilzeitdozent zu verdienen, aber mit jedem Jahr verschlechterte sich die Situation im Dritten Reich. Er wurde erneut von der Gestapo einbestellt, nachdem seine öffentlichen Reden für unzulässig erklärt worden waren, da sie keine antisemitischen Aussagen enthielten und christliche Werte propagierten. Der Philosoph weigerte sich auch, sich an den ideologischen Vorbereitungen Deutschlands für den Feldzug gegen Russland zu beteiligen. Da er erkannte, dass es für ihn gefährlich war, in Hitlerdeutschland zu bleiben, emigrierte Iljin 1938 in die Schweiz.
Der Krieg verändert alles
Iljin konnte sich dank der Bemühungen und der finanziellen Unterstützung des großen russischen Komponisten Sergei Rachmaninow in der Schweiz niederlassen. Der Philosoph ließ sich in der Nähe von Zürich nieder und lebte für den Rest seines Lebens in den Bergen. Seine Autorität in der russischen Diaspora blieb unerschütterlich, und das aus gutem Grund.
Iljins Liebe zu Russland und dem russischen Volk erwies sich als größer als sein Hass gegen den Kommunismus. Im Juli 1941, wenige Wochen nach Hitlers Angriff auf die Sowjetunion, schrieb er über den erwachten “Instinkt der nationalen Selbsterhaltung” im russischen Volk und merkte an, dass das Volk “aktiv in den neuen Krieg involviert ist” und die russischen Soldaten “nicht nur tapfer kämpfen, sondern in vielen Fällen, auch wenn die Lage hoffnungslos ist, bis zur letzten Kugel kämpfen”. Von den ersten Tagen des Krieges an waren seine Unterstützung für die UdSSR und seine Zuversicht, dass Deutschland besiegt wird, unerschütterlich.
In einem Artikel mit dem Titel “Deutschland ist der nationale Hauptfeind Russlands” merkte er an, dass der Kern des pathologischen Wunsches Nazi-Deutschlands, nach Osten zu marschieren, die Idee gewesen sei, das russische Volk zu vernichten und das Land zu zerstückeln. Der Philosoph nannte Hitlers Deutschland direkt “Russlands nationalen Hauptfeind”.
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In einem anderen Artikel, “September 1941”, erklärte Iljin erneut, dass es für ihn nichts Wichtigeres gäbe als das Schicksal Russlands:
“All das Gerede, dieser Krieg sei ein ‘Kreuzzug’ gegen den Kommunismus, wie die Invasoren sagen, ist falsch und dumm – diejenigen, die es propagieren, verbreiten Unwahrheiten, und diejenigen, die sie glauben, sind dumm. Dieser Krieg wird nicht gegen die Kommunisten geführt, um sie ‘ideologisch zu besiegen’, sondern gegen Russland.”
Iljin hasste Nazi-Deutschland, das es wagte, die UdSSR anzugreifen, bedingungslos und betrachtete den Kommunismus in gewissem Sinne in einem neuen Licht. Er verachtete immer noch die sowjetische Regierung und das Stalin-Regime und betrachtete Stalin als Feind Russlands und des russischen Volkes, aber gleichzeitig erkannte er, dass dieses Regime während des Zweiten Weltkriegs eine organisierende Kraft des Widerstands gegen den Aggressor war.
Obwohl er bis zum Ende seiner Tage ein entschiedener Gegner des Kommunismus blieb und die sowjetische Regierung als absolutes Übel für Russland betrachtete, unterstützte Iljin während des Zweiten Weltkriegs sein Heimatland in der Konfrontation mit Nazi-Deutschland stark.
Die Umgestaltung Russlands
Iljin gab die Hoffnung nicht auf, früher oder später in seine Heimat zurückzukehren, aber als Emigrant konnte er nur Projekte für die zukünftige Umgestaltung Russlands entwerfen. Diese Projekte waren jedoch keine bloßen Hirngespinste.
Der Philosoph wollte das Land und das russische Volk vor allem auf der inneren, moralischen Ebene umgestalten. In der Überzeugung, dass die Bolschewiki das historische Russland zerstört hatten, schrieb er, dass “Russland nur wiederhergestellt werden kann, wenn man ihm treu und beträchtlich dient, was als Dienst an der Sache Gottes auf Erden empfunden und verstanden werden muss. Wir müssen uns von einem religiös geprägten Patriotismus und einem religiös inspirierten Nationalismus leiten lassen.”
Iljins Nationalismus bestand nicht darin, seinen rechten Arm zum römischen Gruß auszustrecken. Im Gegenteil, für ihn “öffnet der wahre Nationalismus die Augen für die nationale Identität anderer Völker: Er lehrt, andere Völker nicht zu verachten, sondern ihre geistigen Errungenschaften und ihr Nationalgefühl zu ehren, denn auch sie haben die Gaben Gottes erhalten und setzen sie auf ihre Weise und nach ihren Fähigkeiten ein.”
Für Iljin war die große russische Nation ein imperiales Projekt – die Allianz des russischen Volkes mit den anderen Völkern Russlands.
Das “imperiale Projekt” war für Iljin nicht nur eine Redewendung. Sein Ideal war das russische Imperium der Vergangenheit – ein großes und starkes Russland, das mit anderen europäischen Mächten auf der gleichen Stufe stand, aber seine eigene besondere Mission hatte. Er sah Russland als ein Land, das das Gleichgewicht in der Welt aufrechterhält und sie nicht ins Extrem oder Aggressionen verfallen lässt.
Obwohl er des “Faschismus” bezichtigt wurde, war Iljin nicht radikal eingestellt. Er war ein gemäßigter Monarchist, der nicht ins Extrem verfiel. Er war ein Nationalist, empfand aber keine Aggression oder Hass gegenüber anderen Nationen. Das Christentum war für ihn sehr wichtig, doch übte Iljin keine scharfe Kritik am säkularen Staat. Obwohl er ein starker Verfechter des russischen Nationalismus war, war Iljin auch offen für den Dialog, er schätzte die Freiheit und kritisierte die Bolschewiki für die Errichtung einer Diktatur.
Iljins einziger Fehler war die aufrichtige Hoffnung, dass die westlichen Demokratien Russland vor dem Kommunismus retten könnten, dass sie Russland nicht mit dem Kommunismus identifizieren und nicht wollen würden, dass Russland gedemütigt und zerstückelt wird. Aber die Geschichte entwickelte sich anders.
Iljin träumte von einem starken, national gesinnten, freien, kapitalistischen Russland. Er schrieb:
“Wer Russland liebt, muss ihm die Freiheit wünschen, zunächst die Freiheit Russlands selbst, seine internationale Unabhängigkeit und Freiheit, dann die Freiheit Russlands als Einheit der russischen und aller anderen nationalen Kulturen und schließlich die Freiheit des russischen Volkes, die Freiheit von uns allen, die Freiheit des Glaubens, der Wahrheitssuche, des Schaffens, der Arbeit und des Besitzes vom Eigentum.”
Die Ukraine-Frage
Eines der wichtigsten Themen für Iljin – das bis heute aktuell ist – war die Ukraine-Frage. Iljin schrieb:
“Die Ukraine gilt als der am stärksten gefährdete Teil Russlands im Hinblick auf Abspaltung und Eroberung. Der ukrainische Separatismus ist ein künstliches Phänomen, für das es keine realen Gründe gibt. Er ist aus dem Ehrgeiz der Leiter und internationalen Eroberungsintrigen entstanden.”
Er fügte hinzu, dass der ukrainische Staat durch die Abspaltung von Russland seine Bindungen zum russischen Volk abbrechen und sich Ausländern ausliefern würde, die ihn erobern und ausplündern würden.
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Der Philosoph schrieb mit erstaunlicher Weitsicht über das Schicksal der “unabhängigen Ukraine”:
“Dieser ‘Staat’ wird zunächst eine neue Verteidigungslinie von Owrutsch nach Kursk und dann über Charkow nach Bachmut und Mariupol schaffen müssen.”
Er fügte hinzu, dass die Ukraine aufgrund ihres Mangels an geopolitischer Macht und strategischer Tiefe entweder ein organischer Teil Russlands oder ein gegen Russland eingesetzter Rammbock werden würde.
Zugleich verstand Iljin, dass das Problem nicht in der Ukraine selbst entstanden war, sondern von denen geschaffen wurde, die hinter der Ukraine standen. Wie Solschenizyn schrieb Iljin, dass der Hauptsponsor des ukrainischen Separatismus Deutschland sei, das sich für die Niederlage im Ersten und Zweiten Weltkrieg rächen wolle. Er fügte hinzu, dass “die Ausländer, die die Zerstückelung [der Ukraine] planen, sich daran erinnern sollten, dass sie ganz Russland den ewigen Krieg erklären. Das Land, das für diese Zerstückelung verantwortlich ist, wird Russlands meistgehasster Feind werden”.
Es ist naiv zu glauben, dass sowohl Iljin als auch Solschenizyn mystische Propheten waren. Vielmehr beruhte die Richtigkeit ihrer Prognosen sowohl in Bezug auf die Ukraine als auch auf diejenigen, die den ukrainischen Separatismus unterstützten, auf einem profunden Verständnis der Welt und der Handlungen eines national orientierten Russlands.
Iljin im Russland des 21. Jahrhunderts
Iwan Iljin verstarb 1954 in der Schweiz und hatte nie die Möglichkeit, in sein Heimatland zurückzukehren. Iljins Witwe schrieb in den 1950er-Jahren an ihre Freunde:
“Die Tatsache, dass ein russischer Philosoph und Patriot auf einem Friedhof in Zollikon [Schweiz] ruht, ist gewissermaßen inakzeptabel.”
Während in den Jahren der Sowjetunion eine Umbettung des Philosophen in sein Heimatland nicht infrage kam, wurde dies im modernen Russland möglich.
Im Jahr 2005 wurden die Gebeine von Iljin und seiner Frau zusammen mit denen des Generals der Weißen Bewegung, Anton Denikin, nach Russland überführt. Er wurde auf dem Friedhof des Donskoi-Klosters beigesetzt. Russische Leiter, Regierungs- und Kirchenvertreter, darunter der Moskauer Patriarch Alexius II. und der damalige Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow, nahmen an der Umbettung teil, und Präsident Putin ließ auf eigene Kosten einen Grabstein aufstellen. Die Rolle Iljins im modernen Russland beschränkt sich jedoch nicht auf die symbolische Überführung der sterblichen Überreste des Philosophen in seine Heimat.
Im Jahr 2006 schrieb Kommersant, dass Beamte in der Präsidialverwaltung Iljin besonders verehren. Die Zeitung zitierte eine ungenannte Quelle in der Putin-Verwaltung mit den Worten:
“Iwan Iljin ist nicht nur einer der brillantesten russischen Denker, dessen Werke ausgiebig nachgedruckt wurden, sondern auch der einzige russische Philosoph, der über das postsowjetische System geschrieben hat. Deshalb ist er für die derzeitige Regierung so wichtig.”
Putin selbst zitierte den Philosophen im Laufe seiner Präsidentschaft häufig und erklärte, er lese regelmäßig seine Werke. Auch der ehemalige Präsident Dmitri Medwedew, Außenminister Sergei Lawrow und der Patriarch von Moskau, Kyrill, zitierten oder erwähnten Iljin. Trotz seiner Parteizugehörigkeit stellte sogar der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Russlands, Gennadi Sjuganow, fest, dass Iljin “einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung der Ideologie des Staatspatriotismus” geleistet habe.
Iljins Schriften sind seit langem Teil des politischen Mainstreams in Russland.
Iljins Mutter war deutschstämmig, und Deutsch war seine zweite Muttersprache – der Philosoph hätte sich also nach seiner Vertreibung aus der UdSSR leicht an das westeuropäische Umfeld anpassen können. Aufgrund seines Hasses auf das kommunistische Regime in Russland hätte er auch ein Anhänger Hitlers werden und den Angriff Nazi-Deutschlands auf die UdSSR rechtfertigen können. Aber nichts von alledem geschah.
Iljin ist die Verkörperung eines Patrioten mit unbeugsamem Geist. Als Mann, der nie einen Kompromiss mit den Feinden Russlands und des russischen Volkes suchte, vermied er alle diesbezüglichen Versuchungen und opferte sogar seinen eigenen Komfort für seine Werte.
Er hielt leidenschaftlich an seiner russischen Identität und an der Idee fest, Russland wiederzubeleben. Viele Jahrzehnte nach Iljins Tod können wir getrost sagen, dass sein Lebenswerk weiterlebt. In Russland findet eine nationale Wiedergeburt statt, und alles, wofür Iljin stand, einschließlich seiner Vision eines starken und national gesinnten Russlands, wird allmählich Wirklichkeit.
Maxim Semjonow ist ein russischer Journalist mit Schwerpunkt auf den postsowjetischen Staaten
In der orthodoxen Osterwoche 2024 besuchte ich das serbische Kloster, wo ich das Myron (die Salbung) erhalten habe – und da wurde beim gemeinsamen Essen in der Trapeza etwas aus dem alten Testament vorgelesen, was ich NOCH NIE in meinem ganzen Leben gehört hatte.
Da fiel Feuer vom Himmel, um Soldaten (ohne Gott?) gleich truppweise zu “verzehren”. Und da wurden Kinder nicht nur gekocht, sondern auch gegessen.
Die Belegstellen – wo das im Alten Testament steht – habe ich nachträglich herausgesucht: 2Könige (=4. Buch der Könige) 6,29 – 3.Mose (=Leviticus) 26:27 plus 3.Mose 26:29 – 5.Mose (=Deuteronomium) 28:52 und 28,53
Der narrative und historische Kontext scheint nach meinem begrenzten Wissen eventuell zu sein, daß Gott gegen sein Volk auf Abwegen eine derartige Kriegsnot als Strafe schickte, so daß die Menschen ihre eigenen Kinder assen. Klammer auf: Es wird auch das Essen der Nachgeburt menschlicher Mütter erwähnt … Also Religion für Leute ohne schwache Nerven! Klammer zu!
Wie soll ich sagen: Ich selbst finde es aus purstem Egoismus schon toll, daß DIESES KINDERESSEN – was ja wohl eine Sonderform der Menschenfresserei und des Kannibalismus ist – im Christentum weitestgehend aufgehört hat – oder etwa nicht?!
Ähnliche VERÄNDERUNGEN der menschlichen (Fr-)ess-Gewohnheiten hat es auch im vegetarischen Buddhismus und vegetarischen Hinduismus gegeben.
Und das Verschwinden des Menschenfleisches in den Kochtöpfen unserer Vorfahren hat dann irgendwann sogar zum Fortschritt des UNBLUTIGEN OPFERS in Christentum, Buddhismus und Hinduismus geführt, also zu Lichtopfern (mit Pflanzenölen), Blumen- und planzlichen Speiseopfern (insbesondere Obst-Opfer)
Wir werden also in Zukunft keinen Bedarf mehr haben, daß Engelbert Humperdinck aus Siegburg noch eine “Hänsel-und-Gretel-Oper” schreiben muß, nach dem berühmten Märchen der Gebrüder Grimm … Was nicht schlimm ist, denn man kann auch Musik schreiben OHNE MORD und TOTSCHLAG und eimerweise Theaterblut!
Alle wundern sich: WAS könnte der SINN sein, daß man ÜBER Russland aber OHNE Russland spricht bzw. sprechen will bzw. sprechen möchte?
Ein kurzer Blick in die Hardcore-Realität belehrt uns: Gemäß Haager Landkriegsordnung, Genfer Konvention und nachfolgenden Kriegsrechtlichen Regularien kann Russland eine derartig verblödete Vorgehensweise total SCHNURZPIEPEGAL sein.
Wenn es also den Schweizern und deren Finanz-Backup – die Schweizer verwalten bis heute NAZI-Vermögen aus KZs (zum Beispiel Zahngold) – – eventuell NICHT PASSEN SOLLTE, daß Russland SIEGREICH auf dem SCHLACHTFELD ist, – ja, was soll man dann noch bei einer derartigen REALITÄTSVERWEIGERUNG – eventuell unter Drogeneinfluß bei den Entscheider-Eliten – sagen oder argumentieren?
Soll man vielleicht VERMUTEN: Was in der Schweiz-Konferenz ÜBER Russland PALAVERT werden wird (bitte beachten Sie den fast ausgestorbenen Konjunktiv II, äh, ich wollte sagen: das Futur I Passiv), wird voraussichtlich keinen einzigen russischen Panzer beim Vorrücken stoppen – ODER?
Und wenn ich das sagen darf: Ich rein persönlich finde das nicht wirklich schlimm, daß die Russen “bei dieser Gelegenheit” auch noch viele Neo-Nazis im Asowregiment und auch im kanadischen Selenski-Kontingent – ehemalige Waffen-SS Division “Galizien” mit geschätzt 6000 Mann von Rimini nach Kanada exportiert mit Pässen der Passabteilung des katholischen Vatikan des späteren Papstes Paul VI. (damals noch Monsignore Montini) unter kanadischem General Trevor Cadieux – “stillschweigend erledigt” haben – denn, wir erinnern uns, meine Mutter, eine geborene Deutsche mit nur ganz wenig jüdischem Blut, wenn überhaupt, aus hugenottischem Ursprung in Frankreich vor 300 Jahren – war von 1939-1945 als ZWANGSARBEITERIN im NAZI-KZ (und gleich danach wahrscheinlich 1945-1952 in sowjetischer Gefangenschaft, eventuell in Rawaruskaja oder woanders).
Mein Vorschlag an die Schweiz wäre also: Selenski-Kriegsverluste STILLSCHWEIGEND als TOTALVERLUST ausbuchen – und Selenski-Konten danach SPERREN und AUFLÖSEN, denn dieser Typ – ein ehemaliger Kommödiant – bringt es einfach nicht, denn er hat sich leider nicht so effektiv entwickelt wie US-Präsident Reagan, der ja auch professioneller Schauspieler war – und zwar mit einem aus meiner Sicht SAGENHAFTEN BILDUNGSHINTERGRUND aus sehr viel NICHT-WISSEN!